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Tristan Keck (r., EC Bad Nauheim) scheitert an Tigers-Goalie Timo Herden. Am Ende steuert Keck einen Treffer zum 4:2-Erfolg der Roten Teufel bei.

In Unterzahl groß aufgespielt

(cso). Am Ende tanzten und sangen die Fans des EC Bad Nauheim den »Schneewalzer«. Als der 4:2-Erfolg über die Bayreuth Tigers am Freitag dann letztgültig in trockene Tücher gewickelt war, stimmte man die »Humba« an. Nach einem hochklassigen Eishockey-Spiel stehen die Roten Teufel in der DEL 2 weiterhin auf Platz zwei. Tigers-Coach Petri Kujala befand nach der Partie:

»Unser Powerplay hätte besser laufen können.« Sein Gegenüber, Harry Lange, lobte entsprechend das Unterzahlverhalten seines Teams.

Kein Faktor beim Wiedersehen mit den Ex-Kollegen war Cason Hohmann. Der US-Boy war an keinem Treffer beteiligt und ließ sich beim Bad Nauheimer 1:0 gar von Torschütze Jordan Hickmott abkochen, der das Chancenplus des EC erstmals belohnte - in Unterzahl. Aus dem Nichts kamen die Tigers zum Ausgleich. Einen blitzsauberen Angriff über rechts drückte Ivan Kolozvary ins Netz. Nur eine Minute später nutzte die Truppe von Lange ein eigenes Powerplay zum 2:1. Ruhig und clever spielte man den Angriff aus. Körner sah den besser postierten Tristan Keck, der die Führung für seine Farben zurückholte. Allerdings leistete sich die EC-Verteidigung Sekunden danach einen Fauxpas, der Ville Järveläinen alleine aufs Tor laufen ließ. Der Finne glich erneut aus.

Im zweiten Abschnitt sorgte zunächst Taylor Vause im Nachsetzen für Gefahr (28.). Danach brachte vor allem eine doppelte Strafzeit gegen Leon Köhler und Tigers-Akteur Kurt Davis (32.) Unruhe ins Publikum. Die Nauheimer Zuschauer hätten die Strafe lieber nur für den Gästespieler gesehen. Bange Momente hatten die EC-Fans bei zwei Pfostenschüssen der Gäste zu überstehen. Vor der nächsten Sirene brachte Goldhelm Vause das Colonel-Knight-Stadion dann aber doch noch zum Toben. Der Kanadier trug die Scheibe selbst ins Angriffsdrittel, suchte die Anspielstation, fand sie aber nicht. Der Rebound landete wieder bei ihm, sodass er persönlich das 3:2 markierte.

Einen kurzen Auftritt hatte im Schlussdrittel noch mal Hohmann, als er ein Foul von Vause zog. Die anschließende Überzahl brachte für Bayreuth nichts ein. Besser machten es die Teufel. Im Powerplay nahm zunächst Hickmott Maß, den Abpraller versenkte Jerry Pollastrone kurz vor Ende der Überzahl. Dass der US-Import im Nachgang zum Spieler des Tages gekürt wurde, mag auch an seinem Einsatz in der Schlussphase gelegen haben. Als die Tigers im Powerplay ohne Goalie noch mal sechs gegen vier spielten, warf sich der Nauheimer Stürmer beherzt in einen Zweikampf und beförderte die Scheibe hinter die blaue Linie.

Steno / Tore: 1:0 (16.) Hickmott (Sekesi - SH1), 1:1 (19.) Kolozvary (Järveläinen, Davis), 2:1 (20.) Keck (Körner, Wörle - PP1), 2:2 (20.) Järveläinen (Kretschmann), 3:2 (38.) Vause, 4:2 (51.) Pollastrone (Hickmott, M. Köhler - PP1). - SR: Engelmann/Janssen. - Zu.: 2209. - Zeitstrafen: 14:10 Minuten.

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