Katastrophale erste Hälfte

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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(pie). Eine bittere Niederlage haben die U19-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen in der A-Jugend-Bundesliga kassiert. Nach einer unterirdischen ersten Halbzeit verlor die Mannschaft von Trainer Andreas Klimpke am Sonntag mit 28:30 (9:17) bei der TSG Münster und darf sich in der Tabelle mit 4:4 Punkten auf Platz sieben eher nach unten als nach oben orientieren. Die Partie des Bergischen HC gegen den TV 05/07 Hüttenberg wurde indes verlegt, da die Mittelhessen zwei Corona-Fälle melden mussten.

Eine Analyse des Spiels fiel HSG-Trainer Andreas Klimpke äußerst schwer. "Was wir in der ersten Halbzeit geboten haben, da fehlen mir die Worte." Es war schlicht eine Katastrophe. Zu viele überhastete Aktionen, kein mannschaftsgebundenes Spiel war erkennbar. In den Einzelaktionen wurde fahrig mit den Chancen umgegangen. In der Deckung waren seine Jungs in der Regel einen Schritt zu spät am Gegner und konnten sich bei Torhüter Lorenz Rinn bedanken, der den Gastgebern einige Bälle wegnahm. "Sonst wäre das noch viel schlimmer ausgegangen", sagte Klimpke. Erst nach dem 2:6 in der zwölften Minute kam die HSG ein wenig besser ins Spiel, doch der Faden riss keine zehn Minuten später wieder. Nach Justus Weimers 6:8 erhöhte Münster auf 12:6 und baute die Führung bis zur Pause auf 17:9 aus.

Klimpke kritisiert Einstellung

"Eine blutleere Vorstellung, wobei man mit dem Wort ja vorsichtig sein muss", meinte Klimpke, der in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht seiner Mannschaft sah. Zwar ging die TSG zunächst mit 20:10 (34.) in Führung, doch nach einem Doppelpack von Fynn Steinmüller waren die Grün-Weißen wieder bis auf 14:20 dran. Beim 22:25 von Leon Boczkowski waren es nur noch drei Tore Rückstand, und Paul Geffert sorgte mit dem 26:27 (57.) für Hoffnung, doch noch einen Punkt aus Münster entführen zu können. Doch die Gastgeber behielten die Nerven, erhöhten 57 Sekunden vor Schluss auf 30:27 und bestraften letztlich die schlechte Leistung der Wetzlarer in Halbzeit eins. "Man muss schon die Einstellung einzelner Spieler hinterfragen", meinte Klimpke kritisch, der ergänzte: "Die Enttäuschung ist sehr groß, weil das eine Mannschaft war, die man schlagen muss. Aber mit so vielen Totalausfällen gewinnst du gar kein Spiel."

Münster: Fischer, Arnold; Liebeck, Prause (2), Schier, Suck (4), Ohl (7), Wäse, Gerntke (2), Brühl (8/1), Saam, Heller (5), Löw (1), Durrani (1).

Dutenhofen/Münchholzhausen: Rinn, Jakob; Gast (1), Schäffer (7), Boczkowski (5/1), Deutsch, Steinmüller (1), Datz, Hofmann, Münster (2), Frenko (3), Weimer (1), Geffert (7/1), Müller (1).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Schwarzmeier/Stewen. - Zu.: 10. - Zeitstrafen: 8:10 Min. - Siebenmeter: 3/1:2/2.

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