Die TSG kämpft, hat aber kein Glück

(lad) Die TSG Wieseck ist in der Verbandsliga Mitte derzeit vom Glück verlassen. Gegen den Türkischen SV Wiesbaden, der zuvor alle seine fünf Auswärtsspiele der Saison verloren hatte, unterlag die Elf von Trainer Ottmar Wagner mit 0:1 und blieb damit im fünften Spiel in Folge ohne Sieg. Zudem plagen den Coach zunehmend Verletzungssorgen, denn nach den Ausfällen von Tobias Schäfer, Niklas Wagner, David Klimek und Wladimir Tschutschupalow schied nun bereits in Halbzeit eins Julian Simon aus und brach sich mit großer Wahrscheinlichkeit das Nasenbein.

(lad) Die TSG Wieseck ist in der Verbandsliga Mitte derzeit vom Glück verlassen. Gegen den Türkischen SV Wiesbaden, der zuvor alle seine fünf Auswärtsspiele der Saison verloren hatte, unterlag die Elf von Trainer Ottmar Wagner mit 0:1 und blieb damit im fünften Spiel in Folge ohne Sieg. Zudem plagen den Coach zunehmend Verletzungssorgen, denn nach den Ausfällen von Tobias Schäfer, Niklas Wagner, David Klimek und Wladimir Tschutschupalow schied nun bereits in Halbzeit eins Julian Simon aus und brach sich mit großer Wahrscheinlichkeit das Nasenbein.

In Halbzeit eins lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Wieseck war bemüht, nach vorne zu spielen und hatte auch mehr Spielanteile, kam jedoch kaum zu nennenswerten Chancen aus dem Spielverlauf heraus. Wiesbaden hingegen stand hinten sehr diszipliniert, sorgte nach vorne aber durch das Sturmduo Yildiz und Zer für stete Gefahr und kam zunächst auch zu den besseren Torschussmöglichkeiten. Den ersten Torschuss durch einen Standard verbuchte Julian Buß, der schon in der ersten Minute einen Eckball direkt auf das Gästetor zirkelte; der Torwart konnte den Ball nur wegfausten. Nur zwei Minuten später exakt dasselbe Szenario erneut.

Die erste Riesenchance aus dem Spielfluss heraus hatte der Türkische SV in Minute acht: eine Flanke von Zer nahm Yildiz volley im Fallen an und verfehlte dabei nur knapp das TSG-Gehäuse. Kurz darauf kam derselbe Spieler nur einen Schritt zu spät gegen TSG-Schlussmann Dominik Wagner, der somit eine brandgefährliche Flanke von Zer entschärfte.

In der 22. Minute war schließlich das erste und einzige Tor fällig: Nachdem Nelson Delzer, der in Halbzeit eins nicht seinen besten Tag erwischt hatte und einige Schnitzer verursachte, sich nach dem Seitenwechsel aber durch gutes Spiel rehabilitierte, einen wichtigen Zweikampf neben dem Strafraum verlor, wusste er sich nur durch ein Foul gegen seinen Gegner zu helfen. Zu Wiesecks Übel gelang es nun Genc, den Freistoß aus unmöglichem Winkel (beinahe parallel zur Torauslinie) direkt ins lange Eck zum 1:0 zu schießen. Die TSG Wieseck war daraufhin erst einmal geschockt und brachte für die restliche erste Halbzeit nichts Nennenswertes mehr zustande. Der Türkische SV Wiesbaden hingegen war noch einmal durch Yildiz und Zer gefährlich, die zu zweit gegen zwei Wiesecker waren, aber nur einen abgefälschten Schuss direkt in die Arme Dominik Wagners lenken konnten.

Nach der Pause präsentierte sich Wieseck wie ausgewechselt und tauchte nach gelungenen Spielzügen immer wieder vor dem SV-Tor auf. Doch die Gäste ruhten sich nicht auf ihrer Führung aus und spielten ebenfalls nach vorne. So gehörten die ersten beiden Chancen den Landeshauptstädtern, bevor Wieseck in der 57. Minute seine erste wirklich gute Möglichkeit hatte: Nachdem Kapitän Sebastian Kraft einen Zweikampf gewann und den Ball zu Maykel Samun spielte, leitete dieser das Leder weiter zum sich frei laufenden Andreas Klan, dessen Schuss jedoch vom Keeper entschärft wurde. Kurz danach konterte Wieseck nach einem Eckball; Delzer passte lang zu Klan, der nur knapp am Tor vorbeischoss. Die Chancen gab es nun im Minutentakt, beispielsweise einen gefährlichen Fernschuss von Karaca und einen Kopfball von Yildiz auf SV-Seite sowie einen von Julian Buß eingeleiteten, aber erfolglosen Angriff bei der TSG.

In der 69. Minute scheiterte zum dritten Mal Klan nur knapp, der sich immer wieder frei lief und nach Zuspiel von Dennis Schlecht nur um ein paar Zentimeter das Tor verfehlte. Wiesbaden zog sich nun zunehmend zurück und versuchte, den Sieg über die Zeit zu retten. Doch Wieseck kam dennoch zu vier Chancen bis zum Abpfiff, die jedoch allesamt ohne Torerfolg blieben. Die beste war ein Lattenkracher des zuvor eingewechselten Matthäus Karweta nach einer Flanke von Marc Zimmer (79.). Der Nachsetzer fiel Sebastian Kraft vor die Füße, der nur einen halben Meter rechts am Tor vorbeischoss.

Unter dem Strich siegte Wiesbaden nicht unverdient, auch wenn "wir sicherlich einen Punkt verdient hätten. In der zweiten Halbzeit haben wir alles gegeben und werden in Ruhe weiterarbeiten. Irgendwann kommt das Glück auch zurück", machte Trainer Ottmar Wagner seinem Team keine Vorwürfe, sondern möchte auf die positiven Aspekte aufbauen.

TSG Wieseck: Dominik Wagner; Schlecht, Delzer, Simon (ab 38. Noske), Pawelczyk, Sebastian Kraft, Buß, Zimmer, Samun, Klan, Marcel Kraft (ab 66. Karweta).

Türkischer SV Wiesbaden: Yilmaz; Sengün, Kusch, Bilir, Karaca, Balikci, Kirazli, Kharraz (ab 70. Baghramian), Erol Genc, Yildiz (ab 79. Öztürk), Zer (86. Silakhori).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Mürell (Hausen). - Zuschauer: 100. - Tor: 0:1 (22.) Genc. - Gelbe Karten: Sebastian Kraft, Samun, Pawelczyk.

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