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Kampf um Rang eins

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Von: Andreas Joneck

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RSV-Topspieler Thomas Böhme (rechts) ist bereit für das Topspiel am Samstag bei den Thuringia Bulls, links Quinten Zantinge, in der Mitte Bulls-Guard Jens-Eike Albrecht. © Armin Diekmann

Gipfeltreffen in Elxleben: Der RSV Lahn-Dill gastiert am Samstagabend bei den Thuringia Bulls. Es geht um die Tabellenführung in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga und um die beste Ausgangs- situation für die im April beginnenden Playoffs.

Am 15. Spieltag der RBBL wartet auf den RSV Lahn-Dill der Gang zum mit Abstand härtesten Meisterschaftsrivalen RSB Thuringia Bulls, die den Wetzlarern mit zwei Minuspunkten ganz eng auf den Fersen sind. Hochball zum in ganz Deutschland mit Spannung erwarteten ersten Gipfeltreffen des Sportjahres ist am Samstag um 18 Uhr im thüringischen Elxleben.

Der Grund, warum der amtierende Meister aus Thüringen zwei Minuspunkte Abstand auf die Mittelhessen hat, ist eine 69:71-Niederlage im Hinspiel in Wetzlar. Mit dieser hatte sich der amtierende Sieger der europäischen Königsklasse Ende Oktober an den Ostdeutschen vorbeigeschoben und hat seitdem die Tabellenführung in der RBBL inne.

Überragender Akteur im damaligen 48. Aufeinandertreffen der beiden deutschen und europäischen Topteams war Lahn-Dill-Forward Thomas Böhme, der den Thuringia Bulls mit 35 erzielten Punkten das Leben überaus schwer machte. Heute, gut dreieinhalb Monate später, ist das Duell aber vor allem auch ein banger Blick auf den Kader beider Mannschaften, denn die Omikron-Variante der Covid-19-Pandemie kann auf beiden Seiten täglich für einen Ausfall eines wichtigen Akteurs sorgen. Während RSV-Cheftrainerin Janet Zeltinger nach ihrer Quarantänezeit längst wieder auf der Bank der Wetzlarer Platz genommen hat, mussten sie und ihr Co-Trainer Günther Mayer in der Vorwoche den Ausfall von Jannik Blair hinnehmen. Der aus- tralische Weltklasse-Lowpointer fehlte nach einer Trainingsverletzung im Duell gegen Hamburg, auch wenn Nationalspielerin Catharina Weiß diesen Ausfall mit einer bärenstarken Leistung kompensieren konnte.

Wenn am Samstag beide Lager in Bestbesetzung auf das Parkett rollen können, dann werden sich im 49. Pflichtspiel gegeneinander insgesamt 22 Akteure aus zwölf Ländern auf internationalem Topniveau gegenüberstehen. Die offensiv gefährlichsten Akteure der Bulls sind in der laufenden Spielzeit Center Aliaksandr Halouski (24,4 Punkte pro Partie), der Iraner Vahid Gholomazad (15,4), der Spanier Jordi Ruiz (14,8) und der junge US-Boy Dylan Fischbach (14,4). Aber auch der schwedische Routinier Joakim Linden oder die beiden deutschen André Bienek und Jens-Eike Albrecht sind in der Lage, in einem solchen Spitzenspiel zu Schlüsselspielern zu avancieren.

Zwar werden am Samstagabend weder Meisterschaften entschieden noch Titel vergeben, dennoch geht es um die Tabellenführung und damit um die beste Ausgangssituation für die Playoffs im April. Das 71:69 aus dem Hinspiel bedeutet für den RSV Lahn-Dill, dass er bei einem Erfolg in Thüringen oder einer Niederlage mit nur einem Pünktchen Differenz die Nase weiterhin vorne hat. Gelingt den Bulls ein Heimsieg mit mehr als zwei Punkten Unterschied, holen sie sich Platz eins in der Tabelle zurück. Bei danach noch drei ausstehenden Spieltagen sicher eine Vorentscheidung in der RBBL-Hauptrunde, egal, für welche der beiden Seiten das Pendel am 15. Spieltag ausschlagen wird.

Rollstuhlbasketball-Bundesliga, 15. Spieltag: Doneck Dolphins Trier - ING Skywheelers Frankfurt (Sa., 16 Uhr), BBC Münsterland - Rhine River Rhinos Wiesbaden (Sa., 17 Uhr), RSB Thuringia Bulls - RSV Lahn-Dill (Sa., 18 Uhr, Elxleben), BG Baskets Hamburg - RBC Köln 99ers (So., 15 Uhr).

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