Julia Wiedemann hält mit der nationalen Rad-Elite mit

(htr/pm) Die Sportstadt Gießen hat mit dem neuen Bundesliga-Team für Straßenradfahrerinnen der RSG Gießen und Wieseck eine weitere Attraktion gewonnen. Gerade dieses Bundesligasaison, die Ende April in Cottbus gestartet wird, wirft mit ihren Vorbereitungsrennen sowie den vielen Trainingseinheiten natürlich schon ihre Schatten voraus.

Nach langen Trainingseinheiten während der letzten Monate wollte das Team RSG Placeworkers beim ersten großen Vorbereitungs- und Ranglistenrennen der Saison, dem Klassiker Köln-Schuld-Frechen, gemeinsam am Start stehen: Allerdings hat das Team schon früh im Jahr das Verletzungspech getroffen. Lisa Hopfinger (Kniescheibenfraktur) und Petra Hagel (Kieferoperation) fallen schon länger aus, Susanne Grönebaum und Dagmar Rinn von der RV 1904/27 Gießen-Kleinlinden mussten beide erkältet kurzfristig ihren Start absagen. So war es Julia Wiedemann, die mit RSG-Teamleiter Torsten Günther bereits samstags nach Frechen aufbrach, um wenigstens noch einen Teil der Strecke per Rad erkunden.

24 Stunden später stand Julia Wiedemann mit etwa 90 Fahrerinnen bei Sonnenschein und verhältnismäßig wenig Wind am Start. Auch Gastteams aus den Niederlanden und der Schweiz nahmen die 87,70 Kilometer lange Strecke unter die Räder.

Nach einem etwas unruhigen Beginn mit einigen Stürzen verliefen die folgenden 50 km relativ unspektakulär. Die Gießenerin, die Berge, also hügelige Strecken bevorzugt, hielt sich beim Zwischensprint bei km 40 vernünftiger Weise zurück.

Erst auf den letzten 30 Kilometern wurde das Tempo wieder erhöht, keiner der diversen Ausreißversuche von einzelnen Fahrerinnen oder kleinen Grüppchen war allerdings erfolgreich. »Manchmal wurde dann so zögerlich reagiert, dass ich mich sogar zweimal beim Tempomachen versuchte, was ich sofort danach bereute«, musste Julia Wiedemann ein klein wenig »Lehrgeld« zahlen.

So ging es dann in großen Feld auf die letzten zehn km. »Ich hatte es geschafft, mich auf einen guten Platz im vorderen Drittel vorzuarbeiten, als ich und ein paar andere Fahrerinnen circa vier Kilometer vor dem Ziel das Winken eines Streckenpostens wegen eines Fahrbahnteilers als Linksabbiegeaufforderung missinterpretierte«, beschrieb Julia Weidemann ihr kleines Malheur. Der kleine Schlenker in die falsche Richtung kostete die gute Position für die kurvigen und teilweise engen letzten Kilometer, »und das Schließen der Lücke zum Hauptfeld mich die letzten Körner«.

Insgesamt zeigte sich Julia Wiedemann »aber sehr zufrieden, so gut mit dem unliebsamen flachen Kurs zurechtgekommen zu sein und schließlich irgendwo im letzten Drittel des Feldes heil und sturzfrei nach 2:21 Stunden mit einem 38er-Schnitt über die Ziellinie gerollt« zu sein. Den Sieg sicherte sich Martina Goss vom Team Nutrixxion vor Martina Zwick (Koga Ladies) und Cecile Johnson (CK Viktoria). Auf Platz fünf fuhr die in Hessen bekannte Lisa Küllmer (Koga Ladies) vom RSC Reinheim vor.

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