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Dennis Nawrocki - neben John Bryant der zweite Kaitän der Gießen 46ers.

»John und ich ergänzen uns«

  • VonSebastian Kilsbach
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(sks). Die Gießen 46ers setzen in der neuen Basketball-Bundesliga-Spielzeit auf zwei Spielführer. John Bryant zur Seite steht ab nun Dennis Nawrocki, der dieser Zeitung für ein Interview zur Verfügung stand. Der Flügelspieler stammt gebürtig aus Braunschweig, wo er auch seine Basketball-Ausbildung genoss. Zuletzt ging er in der Pro A für Jena an den Start.

Herr Nawrocki, Sie waren bereits in Jena Kapitän Ihrer Farben. Wie definieren Sie das Amt und füllen es aus?

Es ist zunächst mal eine große Ehre. Man führt das Team und ist Bindeglied zwischen Team und Trainer, erste Anlaufstelle, wenn etwas schiefläuft oder jemand Sorgen hat. Ich denke, John und ich werden uns da gut ergänzen. Er ist immerhin eine lebende Legende in Gießen. Ich will aktive Anlaufstelle und Leader sein, guten Gewissens vorangehen - auf und abseits des Feldes.

Was können Sie von John Bryant noch lernen - und er vielleicht von Ihnen?

Ich kann von ihm deutlich mehr lernen als er von mir. Er hat für viele Topclubs auf Topniveau gespielt. In Ulm habe ich ihn in meiner Jugend mit Per Günter spielen gesehen. Gemeinsam haben sie ihre Gegner »rasiert«. Es ist cool, mit ihm zusammenzuspielen. Sein Ruf eilt ihm voraus.

Die Vorbereitung verlief holprig, es gab viele Verletzungen zu beklagen. Wie würden Sie die Stimmung im Team beschreiben?

Es war zwar holprig, aber das gehört zum Sport dazu. Es war ein Charaktertest. Die Jungs rücken näher zusammen. Von daher war es vielleicht gar nicht so schlecht. Wir sind auf jeden Fall heiß auf das Heimspiel gegen Bayreuth am Sonntag!

Warum können sich die Fans auf die kommende Saison mit dieser Mannschaft freuen?

Weil wir uns enorm auf sie freuen! Das sollen sie wissen nach den letzten zwei Jahren. Endlich sind die Hallen nicht mehr leer, und es gibt wieder Stimmung. Man spielt wieder für die Fans und weiß das auch, das gibt einen zusätzlichen Push. Wir wollen ein anderes Gesicht abgeben als die Teams der letzten Jahre, uns über gute Verteidigung, schnellen und teamorientierten Basketball definieren, von Spiel zu Spiel besser werden. Das werden die Fans schnell merken.

Was ist Ihre größte Stärke und woran müssen Sie noch arbeiten?

Ich würde mich als Three-and-D-Spieler charakterisieren: Ich fokussiere mich in der Defensive auf den besten Spieler der anderen Mannschaft, nehme ihn direkt auf und will an ihm wie eine Klette kleben. Und vorne werfe ich gerne den Dreier. Ich bin sehr emotional und liebe es einfach, auf dem Spielfeld zu stehen. Arbeiten muss ich noch an der Penetration zum und dem Finish am Korb.

Was sind Ihre Ziele in Gießen - persönlich und mit dem Team?

Ich will erst mal zwei Jahre hierbleiben. Die neue Truppe wird etwas Zeit brauchen. Unser großes Ziel ist es, schnell besser zu werden und den Klassenerhalt zu sichern. Bevor das nicht erreicht ist, braucht man über alles andere nicht reden. Wenn wir Schritt für Schritt vorangehen, wird es eine gute Saison.

Vielen Dank!

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