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Janet Zeltinger, Trainerin des Rollstuhlbasketball-Bundesligisten RSV Lahn-Dill, hat maßgeblichen Anteil an der Meisterschaft des GC Winnerod.

Janet Zeltinger macht alles klar

  • VonRichard Albrecht
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(ria). Großer Jubel beim GC Winnerod. In der AK 30 feierten das Damenteam (3. Liga Nord) sowie das erste Herrenteam (2. Liga Nord) die Golf-Meisterschaft. Während die Damen den Aufstieg bereits sicher haben, müssen die Herren noch das Aufstiegsspiel gegen Hanau am heutigen Samstag gewinnen, um in die 1. Liga aufzusteigen. Die Licher Herren (2. Liga Nord) wurden Vizemeister, die Licher Damen (2.

Liga Nord) müssen trotz ihres Tagessiegs zum Saisonabschluss noch bangen, ob der dritte Tabellenplatz zum Klassenerhalt reicht.

Damen, 2. Hessenliga Nord: Am letzten Spieltag auf dem anspruchsvollen Platz in Bad Homburg brauchte das Team aus Lich, als Tabellenvierter angereist, noch einmal ein gutes Ergebnis, da wegen der Reduzierung der Gruppe auf vier Mannschaften in der nächsten Saison noch nicht feststeht, wie viele jetzt absteigen müssen. Trotz des Fehlens von Anne Pfannkoch-Storbeck und Susann Vellenzer und ohne Streicher sollte das dann auch gelingen. Mit dem Tabellendritten Idstein und Spitzenreiter Praforst lieferte man sich ein spannendes Rennen um den Tagessieg. Am Ende triumphierten die Damen aus Lich, einen Zähler vor Idstein und fünf vor Praforst. Nadine Maletzki (81) und Cigdem von Nessen (82) scorten am besten, aber auch Silvia Kuhl (85), Christina Behringer (87) und Anja Tomassini (87) sorgten dafür, dass es keinen Ausreißer nach oben gab, was den Ausschlag für den Tagessieg gab. Damit überholte Lich in der Tabelle Idstein. Jedoch reichte es nicht, das Gastgeberteam aus Bad Homburg, Vierter der Tageswertung, von Rang zwei zu verdrängen, bei Punktgleichheit hatten die Licherinnen elf Schläge zu viel auf dem Konto. Der Klassenerhalt ist damit allerdings noch nicht gesichert. Der letzte Spieltag der 2. Liga Süd am Wochenende entscheidet, ob in der Nordgruppe vielleicht doch drei Teams absteigen müssen.

Abschlusstabelle (Punkte/Schläge über CR): 1. Praforst 19/403,5; 2. Bad Homburg 16/452,5; 3. Lich 16/463,5; 4. Idstein 15/451,5; 5. Attighof 9/539,5.

Showdown in Bad Homburg

3. Hessenliga Nord: Am letzten Spieltag in Winnerod kam es zum Showdown zwischen den beiden punktgleichen Teams aus Winnerod und Marburg, die anderen aus Braunfels, Waldeck und Friedberg hatten mit dem Titelrennen nichts mehr zu tun. Von Flight zu Flight wuchs die Spannung, nach und nach vergrößerten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung. Yvonne Zimmer-Ackermann legte mit 80 Schlägen die beste Bruttorunde des Tages vor - und nachdem Susanne Hubatschek (84) und Susanne Biel im Clubhaus waren, betrug der Vorsprung acht Schläge. Durch Rookie Katrin Köhler (93) kam ein weiterer Schlag dazu. Für die Entscheidung sorgte ein weiterer Rookie: Janet Zeltinger. Die Trainerin des Rollstuhlbasketballteams RSV Lahn-Dill hatte sich über die Saison kontinuierlich gesteigert, baute mit ihrer 89 den Vorsprung auf 17 Schläge aus und wurde Erste der Nettowertung. So machte Winnerod den Tagessieg, Meisterschaft und Aufstieg in die 2. Hessenliga Nord perfekt. »Unsere Neuen Janet Zeltinger, Katrin Köhler, Heike Mauthe und Maria Topp haben in jeglicher Hinsicht eine Bereicherung für das Team dargestellt und eine starke erste Saison gespielt«, freute sich Kapitänin Yvonne Zimmer-Ackermann über den Coup. »Über die Saison hinweg haben wir mit gutem Teamgeist und Zusammenhalt eine sehr gute und geschlossene Mannschaftsleistung geboten.«

Abschlusstabelle (Punkte/Schläge über CR): 1. Winnerod 20/472,5; 2. Marburg 19/497,5; 3. Braunfels 14/546,5; 4. Waldeck 12/570,5; 5. Friedberg 10/625,5

Herren, 2. Hessenliga Nord: Eigentlich hatte der Titel schon am vorletzten Spieltag auf eigenem Platz eingetütet sein sollen, doch das Team aus Lich hatte dem Tabellenführer aus Winnerod mit einem Schlag Vorsprung den Tagessieg weggeschnappt und so die Entscheidung auf den Saisonabschluss in Bad Homburg vertagt. »Bad Homburg (Par 66) ist einer der anspruchvollsten Plätze in Hessen. Hier besteht nur das Team, das die wenigsten Fehler macht«, machte Winnerods Kapitän Sascha Michele keinen Hehl daraus, wie sehr ihn das Ergebnis des Heimspieltags gewurmt und er sich für den letzten Spieltag weniger Spannung und ein größeres Polster als einen Punkt und 20 Schläge Vorsprung erhofft hatte. Der Verlust von 20 Bällen auf den Proberunden war ein weiterer Warnschuss für das Team. Als es aber darauf ankam, zeigten sich die Winneröder sehr konzentriert und vermieden unnötiges Risiko. Zwar nutzte Schlusslicht Bad Homburg seinen Heimvorteil zum Tagessieg (40 Schläge über Par), doch Niko Kumst (70), Karsten Hinn (75), Sascha Michele und Christian Hetfleisch (beide 76) sowie Mike Hopper (77) blieben nur vier Schläge darüber, hielten den Licher GC (66 über Par) klar auf Distanz und sicherten sich mit Platz zwei der Tageswertung ungefährdet die Meisterschaft. »Pfeilschnelle Grüns, schwierige Fahnenpositionen und zwei Stunden Dauerregen haben es uns nicht gerade leicht gemacht, aber mit der richtigen Defensivtaktik konnten wir uns schließlich den Meistertitel sichern. Das ist aber nur ein Etappenziel, am 25. September müssen wir im Aufstiegsspiel gegen den Meister der 2. Liga Süd Hanau noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um die Saison mit dem Aufstieg zu krönen«, blickte Michele bereits nach vorne. Für das Licher Team blieb lediglich Jannik Motzko unter 80 Schlägen (71). Stefan Hassler (80), Karsten Gail (80), Jochen Kaiser (82) und Werner Tomassini (83) konnten den Winnerödern nicht noch einmal ein Bein stellen.

Trotzdem zog Kapitän Stefan Hassler ein zufriedenes Saisonfazit: »Nach dem Corona-Jahr haben wir alle den Wettbewerb genossen, mit dem zweiten Tabellenplatz sind wir absolut zufrieden.« Abgeschlagen auf Rang vier der Tageswertung das Team aus Bad Nauheim, das stark ersatzgeschwächt angetreten war und u. a. auf seinen frischgebackenen Mannschaftseuropameister Marc vom Hagen verzichten musste.

Abschlusstabelle (Punkte/Schläge über Par): 1. Winnerod 13/148; 2. Lich 11/190; 3. Bad Nauheim 9/229; 4. Bad Homburg 7/226.

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