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Zum Zuschauen vor dem heimischen Bildschirm verdammt: HSG Wetzlar-Chefcoach Ben Matschke, der aufgrund seines positiven Corona-Befundes heute im Achtelfinale des DHB-Pokals beim HC Erlangen nicht dabei sein kann.

HSG Wetzlar

Keine einfache Aufgabe

Schon wieder nach Erlangen! Die HSG Wetzlar trifft nach der Bundesliga-Partie vor knapp zwei Wochen heute Abend (19.30 Uhr) im DHB-Pokal erneut auf den HCE.

Lang, lang ist es her, dass sich die HSG Wetzlar und der HC Erlangen im DHB-Pokal das letzte Mal gegenüberstanden. Damals, im Oktober 2014, unterlagen die Mittelhessen den Mittelfranken auswärts in der zweiten Runde des Pokals mit 23:26. Und nun liefern sich beide Teams heute Abend um 19.30 Uhr im Achtelfinale den nächsten Handball-Fight.

Dabei ist es erst knapp zwei Wochen her, dass die HSG Wetzlar beim HC Erlangen in der Bundesliga antreten musste und nach einem knappen Spiel einen 27:24-Auswärtserfolg einheimsen konnte. In der bis kurz vor dem Ende offenen Begegnung mussten Toptorschütze Lenny Rubin wie auch schon zuvor Spielmacher Magnus Fredriksen die Partie verletzungsbedingt vorzeitig verlassen. Davon unbeeindruckt gelang dennoch der Auswärtssieg.

Daran gilt es nun anzuknüpfen, weiß Co-Trainer Jasmin Camdzic, der Ben Matschke (Corona positiv) an der Seitenlinie vertreten wird. »Wir wollen das, was wir vor zwei Wochen in Erlangen geleistet haben natürlich mitnehmen, wissen aber auch, dass es im Pokal immer eine ganz andere Sache ist. Daher dürfen wir das Spiel heute nicht mit dem letzten aus der Bundesliga vergleichen. Wir werden aber natürlich auch wieder 100 Prozent geben, damit wir am Ende gewinnen«.

Dabei kann die HSG bis auf Tomislav Kusan auf alle Akteure setzen. »Bei Tomislav reicht es für heute noch nicht, aber wir wollen ihn bis zum Kiel-Spiel fit bekommen«, blickt Camdzic positiv auf die Rückkehr des Kreisläufers.

Fest steht schon jetzt, dass es auch im Pokal in Erlangen kein einfaches Unterfangen für die HSG werden wird. Selbst wenn der HCE das letzte Bundesliga-Match gegen Göppingen deutlich mit 25:34 verloren hat, gilt es nach wie vor besonders auf die Rückraumspieler Simon Jeppson und Christoph Steinert zu achten (zusammen 160 Treffer in der HBL). »Erlangen ist ein sehr gefährlicher Gegner. Gerade auch, weil sie aktuell nicht da sind, wo sie eigentlich hinwollen, wird es für uns sehr schwierig werden. Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, dass der HCE in der Bundesliga jetzt zwei, drei Mal verloren hat«, warnt Camdzic.

Nach dem Ausscheiden 2014 in Erlangen soll diesmal für den Wetzlarer DHB-Pokalfinalisten von 1997 und 2001 also alles anders und nach 2018 erneut der Einzug ins Viertelfinale gefeiert werden.

Der HCE wird unterdessen für die Pokal-Begegnung in seine ursprüngliche Halle nach Erlangen zurückkehren, da hier bis zu 300 Zuschauer zugelassen sind. In der eigentlichen Spielstätte in Nürnberg ist dies nicht der Fall. Die Partie wird zudem im Livestream auf der HCE-Facebookseite übertragen.

Auch die Mittelfranken werden alles daran setzen, eine Runde weiterzukommen, wie Coach Michael Haaß vorgibt: »Wir wissen, was auf uns zukommt und haben uns akribisch auf den Gegner vorbereitet. Das wird ein richtig schweres Spiel, doch wir kehren zurück zu unseren Wurzeln und werden uns hier in Erlangen auf unsere Grundtugenden besinnen und bis zur letzten Sekunde kämpfen. Wir wollen den Traum vom Pokal natürlich am Leben halten«, erklärt er voller Zuversicht auf der HCE-Homepage.

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