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So sehen Sieger aus: Die Kinzenbacher (v. l.) Robin Sajonz, Emre Yener, Torschütze Henrik Keller, Ufuk Yildirm, Ufuk Ersentürk und Serkan Akin feiern die Entscheidung zum 4:2.

Joker Henrik Keller sticht

  • VonPeter Froese
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(fro). Dank der beiden Joker-Tore von Torjäger Henrik Keller, der nach einer Achillessehnen-Entzündung in den letzten sechs Spielen schmerzlich vermisst wurde, feierte die SG Kinzenbach am Samstag im letzten Spiel des Jahres in der Fußball-Verbandsliga Mitte einen glücklichen 4:2-Derbyerfolg über den FC Gießen II. »Das ist ein geiler Typ. Er hat fünf Wochen nicht trainiert, zuletzt nur eine einzige Laufeinheit absolviert und sollte nur im Notfall kommen - und dann macht er zwei Buden«, konnte Oliver Dönges die Effektivität seines Topstürmers kaum in Worte fassen.

Die Elf des SG-Trainers hatte sich über weite Strecken der Partie mit dem mutigen und laufstarken Spiel der Gäste schwergetan. Lediglich Ufuk Ersentürk zwang A-Junioren-Keeper Dominik Rybka mit einem Schuss aus spitzem Winkel zu einer Fußabwehr (15.). Einen schnell ausgeführten Freistoß von Gabriel Gülec nutzte Nikita Marusenko mit einem Distanzschuss zur 1:0-Gästeführung (16.). Nach einer Hereingabe von André Marius Jörg sorgte Robin Sajonz für den Ausgleich (28.). Tommy Ried hatte die Führung der SG auf dem Fuß (34./36.), während einem Sajonz-Treffer aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert wurde (45.).

Nach dem Kabinengang sorgte Tommy Ried mit einem abgefälschten Schuss aus 25 Metern für die 2:1-Führung der Dönges-Elf (47.). Während Dominik Rybka einen Freistoß von Ufuk Ersentürk parieren konnte (57.), zeigte sich SG-Keeper Nico Mohr auf der Gegenseite bei einem Ball von Nikita Marusenko auf dem Posten (64.). Gani Sevim traf für die Elf von FC-Trainer Thomas Turgut nur den Innenpfosten, während Sinri Kim den Nachschuss knapp verzog (68.). Die Gäste blieben in dieser Phase am Drücker und konnten durch einen Distanzschuss aus 30 Metern von Nikita Marusenko zum 2:2 ausgleichen (71.). Als Henrik Keller FC-Torwart Dominik Rybka bereits ausgespielt hatte, fehlte dem SG-Torjäger noch die nötige Genauigkeit im Abschluss. So konnte Mehmet Pektas das Leder vor der Linie klären (73.). Eine Minute später traf Henrik Keller nach Eckstoß von Stephan Alber aber per Kopfball zum 3:2 (74.). Gani Sevim hatte bei einem Schuss, der knapp über die Latte ging, den Ausgleich für die Turgut-Elf auf dem Fuß (81.). Stephan Alber vergab nach Kopfballvorlage von Henrik Keller die Entscheidung (87.). Für diese sorgte er mit seinem zweiten Treffer in der 89. Minute, als er mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 4:2 traf.

»Dies ist ein bitteres Ergebnis. Wir haben der SG alles abverlangt. Meine Jungs haben gute Ballstafetten gezeigt und sich viele Chancen erarbeitet. Am Ende hat die Kaltschnäuzigkeit und Erfahrung eines Henrik Keller den Ausschlag gegeben«, musste Thomas Turgut anerkennen.

SG Kinzenbach: Mohr; Yener, Yildirim, Akin, Jörg, Sajonz, Ried, Pantke (ab 60. Alber), Grouls (ab 46. Horn), Ersentürk, Nicolai (ab 60. Keller).

FC Gießen II: Rybka; Pektas, Marusenko, Ferdek, Schwabe, Schneider (ab 68. Erdem), Gülec, Kim, Parson (ab 48. Arslan), Sevim, Simsek.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Waldinger (Marburg). - Zuschauer: 70. - Torfolge: 0:1 (16.) Marusenko, 1:1 (28.) Sajonz, 2:1 (47.) Ried, 2:2 (71.) Marusenko, 3:2 (74.) Keller, 4:2 (89.) Keller.

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