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BBA Gießen 46ers vor dem Start in die U19-Bundesliga (hinten, v. l.): Athletiktrainer Yanneck Strohl, Karl Maruschka, Hannes Bergmann, Finn Jakob, Till Wagner, Philipp Bötz, Robin Njie, Fabian Baumgarten, "Co"-Trainer Christoph Müller; vorne (v. l.): Cheftrainer Ivica Piljanovic, Yuma Janeck, Paul Schneider, Tim Schneider, Paul Carl, Jannis Hahn, Nicolai Sann, Berkant Campinar, Sebastian Brach, "Co"-Trainer Johannes Lischka.

Ivica Piljanovic neuer Trainer der U19

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Neue Saison, neuer Trainer, neuer Modus, neue Herausforderungen. Die NBBL-Mannschaft der Basketball Akademie Gießen 46ers steht vor großen Aufgaben durch die neue Gruppeneinteilung der U19-Bundesliga. Die Mannschaft von Ivica Piljanovic und Johannes Lischka geht in der Hauptrunde A im Süden gegen die besten Nachwuchsteams des Landes an den Start.

Nach 13 Jahren hat die NBBL zur Saison 2019/20 ihr Konzept von regionalen Gruppen zu einer leistungsbasierten Einteilung der Teams umgestellt. Für die BBA Gießen 46ers bedeutet die Playoff-Teilnahme der vergangenen Saison dabei den Start in der höherwertigen Hauptrunde A. Die 16 besten Teams des Vorjahres messen sich dort. Für den Gießener Vertreter bedeutet das Spiele gegen fünf Nachwuchsteams anderer Bundesligisten sowie zwei weiterer ambitionierter Standorte. Mit dem FC Bayern München wartet dabei unter anderem der Titelverteidiger auf die Jungs von Ivica Piljanovic. In der neuen Umgebung wird es vor allem darum gehen, die Spieler zu entwickeln und am Ende der Saison den Klassenerhalt zu schaffen. Dazu muss ein Platz unter den ersten sechs Mannschaften erreicht werden.

Das Team besteht für die neue Saison vor allem aus den 2001er- und 2002er-Spielern. Die beiden älteren der drei möglichen Jahrgänge weisen dabei zum Teil schon Erfahrung aus der NBBL auf, andere spielten in der Vorsaison vor allem in der U18-Oberliga unter ihrem jetzigen Coach. Mit dem Kronberger Nicolas Lagerman bleibt den 46ers ihr zweitbester Punktesammler der vergangenen Saison erhalten. Der athletische Flügel sorgte bereits für das ein oder andere Aufspringen in der Osthalle, wenn er spektakulär am Ring abschloss. Mit Jannis Hahn ist weiterhin ein aus der Distanz gefährlicher Spieler im Kader der NBBL, der auch bei den Rackelos in der ProB zum Einsatz kommt. Robin Njie und Till Wagner gehen ebenfalls in ihr zweites Jahr und sollen die altersbedingten Abgänge von Spielern wie Tim Köpple oder David Amaize auffangen.

An der Spitze der Spieler aus dem 2002er- Jahrgang steht Sebastian Brach. Der Guard zeigte bereits beim Saisonauftakt der Gießen 46ers Rackelos in der ProB sein Talent und soll sich im NBBL-Team zu einem absoluten Leistungsträger entwickeln. Auch fest im Team stand bereits Tim Schneider, der bei den Gießen Pointers in der 1. Regionalliga bereits zu einem wichtigen Vorlagengeber gereift ist. Ein weiterer Spieler, der in der dritthöchsten Männerspielklasse zum Einsatz kommen könnte, ist Paul Carl. Der 17-jährige Pointguard wird in seinem zweiten NBBL-Spieljahr mehr Verantwortung übertragen bekommen. Während es bei den Aufbauspielern und auf dem Flügel genug Auswahl für das neue Trainergespann geben wird, könnte sich in Korbnähe der ein oder andere Nachteil ergeben. Während die Spitzenteams durchweg mit Spielern weit über der Zweimetermarke auftrumpfen können, müssen die Gießener andere Wege gehen. Mit Finn Jakob kehrt dabei ein Spieler aus Lich zurück zum Bundesliga-Nachwuchs, der seine zwei Meter Körpergröße gewinnbringend einsetzen soll.

Die Gegner in der Nachwuchs Basketball Bundesliga werden dabei zu echten Gradmessern. Auftaktgegner Ludwigsburg kann mit Ariel Hukporti und Radii Caisin gleich zwei NBBL-Allstars der Saison 18/19 aufbieten, die beide in der jungen BBL-Saison fest zur Rotation der BBL-Mannschaft gehören. Mit Bayern München und Bamberg/Breitengüßbach stehen zudem gleich zwei TOP4-Teilnehmer der letzten Saison als Gegner parat. Auch die Frankfurter werden zum Derby erneut einige Jugendnationalspieler aufbieten. Als Konkurrenten um den Klassenerhalt könnten sich dagegen die Nachwuchsteams der Nürnberger und Bayreuther entpuppen, die ohne bekannte Namen in die Spielzeit gehen.

Mit einem Spielstil, ähnlich wie ihn die Rackelos in der ProB praktizieren, wollen die Jung-46ers auch gegen die vermeintlich größeren Teams für Furore sorgen. Aggressive Verteidigung und schnelles Spiel nach vorne sind das Rezept für den Erfolg in der NBBL, wo die Mittelhessen als Team aus der Mitte des Landes die weitesten Wege ihrer Gruppe haben werden. Los geht das Unterfangen am Samstag mit dem Auswärtsspiel in Ludwigsburg, ehe am Samstag (19. Oktober) das erste Heimspiel um 18 Uhr gegen Bamberg in der Osthalle ansteht. Jonathan Schmidt

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