Jicha: »Es ist einfach irre

(dpa/sid). Trainer Filip Jicha vom deutschen Meister THW Kiel hat erneut den Raubbau an Gesundheit und Kräften der Spieler in der Handball-Bundesliga beklagt. »Von der Belastung her ist es für Spitzensportler eine Situation, die definitiv Spuren hinterlassen wird«, sagte der Tscheche dem NDR. »Hintenheraus werden diese Wochen der Terminhatz manche Profikarrieren sicherlich etwas abkürzen.

Davon bin ich überzeugt.«

Insbesondere die Saison unter Pandemiebedingungen mit Quarantäne-Zwangspausen und dicht aufeinander folgenden Nachholspielen werden nach Überzeugung Jichas starke negative Auswirkungen haben. »Wir waren 14 Tage in Quarantäne, haben anschließend in 14 Tagen sieben Pflichtspiele gemacht, gar nicht trainiert - und dann sind die Jungs zur Nationalmannschaftswoche gefahren. Unsere Spieler waren einen Monat ohne Training und haben unglaublich Spiele weggeballert. Das war wirklich ein Hasard«, berichtete der 38-Jährige: »Das finde ich schockierend.« Jichas Kommentar : »Es ist einfach irre!

Der deutsche Handball-Rekordmeister hat unterdessen den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Spielmacher Miha Zarabec (29) um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2023 verlängert.

Zarabec läuft seit 2017 für Kiel auf und gewann in dieser Zeit mit dem Klub den DHB-Pokal und den EHF-Cup (2019) sowie die Meisterschaft und die Champions League (2020). »Miha ist ein Handballspieler mit einem unglaublichen Spielverständnis. Ich sehe in ihm noch viel mehr, habe aber manchmal das Gefühl, dass Miha selbst nicht weiß, wie gefährlich er wirklich sein kann«, sagte THW-Trainer Filip Jicha.

Der THW Kiel sei sein Traumverein, sagte der slowenische Nationalspieler: »Wenn du dieses Logo auf der Brust trägst, bekommst du Gänsehaut.«

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