Johnson und Paye überragend

(aj) Der Tabellenführer der Rollstuhlbasketball-Bundesliga, der RSV Lahn-Dill, hat sich mit einem souveränen Heimsieg gegen den Ligadritten ASV Bonn bereits sechs Spieltage vor Ende der Hauptrunde als erstes Team vorzeitig die Playoff-Teilnahme gesichert. Was bereits seit der Winterpause lediglich praktisch feststand, ist nach einem 76:52 (19:12/36:22/60:34)-Erfolg über die Rheinländer nun auch theoretisch unverrückbar.

(aj) Der Tabellenführer der Rollstuhlbasketball-Bundesliga, der RSV Lahn-Dill, hat sich mit einem souveränen Heimsieg gegen den Ligadritten ASV Bonn bereits sechs Spieltage vor Ende der Hauptrunde als erstes Team vorzeitig die Playoff-Teilnahme gesichert. Was bereits seit der Winterpause lediglich praktisch feststand, ist nach einem 76:52 (19:12/36:22/60:34)-Erfolg über die Rheinländer nun auch theoretisch unverrückbar. Überragende Akteure vor rund 850 Zuschauern in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle waren dabei Kapitän Joey Johnson und Michael Paye.

Der kanadische Kapitän der Wetzlarer Rollis, der bereits in seiner siebten Saison das Trikot der Mittelhessen trägt, erzielte dabei nicht nur 23 Punkte, sondern angelte sich zudem noch neun Rebounds und erkämpfte sich fünf Ballgewinne. US-Pointguard Paye hingegen ähnelte an diesem Tag einer Wurfmaschine, denn mit einer Trefferquote von exakt 90 Prozent aus dem Feld und perfekten 100 Prozent von der Freiwurflinie verfehlte lediglich ein einziger Wurfversuch des 26-Jährigen in knapp 36 Minuten Spielzeit die Reuse der Bonner Gäste.

Er war es auch, der nach 44 Sekunden mit einem Dreier für die ersten Punkte sorgte. Erstmalig mit der Anfangsformation Gundert, Johnson, Paye, Peter und Schünemann gestartet, folgte nur wenige Sekunden später nach einem schulmäßigen Kombinationsspiel das 5:0 (1.) durch einen Fastbreak von Paye. Doch die Bonner konterten das frühe 7:2 (4.) zum 9:8 (6.) schnell aus. Ihnen war jedoch anzumerken, dass sie personell gehandicapt ins Rennen gehen mussten. Ohne ihren etatmäßigen Aufbauspieler Sven Fischer und mit dem noch angeschlagenen Nationalspieler Björn Lohmann auf der Bank hatten sie in der Folge nicht wirklich eine Chance.

So war es bereits in der 14. Spielminute Johnson, der ebenfalls per Dreier das 26:12 erzielen und damit die Partie endgültig in die richtige Richtung lenken konnte. Doch die Rheinländer um den seit einer Woche 30-jährigen Kanadier Adam Lancia gehörten nicht seit Jahren zu den Spitzenteams der Liga, wenn sie nicht auch eine solche Situation meistern könnten. Vor allem Junioren-Nationalspieler Jan Haller sprang beeindruckend in die Bresche und zeigte eine starke Leistung. Mit 18 Punkten avancierte er dabei erstmals in der Bundesliga zum Topscorer seiner Mannschaft.

So wehrte sich der Gegner bis kurz nach dem Seitenwechsel beim 40:30 (23.) noch gegen die vorzeitige Entscheidung, ehe der Gastgeber mit einem 14:0-Lauf zum 54:30 (28.) den Sack endgültig zumachte.

Im letzten Viertel fuhren beide Seiten die Intensität des vorherigen Spielverlaufes merklich herunter, ohne dass der Ball nicht weiter schnell und attraktiv lief. Nach dem 72:42 (36.) gelang dem Gast so noch die verdiente Ergebniskosmetik zum dennoch niemals gefährdeten 76:52-Erfolg für die Hausherren, die am kommenden Wochenende zum Hessenderby bei den Mainhatten Skywheelers antreten müssen. Das nächste Heimspiel der Wetzlarer Rollis am 13. Februar gegen den Rekordmeister USC München wurde unterdessen am gleichen Tag von 19.30 Uhr auf nun 16 Uhr vorverlegt.

Lahn-Dill: Johnson (23/1 Dreier), Paye (21/1), Peter (11), Köhler (7), Gundert (6), Zwerger (4), Cisneros (2), Gerlach (2), Schell, Schünemann, Kampmann (n.e.).

Bonn: Haller (18), Becker (11), Cajo (9), Lancia (8), Müller (4), von Reth (2), Lohmann (n.e.), Raese (n.e.).

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