Ein Kantersieg zur Heimpremiere

(kam) Nach der deutlichen Pleite am ersten Spieltag wollten die U19-Basketballer der LTi Gießen 46ers das erste Heimspiel zur Rehabilitation nutzen - und taten dies eindrucksvoll.

(kam) Nach der deutlichen Pleite am ersten Spieltag wollten die U19-Basketballer der LTi Gießen 46ers das erste Heimspiel zur Rehabilitation nutzen - und taten dies eindrucksvoll. Vor 80 Zuschauern fand die Truppe von Trainer Toni Dirlic nach einer durchwachsenen ersten Hälfte besser in ihr Systemspiel und feierte gegen das Team Göttingen einen 91:64 (45:40)-Heimerfolg.

Über 8:8 (5.) fanden in einer umkämpften Anfangsphase zunächst jedoch der Gast besser ins Spiel. Erneut übten die Juniors zu wenig Druck auf den Passgeber aus und ließen die gefährlichen Göttinger Außenschützen oftmals sträflich allein. Dafür bedankte sich vor allem Maximilian Kuhle. Der Pointguard war bis zur Pause bei sagenhaften sechs von sieben Versuchen von der Dreierlinie erfolgreich. Während die Gastgeber sich im Duell Eins-gegen-Eins die Zähne ausbissen, zeigten sich die Niedersachsen beim Offensiv-Rebound hellwach und verwerteten ihre zweiten und dritten Chancen zuverlässig.

Im zweiten Spielabschnitt war es dann 46ers-Forward Oliver Nützel, der - vom als Passgeber brillierenden Falko Theilig bedient - zur Aufholjagd blies. Langsam fanden die Lahnstädter ihren Rhythmus, konterten öfter per Schnellangriff und schafften die 27:26-Wende (13.). Zwar wurde dieser Rhythmus durch den auf der Gegenseite aus der Distanz überragenden Kuhle immer wieder unterbrochen; der unter dem gegnerischen Korb immer präsentere LTi-Center Javon Baumann und ein nur mit Fouls zu stoppender Theilig egalisierten aber auf 39:39 (18.).

Die zweite Hälfte bescherte Dirlic schließlich die Qualitäten, die er bei seinem Team bislang vermisst hatte: Aufmerksame Reboundarbeit, das Forcieren gegnerischer Ballverluste und die mustergültige Integration der Spieler auf den Position vier und fünf. Theilig kontrollierte Tempo sowie Timing und hatte stets das Auge für die lange Garde - und traf selbst per Dreier zum 50:41 (21.). Eine Gießener Schwächeperiode Mitte des dritten Viertels kompensierte Robin Christen, der sich nun als Vorbereiter, Vollstrecker und gar von der Dreierlinie hervortat.

So trugen sich vier Gießener zweistellig in die Punkteliste ein, während der verunsicherte Gegner nur noch die Zahl seiner Ballverluste in die Höhe schraubte. Ende des dritten Viertels war die Partie beim Stande von 72:55 praktisch entschieden. "Wir haben die Systeme endlich ruhig ausgespielt", freute sich Dirlic. Schlüssel zum Sieg war für den 29-Jährigen die Einstellung: "Wir haben in der zweiten Hälfte keine andere Defense gespielt, sondern waren einfach aggressiver".

Gießen: Christen (26/1 Dreier), Nützel (21), Theilig (18/2), Baumann (18), Reitschmidt (6), Mergan (2), Pflüger, Maric, Süßlin, Welter, Käuffer, Rink.

Göttingen: Kuhle (21/6), Kolo (10), Köhler (9/1), Hübner (9), Dirim (6/2), Herwig (5), Schaller-Helmchen (3/1), Romey (1).

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