Julian Justus behauptet in München Platz in der Weltelite

Der Höhepunkt zum Abschluss der Freiluftsaison der Sportschützen ist das Weltcup-Finale. Zu diesem Event treffen sich jährlich die Besten. Zu den Besten gehört auch Julian Justus aus Homberg, der mit seinem fünften Rang seinen Platz in der Weltelite behauptete.

(aku) Der Höhepunkt zum Abschluss der Freiluftsaison der Sportschützen ist das Weltcup-Finale. Zu diesem Event treffen sich jährlich die Besten. Zu den Besten gehört auch Julian Justus aus Homberg, der mit seinem fünften Rang seinen Platz in der Weltelite behauptete. Der Ort der diesjährigen ISSF-Weltmeisterschaft im Sportschießen, die vor den Toren Münchens gelegene Olympiaschießanlage in Garching-Hochbrück, war auch in diesem Jahr Austragungsort des Weltcup-Finals.

Am Abschlusstag, dem vergangenen Donnerstag, stand für den Homberger, der im April die Weltcup-Veranstaltung in Peking gewonnen hatte, die Stunde der Entscheidung an. In der "Königsdisziplin" der Gewehrschützen, dem Dreistellungskampf Kleinkaliber, startete er mit 396 Ringen im Liegendwettbewerb. Im anschließenden Stehendanschlag hatte er dann einiges Pech. Gleich sechsmal zeigte die elektronische Anzeige eine ärgerliche 9,9. Anders als im Finale wird daraus in der Qualifikation eine glatte 9. Mit 381 Ringen blieb er dadurch fünf Ringe hinter seiner WM-Leistung in diesem Anschlag zurück. Eine tolle Leistung lieferte Julian Justus dann wieder im abschließenden Kniendanschlag ab. 99-99-99-96 brachten ihm 393 Ringe und sicherten ihm seinen Platz in den vorderen Rängen.

Damit hatte er zusammen mit dem späteren Sieger Artem Khadjibekov als einziger die magische 390er Marke geknackt. Mit dieser super Leistung zog er nach 120 Schüssen mit drei Schützen gleich (1170), musste sich für das Finale jedoch mit Platz sieben begnügen, da er die geringere Zahl an Innenzehnern geschossen hatte.

Wie in Peking im Frühjahr, wo er im Finale auf Platz eins startete und diesen Platz nervenstark verteidigte, war auch diesmal das Finale seine große Stärke. Bei den zehn Finalschüssen, die alle im stehenden Anschlag auf Zehntelwertung abgegeben werden, waren er und die zwei ringgleichen Schützen die Besten. Allein dies brachte ihm eine Verbesserung um einen Platz. Doch auch Platz fünf war noch drin. Dazu musste er jedoch im Shot-off den vor ihm platzierten Serben Nemanja Mirosavljev schlagen. Nach 120 Schüssen in der Qualifikation und zehn Schüssen im Finale war es eine 9,9 im insgesamt 131. Wettkampfschuss, die Julian Justus gegenüber der 9,2 von Nemanja Mirosavljev den entscheidenden Vorteil brachte. Auch noch vor Mannschaftsweltrekordler Mario Knögler aus Österreich erkämpfte er als krönenden Abschluss einer erfolgreichen Saison Platz fünf in dem Elitefeld der weltbesten Sportschützen.

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