IMG_6023_2_2_Mohr_Schnei_4c_1
+
Kein Durchkommen für den Lumdataler Florian Mohr (in weiß). Im zweiten Abschnitt lassen die Busecker (hier v. l. in blau: Lukas Schneider, Jonas Coletta und Pascal Schüler) nur acht Treffer der Gastgeber zu.

In Schlussphase effektiver

  • Harold Sekatsch
    VonHarold Sekatsch
    schließen

(se). Mit insgesamt fünf Spielen verabschiedeten sich die Mannschaften der Handball-Bezirksoberliga in die Weihnachtspause. Dabei trennten sich im Spitzenspiel der Gruppe 1 die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III und die HSG Dilltal mit 22:22. Die »Dritte« des Bundesligisten führt die Tabelle mit nunmehr 13:1 Punkten an, Dilltal folgt mit 11:3 Zählern.

Ohne Sieger (27:27) endete auch die Partie zwischen der MSG Kirchhain/Neustadt (7:7) und dem TV Wetzlar (5:9). Beide wahrten somit die Chance auf das Erreichen der Aufstiegsrunde.

Durch den klaren 30:24-Erfolg bei der HSG Lumdatal II (4:10) verringerte die HSG Großen-Buseck/Beuern (6:8) den Abstand zur oberen Tabellenhälfte, bleibt aber auf Rang fünf. Lediglich zwei Begegnungen konnten in der Gruppe 2 ausgetragen werden, in der die HSG Kleenheim/Langgöns II mit dem 31:24 über den Rangzweiten MSG Florstadt/Gettenau die Führung ausbaute und nun 9:1 Zähler aufweist, 6:4 Punkte hat die MSG auf dem Konto. In einer weiteren Partie unterlag die HSG Linden II (4:8) der HSG Mörlen (5:7) mit 23:28 und fiel hinter dem Samstagsgast in der Tabelle auf den vorletzten Platz zurück.

Fortgesetzt werden soll die Punkterunde in beiden Staffeln am 8./9. Januar. Zwei der drei in der Gruppe 2 ausgefallenen Spiele sind inzwischen neu terminiert worden: Rechtenbach - Kleenheim-Langgöns II (20. Januar, 20 Uhr) und Wettertal - Rechtenbach (25. Januar, 20 Uhr).

Gruppe 1 / HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III - HSG Dilltal 22:22 (10:13): «Wir haben super gedeckt, hatten vorn viele gute Abschlüsse und verdient zur Halbzeit mit drei Toren geführt«, befand Gästetrainer Bernd Wagner. Mit dem Auftritt nach Wiederbeginn war er dann nicht mehr so zufrieden. »Wir hatten unsere obligatorischen zehn Minuten und haben Dutenhofen wieder ins Spiel kommen lassen.« So holten die Gastgeber Tor um Tor auf und stellten nach 38 Minuten durch Niklas Kinzenbach auf 16:16. Nach 58 Minuten warf Patrick Müller die HSG Dilltal mit 22:21 in Front, doch eine halbe Minute später stellte Dutenhofens Sebastian Rompf den Gleichstand zum 22:22 her. Torben Wegner, Trainer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ausgang der Partie. »Meine Mannschaft hat mit Spaß und Leidenschaft gespielt«, erklärte er, froh darüber, noch einen Punkt geholt zu haben.

Beste Torschützen, Dutenh./Münchh.: Niklas Kinzenbach (7/4), Schaus, Rompf (je 5). - Dilltal: Funke (7/2), Ziehm (6), Patrick Müller, Becker (je 3).

HSG Lumdatal II - HSG Großen-Buseck/Beuern 24:30 (16:15): »Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Seiten«, berichtete Lumdatals Trainer Fabian Hoepfner, der trotz der Niederlage eine der besten Saisonleistungen seiner Mannschaft ausgemacht hatte. »Wir haben einfache Tore über die zweite Welle gemacht und standen in der Deckung gut«, ergänzte er und verband dies mit einem Lob an die gesamte Mannschaft. Doch nach dem 9:5 (Pascal Schüler/14.) lief es nicht mehr ganz so rund bei den Gastgebern: »Wir haben Probleme gehabt, in die Tiefe zu gehen und sind in die Breite gestoßen. In der Abwehr haben wir ein paar Fahrlässigkeiten gehabt.«

Und Busecks Trainer Jens Hohaus räumte ein: »Wir sind in der Abwehr und im Angriff zu lethargisch aufgetreten.« Nach einer Auszeit haben die Gäste den Rückstand reduziert und lagen bei Seitenwechsel nur noch mit einem Tor im Hintertreffen. »Unser Mittelmann Pascal Schüler hat heute zwingender als zuletzt gespielt«, nennt Hohaus einen Grund für die Steigerung bei seiner HSG. »Zusätzlicher Winner« sei Torhüter Marcel Lange gewesen, der »gerade in der zweiten Halbzeit einige Bälle ›rausgenommen‹ hat«. Nach dem 19:19 (40.) zogen die Gäste bis zur 49. Minute auf 25:20 davon. »Da hatten wir eine lange ›Dürrephase‹ ohne Tor«, erklärte der Trainer der Lumdataler. Doch seine Mannschaft gab sich nicht geschlagen und stellte bis zur 52. Minute den Anschluss zum 24:25 her. »Das war so geil, wie die Mannschaft gekämpft hat«, lobte Hoepfner seine Spieler, kritisierte aber dann das Schiedsrichtergespann, dass in der Schlussphase einige »unglückliche Entscheidungen« getroffen hätte. »Das hat dazu geführt, dass das Spiel in die Richtung geht«, ergänzte er, sah aber »keine spielentscheidenden Fehler« bei den Unparteiischen. Jens Hohaus hob neben Marcel Lange und Pascal Schüler Linksaußen Florian Hirschmann hervor, dem vier Treffer gelangen. »In der 52. Minute stand das Spiel noch auf der Kippe. Danach sind wir mehrere Schnellangriffe gefahren und waren damit erfolgreich«, freute sich der Gästetrainer über die letzten Minuten in dieser Partie. Unter dem Strich wurden die Lumdataler unter Wert geschlagen, denn gerade in der zweiten Hälfte hatten sie vor allem im Abschluss Pech.

Beste Torschützen, Lumdatal II: Schmidt (6), Schuchmann (5/1), Mohr, Machava, Hasenkamp (je 4). - Buseck: Jan Schneider (7/3), Schüler (7), Stein (5/2), Hirschmann (4).

MSG Kirchhain/Neustadt - TV Wetzlar 27:27 (13:13): Beste Torschützen, Kirchhain/N.: Nick Maier (7), Walz (5), Billek (4/4), Seifart (4), Pfab (3). - Wetzlar: Dubiys (7/6), Breining (6), Käppler (5), Stanzel, Menger (je 3).

Gruppe 2 / HSG Kleenheim/Langgöns II - MSG Florstadt/Gettenau 31:24 (16:8): Logischerweise bewerteten beide Trainer die Partie höchst unterschiedlich. »Das war ein sehr gutes Spiel von uns, vor allem in der ersten Halbzeit«, stellte Kleenheims Coach Julian Reusch fest. »Wir haben offensiv aus einer stabilen Deckung heraus mit viel Tempo gespielt und auch im gebundenen Spiel haben wir es geschafft, die körperlich starke Florstädter Abwehr in Bewegung zu bekommen.«

Sein Kollege auf Seiten der Gäste, Thorsten Dietzel, konstatierte: »In der ersten Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Gerade in den ersten 15 Minuten hat die Abwehr nicht gut gestanden. Das wurde erst mit der defensiveren Ausrichtung besser.« So führten die Hausherren nach 15 Minuten mit 10:4 und hatten damit die Grundlage für den späteren Sieg gelegt. Bis zum Seitenwechsel bauten die Kleenheimer ihren Vorsprung sogar auf acht Tore aus. »Dem Rückstand sind wir immer hinterher gelaufen«, bedauerte Dietzel, dessen Mannschaft es nicht schaffte, den gegnerischen Vorsprung entscheidend zu reduzieren.

Die HSG hielt die Gäste auf Distanz. Allerdings war Trainer Julian Reusch mit dem Auftritt seiner Mannschaft im zweiten Durchgang nicht zufrieden. »Wir haben zu viele technische Fehler gemacht. Das hat mich persönlich stark geärgert«, vermisste er einmal mehr die Konstanz im Spiel. Trotz der Niederlage war auf der anderen Seite Thorsten Dietzel nicht völlig unzufrieden: »Positiv war, dass wir uns nicht aufgegeben haben«, sagte er. Die Spielstände von 21:12 (40.) und 28:19 (50.) belegen, dass der Sieg des Tabellenführers nach der Pause aber nicht ansatzweise in Gefahr geriet.

Beste Torschützen, Kleenheim/Langgöns II: Weller (10/2), Klarner (5), Keßler (4/2), Faatz (4), Philipp Schäfer, Keil (beide 3). - Florstadt/G.: Peppler (5/1), Starck (5), Schildger, Stewen (je 4), Wenisch (3).

HSG Linden II - HSG Mörlen 23:28 (9:16): »Wir haben eine bärenstarke erste Halbzeit gespielt«, zeigte sich Mörlens Trainer Kevin Dannwolf hinterher erfreut über die Leistung seiner Mannschaft. »Damit hatte ich nicht gerechnet, da wir fünf Ausfälle zu verkraften hatten.« Tief enttäuscht zeigte sich auf der anderen Seite Sören Asboe, Trainer der Lindener »Zweiten«. »Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gekommen«, befand er und monierte vor allem das Zweikampfverhalten. Nach zehn Minuten lag sein Team mit 1:6 im Hintertreffen. »Wir haben uns davon nicht mehr erholt, und auch nicht die nötige Aggressivität in der Abwehr gefunden.« Die Folge: Mörlen baute den Vorsprung bis zum Wechsel auf 16:9 aus. »Die erste Halbzeit war der Schlüssel zum Erfolg«, stellte Dannwolf zu Recht fest, denn im zweiten Durchgang entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. »Wir haben die Abwehr auf 4:2 und teilweise 3:3 umgestellt. Das lief dann zufriedenstellend«, berichtete Asboe. Allerdings: »Die Fehlerquote war extrem hoch und die Abschlüsse waren mangelhaft. So wird es im Abstiegskampf sehr schwierig.« Kevin Dannwolf zeigte sich rundum mit der Leistung seines Teams zufrieden: »Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft, da vor allem Kampf, Emotionen und Leidenschaft gestimmt haben.«

Beste Torschützen, Linden II; Rühl (7), Laun, Kehl (je 4), Hirzmann, Lenz (je 3). - Mörlen: Bernhard Dietz (6/2), Alt (6), Wulf (5/3), Berger (5),Berlich, Otto (je 3).

Jan Schneider von der HSG Großen-Buseck/Beuern trägt mit seinen sieben erzielten Treffern einen großen Anteil am Sieg seines Teams bei der HSG Lumdatal II.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare