"Jo" Lischka hilft in Lich aus

(lad/gae) Die Licher BasketBären haben in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B endgültig einen Punkt erreicht, an dem nur noch Siege zählen; so auch am Samstag (20 Uhr) in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle gegen den SC Rasta Vechta. Gegen die Niedersachsen aus der Reiterstadt muss ein Erfolg her, um den Rückstand von vier Siegen auf das rettende Ufer zu verkürzen und sich so lange wie möglich die Chance auf den Klassenerhalt zu erhalten. Bei diesem Unterfangen erhalten die Licher Unterstützung von Johannes Lischka, der im Rahmen der Kooperation mit den LTi Gießen 46ers bei den BasketBären aushelfen wird, soweit die Spiele nicht mit den 46ers-Partien kollidieren.

Schon am Samstag wird der dann mit einer Doppellizenz ausgestattete Flügelspieler Trainer Gerald Wasshuber zur Verfügung stehen. Lichs Coach freut sich natürlich über diese Verstärkung. "›Jo‹ wird auf der Position drei starten und uns die Qualität verleihen, die wir unbedingt gebraucht haben."

Weiter positiv aus Licher Sicht war in jedem Fall die starke Leistung, die die Mittelhessen letztes Wochenende beim Meisterschaftsaspiranten Würzburg zeigten und somit ihre Aufwärtstendenz unterstrichen. Wie ein Abstiegskandidat sah das Team auf dem Feld dabei nicht aus, was jedoch nichts an der Tatsache von lediglich zwei Saisonsiegen ändert. Gegen den Aufsteiger Vechta hielten die Bären im Hinrundenspiel bereits 30 Minuten lang mit und gingen mit einem Gleichstand ins Schlussviertel, in dem sie jedoch mit 7:24 untergingen. Doch die nun in Lich erwartete Mannschaft hat kaum noch etwas mit dem Team der Hinrunde zu tun. Es mag dahingestellt sein, ob den nach dem Bob-Marley-Lied "Rastaman Vibration" benannten Club ein finanzieller Weihnachtssegen beglückte. Fakt ist jedoch, dass den Verpflichtungen Pat Elzies als neuer Headcoach sowie eines neuen Athletiktrainers im Dezember zum Jahresbeginn gleich drei Topspieler folgten.

Und die brachten den Erfolg: Der einstige Abstiegskandidat gewann die letzten vier Spiele in Serie (und in beeindruckender Manier) und verdoppelte somit seine Saisonausbeute an Erfolgen. "Die haben das Abstiegsgespenst vertrieben und können jetzt befreit aufspielen. Bei uns ist es noch massiv da", weiß Lichs Trainer Wasshuber, dass Mannschaften, die gerade einen Lauf und die sportliche Sicherheit auf ihrer Seite haben, besonders gefährlich sind.

Die Neuen im Vechta-Team sind Joseph Buck, Markus Hallgrimson und Darryl Dora. Der 2,03 Meter große Buck, ein Amerikaner mit deutschem Pass, kam in seinen bisherigen fünf Spielen auf durchschnittlich 16,2 Punkte und 9,2 Rebounds, während der ehemals für Avitos Gießen spielende 34-jährige Routinier Hallgrimson im selben Zeitraum 15,4 Zähler und 2,4 Assists beisteuerte. Und auch Neuling Nummer drei, der 2,06 Meter große Amerikaner Dora, überzeugte bei seinen vier Einsätzen mit großer Athletik, 15 Punkten und 9,5 Rebounds pro Spiel.

Und natürlich sind da auch noch der starke litauische Pointguard Gintaras Grigisas (12,6 PPG), Guard Marvin Boadu (11,7 PPG) und der amerikanische Forward Christopher Thompson, die zweistellig punkten. Dank des Kaders kann es sich Vechta sogar erlauben, Thompson, der bis zu den Neuverpflichtungen einen Schnitt von 14,1 Punkten und 7,1 Rebounds hatte, deutlich weniger einzusetzen als zuvor.

"Rasta ist eine sehr gute Transition-Mannschaft, die hinten sehr schnell rauskommt und den gegnerischen Korb attackiert", weiß Wasshuber, was auf Lich zukommen wird.

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