Ein Bild, das es so schnell nicht mehr geben wird: Die Basketballer - von den Oberligen abwärts - starten zwar Mitte September in die Saison, allerdings bis mindestens 31. Oktober ohne Zuschauer und auch ohne Auf- und Abstieg am Ende der Saison. FOTO: RAS
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Ein Bild, das es so schnell nicht mehr geben wird: Die Basketballer - von den Oberligen abwärts - starten zwar Mitte September in die Saison, allerdings bis mindestens 31. Oktober ohne Zuschauer und auch ohne Auf- und Abstieg am Ende der Saison. FOTO: RAS

Basketball

Kein Auf- und Abstieg bei hessischen Amateuren

  • vonKirsten Liese
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Die Basketball-Saison 2020/21 wird auf Amateurebene bis zur Oberliga Testspielcharakter haben. In Hessen bleibt es beim Starttermin (12. Sept.), Auf- und Abstiege sind jedoch nicht vorgesehen.

Nach langer Ungewissheit wissen die hessischen Basketballer nun, dass sie am 12. September in die Saison starten können, wenn sie dies möchten - allerdings vorerst ohne Zuschauer, auf freiwilliger Basis und ohne Auf- und Abstieg am Ende der Runde.

Die Begründung: "Wir sind der Auffassung, dass ein ordnungsgemäßer, vergleichbarer und fairer Wettbewerb in der kommenden Spielzeit nicht möglich sein wird, wollen aber dennoch gewährleisten, dass alle Basketballer, jung oder alt, in diesen unsicheren Zeiten nicht ohne unsere geliebte Sportart auskommen müssen", heißt es in einer Presseerklärung des Hessischen Basketball-Verbands (HBV), die am Freitagmorgen veröffentlicht wurde.

Im Gegensatz zu anderen Hallensportarten wie Handball oder Eishockey, die ihren Saisonstart auf Mitte Oktober bzw. Anfang November verschoben haben, geht der Spielbetrieb im Basketball damit wie vorgesehen los. Die Regelungen gelten für alle Klassen bis einschließlich Oberliga. Neben diversen Hygienebestimmungen gehört es zum Kernkonzept, auf maximale Freiwilligkeit zu setzen. Auf- und Abstieg sind für die Spielzeit 2020/21 ausgesetzt. Teams, die etwa Quarantäne-bedingt auf eine Partie verzichten müssen, haben keine Nachteile zu erwarten. Bis vorerst 31. Oktober finden zudem alle Spiele ohne Zuschauer statt.

Dass die Saison damit einen gewissen "Freundschaftsspielcharakter" hat, hält HBV-Präsident Michael Rüspeler für das kleinere Übel: "Das ist die einzige Krux bei der Sache. Aber wir wollen einfach anfangen und vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, wieder ihrem Sport nachzugehen." Ein kompletter Ausfall der Saison hätte dazu geführt, dass sich viele Menschen dem Basketball abgewendet hätten, so die Befürchtung der Verantwortlichen.

"Es ist nicht abzusehen, was demnächst passiert", blickt Rüspeler auf das dynamische Infektionsgeschehen. Er rechne deshalb einerseits mit weiteren Problemen, sah genau deshalb aber andererseits auch in einer weiteren Verschiebung der Spielzeit keinen Sinn. "Wir werden im Oktober keine andere Situation haben. Durch eine Verschiebung wird das nicht gelöst", erklärte Rüspeler. Für leistungsorientierte Vereine sei dies zwar keine optimale Lösung: "Aber auch die hätten nichts davon, wenn mittendrin die Saison wieder abgebrochen werden müsste."

Freiwilligkeit ist das Kernelement

Stimmen, die auf eine Verlegung gepocht hatten, gab es zwar vermehrt: "Da halte ich die Lösung, wie wir sie jetzt haben, aber für deutlich besser", so Rüspeler, der im Konzept der Freiwilligkeit die Schlüsselkomponente sieht: "Die Gesundheit geht vor." Jeder muss für sich eine Entscheidung treffen. Da es sich um keine Entscheidung für die nächsten Jahre handelt, sondern um eine Reaktion auf den Ausnahmezustand, sei dies die vernünftigste Lösung.

"Jeder Verein hat zu jedem Zeitpunkt der Saison die Möglichkeit, Mannschaften aus dem Spielbetrieb zurückzuziehen - ohne spielrechtliche Auswirkungen. Eine Strafe wird nicht ausgesprochen", heißt es vonseiten des HBV weiter. Dabei dürften zu einem Team maximal 15 Personen zählen. Positiv auf das Coronavirus getestete Spieler müssen "unmittelbar nach Feststellung der Infektion" den Hygienebeauftragten ihres Vereins gemeldet werden.

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