Wohin führt der Weg für Trainer Daniel Schäfer und seinen FC Cleeberg? ARCHIVFOTO: FROESE
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Wohin führt der Weg für Trainer Daniel Schäfer und seinen FC Cleeberg? ARCHIVFOTO: FROESE

Jung und hungrig soll’s richten

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(red). Mit lediglich 16 Punkten auf der Habenseite belegte der FC Cleeberg zum Zeitpunkt des coronabedingten Saisonabbruchs den letzten Tabellenplatz der Verbandsliga Mitte. Der Gang zurück in die Gruppenliga war nach nur einer Saison in der zweithöchsten Liga auf Landesebene vorgezeichnet. Da aufgrund der Entscheidung des Verbandstages im Juni auf Absteiger verzichtet wurde, beginnt das Abenteuer Verbandsliga für den FC Cleeberg nun aber nochmals aufs Neue.

Die aktuelle Situation: Der FC zählt zu den finanzschwächeren Teams der Liga und muss sich auch in der neuen Saison im Haifischbecken der Liga als Außenseiter über Wasser zu halten versuchen. Daniel Schäfer will vor allem aus jungen, talentierten Nachwuchsspielern eine schlagkräftige Einheit formen, um den etablierten Vereinen der Liga Paroli bieten zu können.

Kommen/Gehen: Mit dem in der Aufstiegssaison 2018/19 überragenden Torjäger Henrik Keller verliert der FC einen Leistungsträger an den Ligakonkurrenten SG Kinzenbach. Allerdings kam der 28-Jährige in der Vorsaison aufgrund eines Kreuzbandrisses lediglich auf vier Einsätze, sodass mit Dominik Huisgen und Robin Dürr bereits andere Akteure in der Vergangenheit für die Verbandsligatore des FC sorgen mussten. André Halberger vom Friedberger Kreisoberligisten TSV Ostheim stellt den erfahrensten FC-Neuzugang dar. Darüber hinaus bauen die Cleeberger auf junge, hungrige Spieler wie Sebastian Greb von der U19 des FC Gießen sowie Vincent Berledt, Janik Groß, Kilian Mandler, Moritz Riedel, Sebastian Umsonst und David Weigand von der U19 der TSG Wieseck. Philipp Mußeleck und Serdar Ötles aus der eigenen Jugend tragen ebenfalls dazu bei, dass der Altersdurchschnitt der Schäfer-Elf deutlich nach unten gehen wird.

Stärken/Schwächen: Der Stamm der Aufstiegself spielt immer noch zusammen. Sicher gehen die Spieler um Torwart Kevin Misgaiski weniger blauäugig in die neue Spielzeit. Mit Abwehrchef Stefan Hocker und Mittelfeldmotor Dominik Huisgen hat der FC zwei erfahrene Spieler in seinen Reihen, um die sich eine fußballerische Einheit aus jungen, talentierten Spielern bilden kann. Der Faktor Kameradschaft und Leidenschaft wird das große Pfund der Schäfer-Elf sein müssen. Zudem hofft der FC-Trainer darauf, dass mit Marvin Gath und Moritz Luca Schmidt zwei Spieler nach ihren langwierigen Verletzungen zu alter Leistungsstärke zurückfinden.

Umfeld/Trainer: Daniel Schäfer geht in seine fünfte Saison in Cleeberg. Nach dem Abstieg in die Kreisoberliga West schaffte der Pädagoge mit seiner Elf den sofortigen Wiederaufstieg in die Gruppenliga und startete dort auf Anhieb in die Verbandsliga Mitte durch. Schäfer hat dabei bewiesen, dass er junge Spieler führen und formen kann. Daher ist die Vorgehensweise der Vereinsverantwortlichen, weiterhin auf den Nachwuchs zu bauen, nur folgerichtig. Mit dem Kunstrasenplatz in Oberkleen wurden vor zwei Jahren auch die äußeren Bedingungen entscheidend verbessert.

Prognose: Vor dem FC Cleeberg steht eine Saison, an deren Ende der Klassenerhalt das einzige Ziel sein kann. Dennoch sollte dies, sofern sich die hohe Zahl verletzungsbedingter Ausfälle der Vorsaison nicht wiederholt, möglich sein. "Wir sind ziemlich breit aufgestellt und wollen den Klassenerhalt sportlich schaffen. Ich habe volles Vertrauen in meine Mannschaft und werde den jungen Spielern viel Spielzeit gewähren. Sollten wir unser Ziel nicht erreichen, so geht die Welt nicht unter", nimmt Daniel Schäfer den Druck vom Kessel.

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