d75aec80-2562-41ec-90f0-_4c_1
+
Die Innenverteidiger des FC Gießen, Sascha Heil (l.) und Hendrik Starostzik (r.) unterziehen sich den Leistungstests, angeleitet vom Institut für Sportwissenschaften an der JLU Gießen. sno

JLU kooperiert mit FC Gießen

  • Sven Nordmann
    VonSven Nordmann
    schließen

(sno). Erstmals haben das Institut für Sportwissenschaft an der JLU Gießen und der FC Gießen gemeinsam Leistungstests durchgeführt. Am vergangenen Dienstag wurden an der Miller Hall konditionelle Fähigkeiten wie z. B. Rumpf-, Sprungkraft und Co. getestet.

»Das sind unglaublich wichtige Werte für uns«, sagt FC-Trainer Daniyel Cimen. »Jeder hat sich reingehauen. Wir wollen die Tests fortsetzen. Wir nutzen die Daten, um Spielern Schwächen aufzuzeigen. Gerade in der Spielpause werden wir auf dieser Basis Pläne erstellen.«

Die Daten seien in der Regel spätestens nach 48 Stunden ausgewertet, erklärte der zuständige Gießener Sportwissenschafter Dr. Christian Pilat.

»Die Zahlen liefern einen Überblick über die konditionellen Fähigkeiten und helfen unter anderem auch mit Blick auf die Verletzungsprophylaxe der Spieler«, sagte Christian Pilat.

»Wann der richtige Zeitpunkt ist, um nach einer Verletzungspause in den Trainingsbetrieb zurückzukehren, kann mithilfe eines Vergleichs mit den Werten im fitten Zustand objektiv beurteilt werden.«

Spielergruppen mit jeweils sechs bis sieben Akteuren des heimischen Fußball-Regionalligisten durchliefen am Dienstag zeitgesteuert verschiedene Stationen auf dem Kunstrasen an der Miller Hall.

Dabei wurden unter anderem Sprint- und Sprungfähigkeit mithilfe von Lichtschranken gemessen, die auch beim Wendigkeitstest zum Einsatz kamen. Neben der Beinachsenstabilität wurde auch die grundlegende Ausdauer in Intervallläufen getestet.

Gießens Coach legt großen Fokus auf die Sprunggelenksstabilität: »Entsprechend schnell und kräftig kann ich mich vom Boden abdrücken. Ich denke, dass die Testreihe für Uni und Verein eine Win-win-Situation ist.«

Das Institut für Sportwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen kooperiert schon seit Langem mit dem heimischen Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar und würde die Zusammenarbeit mit dem FC Gießen nach Aussage von Christian Pilat ebenfalls gerne ausbauen.

»Das wäre wünschenswert. Langfristig erhoffen wir uns weitere Daten. Zudem ist die Anbindung an die Lehre sinnvoll. Studierende können in diese Maßnahmen eingebunden werden. Vor allem für unseren Master of Science Klinische Sportphysiologie- und therapie ist dieser Aspekt interessant.«

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare