Keine Angst vor "Hornissen"

Die Nellinger Zweitliga-Handballerinnen nennen sich auch "Hornets" - also die Hornissen. Seinem Furcht einflößenden Spitznamen konnte der TVN in der laufenden Zweitligasaison auch gerecht werden. Mit bislang 10:0 Punkten liegt der Klub aus dem Schwabenland an der Tabellenspitze. An diesem Samstag kommt um 19.30 Uhr der Vierte TV 05 Mainzlar in die Sporthalle Ostfildern.

(jms) Die Nellinger Zweitliga-Handballerinnen nennen sich auch "Hornets" - also die Hornissen. Seinem Furcht einflößenden Spitznamen konnte der TV Nellingen in der laufenden Zweitligasaison auch gerecht werden. Mit bislang 10:0 Punkten liegt der Klub aus dem Schwabenland an der Tabellenspitze. An diesem Samstag kommt um 19.30 Uhr der Vierte TV 05 Mainzlar in die Sporthalle 1 Ostfildern. "Es wird eine ganz schwierige Begegnung, denn Nellingen spielt sehr aggressiv. Für meine immer sehr faire Truppe wird es sehr schwierig, dort zu bestehen", sagt Mainzlars Trainer Dr. Jürgen Gerlach, der bei allem Respekt jedoch keine Angst vor "HornissenStichen" hat.

Vor allem Marion Radonic am Kreis ist nur sehr schwer auszuschalten. Die 32-Jährige spielt sehr hart, kann sich sehr gut durchsetzen und der gegnerischen Abwehr das Leben schwer machen. Beim 26:19-Auswärtssieg in Allensbach war neben Radonic auch Agne Zugauskaite ein echter Lichtblick. Die litauische Spielmacherin besticht mit ihren erst 20 Jahren durch ein sehr gutes Auge und mit einem starken Zug zum Tor. Durch ihre Stationen in der Wiener Neustadt und bei den Rhein-Main-Bienen hat Zugauskaite bereits einen reichhaltigen Erfahrungsschatz vorzuweisen.

Auf Linksaußen spielt Tina Habinger einen starken Part. Irina Kolpakova, die auf beiden Halben im Rückraum eingesetzt werden kann, rundet das Profil der "Hornets" ab. Die gebürtige Weißrussin konnte bereits in Leverkusen, Blomberg und Rostock Bundesligaerfahrung sammeln. Bereits seit 1995 spielt sie in Deutschland.

"Nellingen ist sehr gut besetzt. Auch in der Breite hat der TVN gute Spielerinnen. Wir müssen am Samstag sehr schnell auf den Beinen sein, um dort etwas erreichen zu können", sagt Dr. Gerlach. Nicht nur als Trainer, sondern auch als Orthopäde hat Gerlach dieser Tage eine Menge Arbeit. Denn noch immer ist Marina Budecevic am Fuß verletzt. Die österreichische Nationalspielerin wird auch am Samstag fehlen. Nina Hess, die beim 28:23-Heimsieg gegen den TV Beyeröhde unglücklich auf die Hand fiel, musste ebenfalls mehrfach behandelt werden. Kurz nach dem Spiel schien sogar ein Bruch der rechten Wurfhand nicht ausgeschlossen. Doch Dr. Gerlach konnte nach dem Röntgen am Montag Entwarnung geben: "Es handelte sich nur um eine Prellung. Den Bluterguss habe ich rausbekommen. Sie kann spielen.

" Eine Nachricht, die in Mainzlar für große Erleichterung sorgt. Denn dieser Tage würde ein Ausfall der 26-jährigen Spielmacherin ganz besonders schwer wiegen. Denn Hess konnte zuletzt mit sehr starken Leistungen in Erscheinung treten und zudem die Mannschaft sehr gut führen. "Ich halte sehr große Stücke auf Nina. Sie geht mit gutem Beispiel voran und führt die Mannschaft exzellent", lobt Teammanager Mario Schrödel sein Rückraum-Ass. Für Gerlach ist das Spiel in Nellingen durchaus auch ein Schlüsselspiel: "Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit. In Nellingen und in Bad Wildungen stehen zwei sehr schwierige Spiele an. Da kann die Mannschaft zeigen, wo sie steht. Im Training ziehen die Spielerinnen bislang sehr gut mit. Das stimmt mich zuversichtlich", sagt Gerlach.

Gegen Beyeröhde blieb vor Wochenfrist nur Rechtsaußen Andrijana Atanasoska etwas blass. Für den Trainer kein Problem: "Sie war zuletzt nicht so stark. Doch sie hat auch ziemlich viel um die Ohren an der Uni. Ich hoffe, dass sie am Samstag zur alten Stärke findet.

" Es wäre ganz wichtig, denn gegen die harte Gangart der Nellinger kann das flinke TVM-Team vor allem mit Schnelligkeit bestechen. "Wir fahren da hin, um etwas zu holen. Nellingen ist zwar sehr gut drauf, doch gewiss nicht unschlagbar. Unsere Mannschaft hat das Zeug dazu, eine sehr hitzige und harte Mannschaft zu schlagen", sagt Schrödel, der vor allem eine "coole" Einstellung erhofft.

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