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Lich Basketball II vor dem Start in die Basketball-Oberliga-Saison 2021/22 (hinten, v. l.): Trainer Felix Schweizer, Paul Hungenberg, Jonas Schilling, Max Hungenberg, Christian Reitschmidt, Jakob Werkle, Joshua Neumann, Philipp Neumann; vorne (v. l.): Paul Gänger, Tobias Endres, David Sann, Batuhan Ersoy, Cedric Ohly, Nicolai Sann, Hanno Kotulla.

Junge Teams und neue Trainer

(jsg). Zehneinhalb Monate nach dem letzten Spiel beginnt an diesem Wochenende auch in der Basketball-Oberliga der Männer wieder der Alltag. Nach einer kurzen Spielzeit hoffen alle Vereine auf eine planmäßige Saison 2021/22. Wie im Vorjahr starten dabei vier Teams aus Mittelhessen, die mit vielen jungen Spielern auflaufen werden.

Müller-Ära endet in Krofdorf-Gleiberg

Noch drei Wochen vor Saisonbeginn trainierte Michael Müller den TSV Krofdorf-Gleiberg beim Oberhessen-Cup. Es wäre die 13. Saison als Cheftrainer bei den Wettenbergern geworden, doch zwei Wochen vor Saisonbeginn trennte sich der Verein von ihm. Nun befindet sich der Klub auf Trainersuche und muss einige Abgänge verkraften. Mit Hannes Bergmann und Fritz Rostek suchten zwei Spieler aus dem 46ers-Nachwuchsprogramm Aufgaben in höheren Ligen. Durch den Bergmann-Abgang ergab sich eine Lücke auf den großen Positionen, für die zwei junge Spieler ohne Erfahrungen auf Oberliga-Niveau verpflichtet wurden. Mit Guard Niklas Kümmel kam dagegen Oberliga-Erfahrung von den Gießen Pointers II zum TSV.

Mit der jungen Garde auf den großen Positionen und ohne die nötigen Zentimeter wird es für die Krofdorfer in Korbnähe schwer. Ihr Pfund werden sie daher in den erfahren besetzten Aufbaupositionen suchen. Beim Turnier in eigener Halle fehlten einige Spieler, sodass die Vorbereitung im Ganzen als wenig gelungen betrachtet werden kann. Als Ziel wird daher im Übergangsjahr ein Platz im gesicherten Mittelfeld angestrebt. Das Unterfangen beginnen die Wettenberger am Samstag (19 Uhr) in Kassel.

Junge Pointers II als Sprungbrett

Weniger Erfahrung und noch mehr jugendliche Power. Die Regionalliga-Reserve der Gießen Pointers wird weiter zur Ausbildungsmannschaft. Die junge Truppe erfreute ihren Trainer Sherman Lockhart in den letzten Wochen auch mit intensiven Trainingseinheiten. Dabei muss er auf einige Leistungsträger der Vergangenheit verzichten. Kapitän David Henke und die Routiniers Marc Schuhmacher und Niklas Kümmel haben die 1900er verlassen. Einen erfreulichen Grund haben aus seiner Sicht dagegen die Abgänge von Yuma Janeck und David Wiegand. Beide spielen in der kommenden Saison für die erste Pointers-Mannschaft, was »zeigt, dass unser Modell funktioniert«. Ergänzt wird der Kader durch weitere Youngster wie Dario Nikic und Detwan Andrews. Mit Christian Mann und Till Heyne schnuppern zudem zwei 15-Jährige erstmals in den Seniorenbereich rein.

Als weiterer Rückkehrer kann Corey Lewis vermeldet werden. Mit aggressiver Verteidigung, schnellem Spiel und hoher Intensität wollen die jungen Gießener ihre Uner-fahrenheit ausmerzen. Dabei wird viel Verantwortung auf der potenziellen Starting Five mit Oberliga-Erfahrung liegen. Als Ziel gibt Lockhart das Mittelfeld und damit den sicheren Klassenerhalt aus. Das Unterfangen müssen die Pointers in Kleinlinden in der Brüder-Grimm-Halle bewerkstelligen, da sich die Sanierung der Theodor-Litt-Halle weiter hinauszögert. Zu Beginn geht es allerdings am Sonntag (18 Uhr) erstmal nach Marburg.

Zweiter Anlauf für Lichs »Zweite«

Als Aufsteiger endete die Saison der zweiten Mannschaft von Lich Basketball nach nur drei Partien. Die Licher können also weiterhin als Neulinge betrachtet werden. Dabei wird die »Zweite« auch einen neuen Trainer an der Seitenlinie haben. Felix Schweizer beerbt Thorsten Heinz, der sein Amt nach sechs Jahren aus familiären Gründen abgab. Schweizer war eigentlich als Spieler von den Rackelos zurück nach Lich gewechselt, kann der Ersten aber aufgrund einer Verletzung vorerst nicht helfen. Dabei trifft der 24-Jährige auf einige Spieler, die er bereits in der dritten Mannschaft erfolgreich betreute. An der Seite von Oldie Christian Reitschmidt steht weiterhin ein junges Team. So kommen die Neumann-Zwillinge zurück zu den Wetterstädtern, und auch Cedric Ohly soll sich nach einer Verletzung in der Regionalliga-Reserve zurück in Form bringen. Mit Hanno Kotulla und Anton Maruschka stoßen zwei weitere bekannte Licher Gesichter zurück ins heimische Trikot.

Mit den Abgängen Johannes Roth, Finn Jakob und Paul Humberg, Paul Hungenberg in die erste Mannschaft sowie Karl Maruschka und Gregor Gümbel zu den Gießen Pointers bzw. Gießen 46ers Rackelos zeigte sich laut Neu-Trainer Schweizer der Erfolg des Programms. Die Heranführung von Talenten an den Herrenbasketball oder an die erste Mannschaft bleibe das oberste Ziel der »Zweiten«. Dazu wird ein Platz im Mittelfeld als sicherer Klassenerhalt angestrebt. Den wollen sie mit schnellem und hartem Spiel, ähnlich wie die »Erste«, erreichen. Die erste Gelegenheit dazu gibt es am Sonntag (18 Uhr) beim BC Gelnhausen.

Erfahrung für den MTV 1846 Gießen

Der MTV Gießen geht mit einer stark veränderten Mannschaft in die Oberliga-Saison, die aber vor Erfahrung strotzt. Prominentester Rückkehrer ist Dominik Turudic, der in der Jugend für die Männerturner spielte und später für die 46ers zwölf Bundesligaspiele bestritt. Auch Till Scheld, Nicolas Schäfer, Ruhollah Abolhassani und Chris Drothler sind als Rückkehrer neu im Kader. Im breiten Kader stehen zudem weiterhin das Kapitänsduo Onur und Orkun Mehmed sowie die NBBL-Spieler Lennox Burghard und Vincent Sucke.

Die Vorbereitung lief nicht optimal, da das Training urlaubs- und berufsbedingt häufig in reduzierter Zahl stattfand. Trotzdem baut Co-Kapitän Orkun Mehmed auf die Erfahrung seines Teams. »Wir sind positiv gelaunt und wollen wieder im oberen Drittel mitspielen.« Mindestens bis Ende Oktober wird das Team von Filip Piljanovic noch in der Sporthalle B der Herderschule spielen. Danach hoffen sie auf eine Rückkehr in die Rivers Barracks. Los geht es aber zuerst auswärts beim starken BC Neu-Isenburg (Sonntag, 17:30 Uhr).

Gießen Pointers II vor dem Start in die Basketball-Oberliga-Saison 2021/22 (vorne, v. l.): Yunis Mihoubi, Fabian Bender, Detwan Andrews, Henry Volkert, Noah Sann, Corey Lewis; hinten (v. l.): Paul Nickel, Dario Nikic, Stephan Seibert, Jan Lohwasser, Lorenz Kohl. Es fehlen: Ben Krause, Till Heyne, Christian Mann, Christopher Herget.
TSV Krofdorf-Gleiberg vor dem Start in die Basketball-Oberliga-Saison 2021/22 (hinten, v. l.): Noah Waltz, Lars Müsse, Paul Schneider, Christoph Horstmann, Sandro Jüdt; vorne (v. l.): Niclas Schmidt, Dennis Süßlin, Silas Rink, Johannes Plitt-Geißler. Es fehlen: Tim Kordyaka, Niklas Kümmel, Christoph Müller, Nils Oppenländer.

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