Andrea Trinchieri
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Andrea Trinchieri

Der impulsive Italiener

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(sid). Keine Kompromisse, keine Ausreden: Geschäftsführer Marko Pesic von Basketball-Bundesligist Bayern München hat nach einer enttäuschenden Saison den Druck auf seine Profis deutlich erhöht. "Wir müssen wieder attackieren, wenn wir Champion werden wollen. Wir haben etwas zu beweisen. So etwas wie in der vergangenen Saison darf nicht mehr passieren", sagte Pesic am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Cheftrainers Andrea Trinchieri.

Die Mannschaft müsse wieder "Hunger haben und mit 100 Prozent Enthusiasmus dabei sein", forderte der 43-Jährige. Dies sei seinem Team zuletzt "abhanden gekommen". Ab sofort werde es "keine Ausreden mehr geben". Und wenn alles zusammenpasse, so Pesic weiter, "werden wir auch wieder gute Chancen haben, Titel zu holen."

Dafür haben die Bayern den impulsiven Italiener Trinchieri verpflichtet, der mit klaren Vorstellungen von Partizan Belgrad nach München gekommen ist. "Es wird keine Kompromisse geben. Die Spieler müssen bereit sein, alles zu geben. Das ist mein Mantra", betonte der 51-Jährige, von 2014 bis 2018 Erfolgscoach in Bamberg. Man wolle Meister Berlin "natürlich jagen, wir wollen ihre Burg angreifen."

Noch bastelt der fünfmalige Meister nach den Abgängen der Nationalspieler Danilo Barthel und Maodo Lo an einem schlagkräftigen Kader, der Alba wieder vom Thron stoßen und in der EuroLeague eine bessere Rolle als zuletzt spielen soll. Vor allem "die Chemie" in der Mannschaft müsse stimmen, sagten Pesic und Trinchieri unisono.

Bei der Auswahl der Spieler werde der FCB in den Corona-Zeiten aber finanziell "kein Risiko eingehen", sagte Pesic und sprach von einer "großen Herausforderung", die im November beginnende Saison "seriös" zu planen. Klar ist für den 43-Jährigen nur: "Wir werden uns von Klubs wie Barcelona oder Moskau nicht treiben lassen und unseren eigenen Weg gehen. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen." Man müsse "kreativ sein" und bei der Auswahl der Spieler "noch genauer hinschauen", ergänzte Trinchieri.

In der vergangenen Saison hatte nicht so viel gepasst. Den FC Bayern hatte beim Bundesliga-Finalturnier als Tabellenführer der abgebrochenen Hauptrunde ebenso das frühe Aus ereilt wie zuvor im Pokal-Achtelfinale. In der EuroLeague blieb das Team weit hinter den Erwartungen.

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