1. Gießener Allgemeine
  2. Sport
  3. Lokalsport

»Ich habe Bock auf die Mannschaft«

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marc Steinert

Kommentare

_1SPOLSPORT17-B_073620_4c
Martin Saul © pv

(mgs). Trotz der prekären Tabellensituation in der 3. Frauenhandball-Liga kam die Entlassung Marc Langenbachs bei der HSG Kleenheim-Langgöns nach der Niederlage gegen die TSG Eddersheim (20:24) am vergangenen Sonntag für viele Beobachter doch überraschend. Mit Martin Saul präsentierte der Vorstand aber bereits am Montag einen Nachfolger. Wir haben mit dem 51-jährigen A-Lizenz-Inhaber, der seit 34 Jahren im Trainergeschäft unterwegs ist, darüber gesprochen, was ihn zu seiner Zusage bewogen hat, wie er den Zustand der Mannschaft beurteilt und was er vor der wichtigen Partie beim 1.

FSV Mainz 05 II am heutigen Samstag (18 Uhr) schon verändern oder bewegen kann.

Herr Saul, kam die Anfrage der HSG Kleenheim-Langgöns für Sie überraschend? Sie waren zuletzt ja eher im Jugend- als im Aktivenbereich zu Hause?

Nein, gänzlich überraschend kam diese nicht, denn der Verein hatte schon vor ein paar Jahren mal bei mir angefragt. Damals war ich aber noch in Dutenhofen/Münchholzhausen tätig und hatte dort auch schon meine Zusage gegeben. Zumindest der weibliche Bereich ist mir natürlich auch durch meine jüngste Tätigkeit bei den A-Juniorinnen Bieber/Heuchelheims nicht fremd, die 3. Liga ist aber Neuland!

Was hat letztlich den Ausschlag für Ihre Zusage gegeben?

Die Tatsache, dass ich einfach Bock auf diese Mannschaft habe. Alles in allem ist es eine sehr junge Truppe, und ich bin arbeite schon gerne mit jungen Spielerinnen und Spielern zusammen. Aber es besteht zudem ja auch ein guter Mix aus Erfahrung und Jugend, sodass ich das wirklich als eine sehr interessante Aufgabe empfinde. Zudem muss ich sagen, dass die HSG Kleenheim/Langgöns nicht irgendwer ist, sondern in dieser Region im Frauenbereich ja schon seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle einnimmt.

Am Dienstagabend fand die erste Trainingseinheit statt. Wie ist Ihr Eindruck von Ihrer neuen Mannschaft?

Der Eindruck ist sehr, sehr gut. Selbstverständlich sind Trainerwechsel in der Saison immer unschön und verlaufen nie reibungslos. Das habe ich sowohl als Spieler als auch als Co-Trainer und Trainer schon erfahren müssen. Daher standen vor und nach der Einheit auch viele Gespräche an. Das Kennenlernen, auch der gegenseitigen Philosophien, stand im Vordergrund. Aber wir haben in den 90 Minuten Training auch richtig gut gearbeitet.

Zeit bleibt bei einem Trainerwechsel während der Saison praktisch keine. Welche Ihrer Vorstellungen können Sie hinsichtlich der Partie bei Mainz 05 II denn schon einbringen?

Das stimmt. Die Zeit ist knapp, und natürlich kann ein Trainer seine Vorstellungen nicht binnen ein, zwei Einheiten umsetzen. Aber es gibt viele kleine Stellschrauben, an denen man drehen und wodurch man mit wenigen Mitteln schon etwas bewegen kann. Ob das bis zum Wochenende gelingt, müssen wir abwarten, aber auch danach kommen ja noch weitere wichtige Partien. Es wäre natürlich super, wenn wir mit einem positiven Erlebnis starten können. Bei einer jungen Truppe sind die Schwankungen noch hoch, das war auch im bisherigen Saisonverlauf zu sehen. Daher hoffe ich, dass es uns gelingt, diese zu minimieren. Madeleine Buhlmann und Katha Weber als erfahrenen Spielerinnen kommt da auch eine wichtige Rolle zu, um unsere Defensive zusammenzuhalten und natürlich auch durch ihr gutes Standing in der Mannschaft.

Auch interessant

Kommentare