Jubiläumsfest des MTV 1846 Gießen abgesagt

(ras) Die 16 Abteilungen des MTV 1846 Gießen hatten sich lange darauf vorbereitet. Sie wollten sich am Samstag anlässlich des 170-jährigen Bestehens auf dem MTV-Sportgelände am Heegstrauchweg präsentieren und mit Mitmachangeboten begeistern, aber das Wetter spielte nicht mit – und so sagte der Vorstand die Veranstaltung kurzfristig vor dem Beginn schweren Herzens ab.

"Weder der Dauerregen jetzt am frühen Vormittag noch die Wettervorhersagen lassen auf brauchbare Bedingungen hoffen, so müssen wir leider eine Ersatzveranstaltung planen", sagte Walter Müller, Ehrenvorsitzender des MTV, mit Blick gen Himmel zur Zeit des eigentlich geplanten Jubiläumssportfestbeginns, das mit Cheerleading und einem Trainings-Parcours der Gießen-Golden-Dragons-Footballabteilung anfangen sollte.

So trafen sich der Vorstand und engagierte Mitglieder im Vereinsraum zu einem Erfahrungsaustausch mit Blick auf die Zukunft des MTV 1846, bei dem sich vorwiegend der Vorsitzende Mehmet Tanriverdi, die stellvertretenden Vorsitzenden Norbert Leidinger-Müller und Thomas Webler, Geschäftsführer Mario Bröder sowie der Ehrenvorsitzende Walter Müller äußerten.

So erklärte Mehmet Tanriverdi: "Die Mitgliederzahl liegt seit 20 Jahren konstant bei 2300 Personen. Darauf sind wir stolz. Von 14 Abteilungen damals sind wir auf nun 16 Abteilungen gewachsen, in denen 18 Sportarten ausgeübt werden. Der MTV 1846 Gießen bietet heute mehr Breitensport. Der Gesundheitssport und die lockere Einbindung in eine Gruppe stehen mehr und mehr im Vordergrund.".

Ehrenvorsitzender Walter Müller ergänzte: "Die Vereinslandschaft hat sich geändert. Den Level im Leistungs- und Wettkampfsport zu halten, ist sehr, sehr schwer. Die Gesellschaft schätzt heute vor allem Events. Die Balance zwischen Breiten- und Leistungssport zu finden, ist dadurch schwierig". Und Norbert Leidinger-Müller, Thomas Webler und Mario Bröder fügten an: "Neue Mitglieder kommen meist über Mundpropaganda, soziale Netzwerke, Schulen und die Universität. Der Zulauf bei den Kindern geht in der Regel zu den althergebrachten Sportarten. Die notwendige Zahl der Übungsleiter können wir vor allem dank der Universität halten, aber das ist kostspielig, bewirkt eine hohe Fluktuation und muss so regelmäßig überarbeitet werden. Um weiterhin im Trend zu liegen, werden wir nach den Sommerferien für uns neue Sportarten wie Kung Fu und Floorball (Hockey-artig) anbieten."

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