Kein Ehrenpunkt

  • VonRichard Albrecht
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(ria) Ohne Matchpunkt kehrte der Gießener SV von seinem ersten Spieltag in der Tischtennis-Regionalliga bei der Zweitligareserve des 1. FC Köln zurück. Dabei verpasste Cyrill Menner bei seiner Fünfsatzniederlage nur knapp einen möglichen Ehrenpunkt.

1. FC Köln II - Gießener SV 10:0: Es ist zwar die »zweite« Saison, aber mit Fug und Recht darf der Gießener SV noch als Aufsteiger bezeichnet werden. Als solcher rechnet er sich für diese Saison nur Außenseiterchancen auf Erfolgserlebnisse aus. Dass zum Saisonauftakt die komplette erste Mannschaft nicht zur Verfügung stand, machte ein eben solches noch unwahrscheinlicher. So fehlte unter anderem noch Abdul Ashraf-Mohamed wegen fehlender Ausreisedokumente in Ägypten, und William Bayleys Weg führte nach der Silbermedaille bei den Paralympics in Tokio zunächst in seine Heimat auf die Insel.

So trat in Köln der Hessen- ligakader an die Platte. »Das Thema wird uns durch den September noch begleiten. So kann die Jugend Spielpraxis sammeln«, gewann Jürgen Boldt der Situation noch etwas gutes ab.

»Wir sind ohne Erwartungshaltung in das Match gegangen und wollten alle einfach nur unser Bestes geben«, umriss Michael Fuchs die Gefühlslage der Spieler. Im Vierer-Bundesspielsystem werden zwei Doppel und acht Einzel in zwei Paarkreuzen komplett ausgespielt.

Zunächst standen in den Doppeln Dennis Tschunichin/Michael Fuchs sowie Cyrill Menner/Timo Geier an der Platte. »Doppel eins war klar unterlegen (3:11), 7:11, 8:11), aber Cyrill und Timo waren lange auf Augenhöhe (10:12, 10:12, 8:11)«.

Nach der Dreisatzniederlage von Fuchs gegen Kölns Nummer eins (5:11, 7:11, 7:11) gelang Tschunichin der erste Satzgewinn der Gäste (5:11, 5:11, 11:8, 5:11). Geier war chancenlos (5:11, 6:11, 6:11). Danach brachte Menner seinen Kontrahenten an den Rand einer Niederlage, ließ im Entscheidungssatz einen Matchball ungenutzt und musste sich schließlich unglücklich mit 6:11, 12:10, 4:11, 11:8, 10:12 geschlagen geben.

Im Spitzeneinzel freute sich Tschunichin über seinen zweiten Satzgewinn (11:9, 7:11, 4:11, 7:11). »Er hat seinen Gegner gefordert«, lobte Fuchs seinen Doppelpartner. Danach folgten für Fuchs, Menner und Geier Dreisatzniederlagen. »Die Jungen haben sich nicht schlecht aus der Affäre gezogen. Nächste Woche beim Heimspiel ist Großkampftag, nach der Regionalliga spielt die Hessenliga. Mit etwas Glück ist vielleicht unser Ägypter dabei«, blickt Boldt der Regionalliga-Heimpremiere entgegen.

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