Es geht wieder los: Stefan Cavor und die HSG Wetzlar starten mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC nach der EM-Pause in das neue Erstliga-Jahr. FOTO: BERGMANN
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Es geht wieder los: Stefan Cavor und die HSG Wetzlar starten mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC nach der EM-Pause in das neue Erstliga-Jahr. FOTO: BERGMANN

HSG Wetzlar

Keine Blessuren bei EM-Fahrern vor Partie gegen Bergischen HC

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Nicht mal eine Woche nach dem Finale der EM geht es für die HSG Wetzlar in der Bundesliga weiter. Am Samstag kommt der Bergische HC in die Rittal-Arena. Die Nationalspieler sind alle fit.

Die HSG Wetzlar startet am Samstag (18.30 Uhr) ins Punktspieljahr 2020 und hat in der Rittal-Arena mit dem Bergischen HC eine Mannschaft zu Gast, gegen die die jüngsten Ergebnisse nicht gerade optimal waren. Ein Grund mehr also für die Bundesliga-Handballer von Trainer Kai Wandschneider, gleich richtig Gas zu geben.

Mit 20:20-Punkten rangiert Wetzlar auf Platz acht. "Wir stehen vor Mannschaften, vor denen wir gar nicht stehen können", weist der Trainer noch mal auf die überragende bisherige Spielzeit hin.

Die letzten drei Wochen - So lange hatte Kai Wandschneider Zeit, seine Truppe auf die 14 verbleibenden Ligaspiele der Saison einzuschwören. Von einer optimalen Vorbereitung kann allerdings nicht die Rede sein, zumal die fünf EM-Fahrer fehlten und auch Stefan Kneer immer noch an seiner Nervenwurzelentzündung im Rückennerv laboriert. Mit ihm ist in vier Wochen wieder zu rechnen.

"Wir haben viel individuell trainiert, sehr oft in Kleingruppen gearbeitet. Im Training konnten wir nur fünf gegen fünf spielen, erst gestern mal sechs gegen sechs", berichtet der HSG-Coach, der zwei Testspiele mit seinem Rumpfkader hinter sich hat. Gegen Zweitligist Bayer Dormagen behielten die Grün-Weißen mit 31:24 die Oberhand. Gegen Ferndorf - ebenfalls in Liga 2 beheimatet - war ein bisschen Sand im Getriebe. "Das war nichts. Das wissen wir auch. Wir haben das besprochen", sagte Wandschneider zum 27:27 beim "2.mrd-Cup" in Neunkirchen.

In der zu Ende gehenden Woche ist der Wetzlarer Übungsleiter aber absolut einverstanden mit der Trainingsleistung seiner Schützlinge. "Man merkt, dass das erste Pflichtspiel bevorsteht. Da wird alles intensiver."

Die EM-Fahrer - Die Vereinstrainer sind bei den Turnieren der Nationalmannschaften nicht gerade zu beneiden. Einerseits ist da die Freude über den internationalen Erfolg des eigenen Schützlings. Andererseits schwitzen die Klubcoachs Blut und Wasser und hoffen, dass ihre Akteure fit und gesund wieder zurückkommen.

Mit Kristian Björnsen hat die HSG Wetzlar den Spieler unter Vertrag, der bei der EM die meiste Einsatzzeit von allen vorzuweisen hatte. 7:47 Stunden in neun Partien stand der norwegische Rechtsaußen für seine Nation auf dem Parkett. Am Ende sprang Platz drei dabei heraus. Der 31-Jährige nimmt heute erstmals wieder am Wetzlarer Training teil.

Viggo Kristjansson, der es mit Island immerhin in die Hauptrunde schaffte, ist am Mittwoch eingestiegen. Torwart Tibor Ivanisevic (Serbien), Lenny Rubin (Schweiz) und Stefan Cavor (Montenegro) weilten nur bis zum Abschluss der Vorrunde bei ihren Nationalmannschaften.

Vor allem vor dem Hintergrund der jährlich wiederkehrenden Welt- und Europameisterschaften sowie dem 2020 außerdem noch anstehenden olympischen Turnier meinte Wandschneider am Donnerstag: "Hinsichtlich der Belastungssteuerung ist Handball die rückständigste Spielsportart der Welt. Aber ich kann das so oft sagen, wie ich will. Es ändert sich nichts daran." Der HSG-Trainer erwähnte in diesem Zusammenhang die steigende Zahl der verletzten Spieler, unter denen auch immer mehr junge Akteure zu finden sind, steigende Berufgenossenschaftskosten und einen Spielplan, der jegliche Entzerrung vermissen lässt.

Der Bergische HC - Auch die Löwen haben mit der hohen Intensität zu kämpfen und mussten sechs EM-Fahrer entbehren. Von denen zog sich der Pole Maciej Majdzinski gar noch einen Teilriss der Plantarsehne zu und fällt verletzt aus. Dennoch: "Sie haben den tieferen Kader", sagt Wandschneider, der den Gast als Kontermannschaft beschreibt. Die 6:0-Abwehr, die mit den beiden offensiven Halben oft auch als 4:2-Deckung funktioniert, bilde die Grundlage für die gefährlichen Gegenstöße. Die zweite Welle führt Csaba Szücs. "Der macht das richtig gut", sagt Wandschneider und erinnert auch noch mal an die jüngsten Ergebnisse gegen das Team aus dem Bergischen: In der vergangenen Saison gingen beide Spiele für die Wetzlarer verloren. Und auch die Hinrundenpartie gewann der BHC. Es wird also eine harte Nuss, die die Grün-Weißen zu knacken haben.

Für die Partie gegen das Team aus Wuppertal und Solingen sind alle Sitzplätze ausverkauft. An der Abendkasse gibt’s noch 300 Stehplatztickets (Stand: Donnerstag).

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