Frauenfußball

Juliane Frey: Sport ist mein Leben

  • Michael Schüssler
    vonMichael Schüssler
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Eine der bekanntesten Ehrenamtlerinnen im Fußballkreis Gießen ist Juliane Frey. Sie sollte auch für ihren Einsatz ganz besonders belohnt werden. Daraus wird aber vorerst nichts.

Seit 2011 ist Juliane Frey als für Frauenfußball-Verbandsligist TSV Klein-Linden aktiv. Aber mit dem eigenen Spiel ist es für die 28-Jährige nicht getan, seit Jahren ist sie ebenso als Trainerin für die "Linneser" tätig. Ihr Engagement ist nun prämiert worden, denn Frey ist Hessens Fußballheldin fürs Frauenfußball-Jubiläum. "Ich habe mich sehr gefreut, denn man erhält einen Anerkennung für diese Leistung im Ehrenamt. Das ist ein tolles Geschenk."

Anlässlich 50 Jahre Frauenfußball in Deutschland hatte der DFB im Rahmen des Projektes Fußballhelden eine "Sondergruppe Mädchenfußball" ins Leben gerufen und es so jedem Landesverband ermöglicht, eine weitere Person nach Spanien zur Bildungsreise zu entsenden. In Hessen hat eine Jury unter allen Bewerbungen für Menschen, die im Bereich Mädchenfußball aktiv sind, Juliane Frey zur Siegerin gekürt!

Verbunden ist dieser Erfolg eben mit dieser Reise nach Spanien, die ab dem 18. Mai vorgesehen war, "Am 19. März um 15.36 Uhr kam die Absage per Mail", sagt Frey. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Bildungsreise vorerst abgesagt - man sei auf "der Suche nach einer Alternative", so Frey. Wie diese sich darstellt, ist aber angesichts des Verlaufs der Pandemie mehr als unklar - und so ist der Traum für Frey von der Reise nach Santa Susanna, einer kleinen Küstenstadt in der Provinz Barcelona, vorerst geplatzt.

"Ich hatte mich so sehr gefreut", gesteht Frey, die anfügt: "Ich hätte das sehr cool gefunden, dass man dann im direkten Austausch mit dem DFB ist, weil das schon natürlich auf dieser Ebene ein anderes Niveau hat. Und man lernt sehr viel von Erfahrungen anderer, das ist mir ganz wichtig."

Neben der eigenen Laufbahn als Spielerin beim TSV Klein-Linden ist sie gemeinsam mit Janina Thür als Trainerin für die U 12-Juniorinnen im Einsatz. "Das ist auch ein Ausgleich zum Beruf für mich, wenn man auf dem Sportplatz ist. Es ist einfach schön zu sehen, wie sich die Mädchen entwickeln", sagt Frey. Die gebürtige Bersroderin hat sich aber nicht nur dem Fußball verschrieben. Insgesamt vier Jahre war sie für den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar tätig. "Das war zunächst im Rahmen meines Sportmanagement-Studiums von 2014 bis 2016 samt meines Bachelors-Abschlusses. Ich habe dann noch zwei weitere Jahre für die HSG gearbeitet", so Frey. Mittlerweile ist sie als Referentin der Geschäftsleitung eines Unternehmens der Medizintechnik in Aßlar tätig.

"Ich stehe immer noch in sehr, sehr gutem Kontakt zur HSG Wetzlar, ich bin da immer noch herzlich willkommen. Das war eine sehr schöne und wichtige Erfahrung", blickt die 28-Jährige zurück, die nochmals betont: "Ohne Sport geht nichts. Sport ist mein Leben."

2014 zählte Juliane Frey als Fußballbegeisterte zu unseren vier GAZ-Expertinnen, die die Männer-Weltmeisterschaft in Brasilien kommentierend begleiteten.

Bleibt zu hoffen, dass die Bildungsreise nach Spanien für die Fußballheldin noch zustande kommt. Sie ist eine außergewöhnliche Vertreterin des Ehrenamts.

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