Junior Droste hält in der U 23 gut mit

Gleich mehrere Ziele verfolgten Moritz Schütz und Jan-Niklas Droste von der Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen-Kleinlinden mit ihrer Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Einzelzeitfahren. In Sangerhausen am Rande des Südharz wollten sich die beiden Zeitfahrspezialisten ein Kräftemessen mit den Berufsradsportlern liefern, eine erste Standortbestimmung für die Hessenmeisterschaft Anfang August absolvieren und die Farben der Kleinlindener Radfahrervereinigung auf nationaler Ebene vertreten.

(die) Gleich mehrere Ziele verfolgten Moritz Schütz und Jan-Niklas Droste von der Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen-Kleinlinden mit ihrer Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Einzelzeitfahren. In Sangerhausen am Rande des Südharz wollten sich die beiden Zeitfahrspezialisten ein Kräftemessen mit den Berufsradsportlern liefern, eine erste Standortbestimmung für die Hessenmeisterschaft Anfang August absolvieren und die Farben der Kleinlindener Radfahrervereinigung auf nationaler Ebene vertreten. Letzteres ist dem mittelhessischen Duo durchaus gelungen - Streckensprecher und Zuschauer unterstützten den Start und Kampf gegen die Uhr der beiden Einzelstarter zwischen namhaften Profiteams und Bundesligamannschaften.

Mit einem großen Starterfeld von 103 Fahrern hatte es der erst 19-jährige Kleinlindener Jan-Niklas Droste im Titelkampf der U 23 zu tun, da die Meisterschaft als Teil der Rad-Bundesliga Punkte für deren Gesamtwertung einbrachte und somit große Anziehungskraft auf die ambitionierten Nachwuchsfahrer ausübte. Rennsport-Fachwart Stephan Dietel verfolgte das Rennen am Steuer des Kleinlindener Teamwagens: "Jan-Niklas hat sich akribisch vorbereitet und die Strecke im Vorfeld besichtigt.

Er ist sehr gleichmäßig gefahren und hat seine Kräfte gut eingeteilt. Von daher war es ein gutes Rennen", schildert er seine Eindrücke von Drostes 30 km langer Fahrt um Sangerhausen. Sieger und neuer Deutscher Meister im Einzelzeitfahren der U 23-Klasse wurde Marcel Kittel vom Thüringer Energieteam in 36:41 Minuten.

Titelambitionen hatte Drostes Fahrzeit von 39:14 Minuten im ersten Jahr zwar noch nicht, doch Platz 32 von 107 gemeldeten Fahrern stimmte Droste mit mittelfristigem Blick in die Zukunft zuversichtlich: "Es sind noch zwei Jahre in der U 23-Klasse für mich und nach vorne geht auf jeden Fall noch einiges. Ich bin zufrieden und freue mich jetzt auf die Hessenmeisterschaft Anfang August. Ansonsten werde ich mich jetzt in den nächsten Wochen um meine Platzierungen für den B-Klasse-Erhalt kümmern", formulierte Droste sein Fazit der DM und die weitere Planung.

Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnte: Die Hessenmeisterschaft im Einzelzeitfahren, die auf der Verbindungsstraße zwischen den Bundeswehr-Standorten Neustadt und Stadtallendorf stattfinden sollte, wurde dieser Tage aus organisatorischen Gründen abgesagt und sucht nun offiziell einen neuen Ausrichter.

Die Nachricht der Absage erreichte auch Drostes Teamkollegen Moritz Schütz in Windeseile, der am 7. August seinen hessischen Zeitfahr-Meistertitel um ein weiteres Jahr verlängern wollte. "Ich bedaure die Absage, aber sehe in ihr auch die Chance, eine neue Strecke zu finden und so für Abwechslung zu sorgen", zeigte sich Schütz in Sachen Ausrichtersuche zuversichtlich, nachdem ihm auch seine DM-Teilnahme große Motivation und Zielstrebigkeit abverlangt hatte. Nach seinem Erfolg im Wiesbadener City-Kriterium, bei dem er als Tagesdritter glänzen konnte, hatten Halsschmerzen die Vorbereitung auf die fünf Tage später stattfindende DM gestört. Ebenfalls nicht einfach war für den 26-Jährigen die Umstellung vom straffen Programm zahlreicher Rundstreckenrennen auf das Einzelzeitfahren.

Und auch bei der technischen Abnahme seines Zeitfahrrades musste Schütz auf Wunsch eines Kommissars nachbessern und das Verhältnis zwischen Sattel- und Lenkerstand um einige Zentimeter verändern, was für zusätzliches Unbehagen auf dem Rad sorgte. "Ich wollte auf jeden Fall meinen Verein bei der Meisterschaft repräsentieren. Das hatte ich mir lange vorgenommen", nannte Schütz eine Erklärung dafür, dass er angeschlagen in seine sonstige Paradedisziplin ging.

Beim Sieg von Tony Martin (Team HTC Columbia) in 35:15 Minuten kam der Kleinlindener auf der 35 km langen Zeitfahrstrecke in 39:51 Minuten auf Rang 21 von 28 Startern und wurde damit Zehntbester Einzelstarter, der keinem Profiteam angehörte.

Mit den in diesem Jahr gewonnenen Erkenntnissen wollen Schütz und Droste 2011 wieder in Sangerhausen an den Start gehen, wenn dort erneut die nationalen Titelkämpfe im Einzelzeitfahren ausgetragen werden.

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