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Hungen/Lich schlägt Bieber im Hessenfinale der weiblichen C-Jugend

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Es war eine rein heimische Angelegenheit in Bad Soden. Im Finale um die Hessenmeisterschaft der weiblichen C-Jugend waren die "Gießener" unter sich. Die HSG Hungen/Lich triumphierte.

Die Hassselgrundhalle in Bad Soden platzte aus allen Nähten. Vor in der Spitze über 700 Zuschauern gingen die Hessenmeisterschaften der weiblichen Jugend C mit der HSG Hungen/Lich und der KSG Bieber dort über die Bühne. Im mittelhessischen Duell behielt die HSG mit 20:14 (10:6) die Oberhand. In den Halbfinals setzten sich Hungen/Lich und Bieber gegen die HSG Bachgau und die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt durch.

Halbfinale / wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt – KSG Bieber 17:24 (4:12): Mit über 80 eigenen Zuschauern im Rücken und gestützt auf eine unheimlich agile 3:2:1-Deckung konnte Bieber im Hexenkessel der Hasselgrundhalle Staffelsieger Süd und Gastgeber wJSG Bad Soden völlig verdient mit 24:17 besiegen. "Gestützt auf eine bärenstarke Torhüterin Jule Hellweg konnten wir immer wieder unser schnelles Umschaltspiel aufziehen und einfache Tore über die erste und zweite Welle erzielen", analysierte Biebers Trainer Thomas Kneissl. Nach gut elf Minuten hatte Emma Hofmann Bieber bereits mit 6:1 (12.) in Führung gebracht. Über 9:4 (18.) sorgte bei einer Spielzeit von 2x 20 Minuten vier Sekunden vor dem Seitenwechsel Anna-Lena Menne für den 12:4-Pausenstand. Genau nach einer halben Stunde gelang Luana Lerch das 18:10. Die siebenfache Torschützin Emma Hofmann sorgte beim 20:10 (32.) für die klarste Bieberer Führung. Am Ende hieß es 24:17 für die KSG. "Am Ende konnten wir allen Spielerinnen genügend Spielzeit geben und wir konnten munter durchwechseln", sagte Co-Trainerin Maren Kneissl. Trainerin Lena Klein erläuterte weiter: "Vor allem Anna-Lena Menne und Emma Hofmann konnten sich immer wieder sehr gut in Szene setzen, sodass wir uns bei unserer ersten Teilnahme an der Hessenmeisterschaft gleich für das Finale qualifizieren konnten."

KSG Bieber: Marina Kneissl, Hellweg; Wagner (1), Matter, Lest, Saul (5), Hofmann (7), Kruschek, Zala-toriute (1), Lerch (3), Dudenhöfer, Menne (6), Schwarze (1).

HSG Hungen/Lich – HSG Bachgau 19:12 (10:6): Hungen/Lichs Trainer Ulli Will sprach nach dem Spiel davon, "dass Bieber das bessere Halbfinale spielte". Dem Nord-Hessenmeister gelang vor 120 eigenen Zuschauern immerhin ein Start-Ziel-Sieg gegen den Süd-Zweiten. Nach 94 Sekunden stellte Emma Niebergall auf 2:0 (2.). Bis zum 2:3 (6.) blieb Bachgau dran, ehe Madeleine Nathes auf 5:2 (7.) erhöhte. Jana Haas, Goalgetterin der HSG Hungen/Lich stellte auf 8:3 (16.), ehe beim 10:6 die Seiten gewechselt wurden. Nach Wiederbeginn erhöhte Hungen/Lich vom 14:10 (33.) auf 17:10 (37./Jana Haas), womit alles entschieden war. "Bachgau bot eine starke Abwehrleistung; trotz des Sieges waren bei uns einige Mängel auszumachen", stellte Ulli Will klar. "Bachgaus gefährlichste Schützin, Linkshänderin Tamir Adanir, die kürzlich eine Einladung zu einem DHB-Sichtungslehrgang erhalten hatte, wurde bei einem Feldtor gehalten", freute sich Will.

HSG Hungen/Lich: Schneider; Lehmann, Nathes (2), Niebergall (3), Lotz (1), Schäfer (2), Nau (3), Haas (8/1), Toews, Haller, Bodach.

Finale / KSG Bieber – HSG Hungen/Lich 14:20 (6:10): Jana Haas sorgte für die 2:0-Führung (3.) der HSG Hungen/Lich. Bieber konnte beim 4:4 (7.) durch Sandra Kruschek ausgleichen. Gretha Nau und Jana Haas stellten auf 8:4 (12.) für Nord-Hessen-meister Hungen/Lich. Anna-Lena Menne verkürzte für die KSG Bieber per Siebenmeter auf den 6:10-Pausenrückstand. Nach dem Wechsel konnte Soe Wagner für Bieber auf 8:12 (25.) verkürzen. Lotz erhöhte für Hungen/Lich auf 15:9 (29.), ehe Jana Haas beim 16:9 (30.) die höchste Führung herausgearbeitet hatte und Luana Lerch acht Sekunden vor Ende den 14:20-Schlusspunkt setzte.

"Die KSG Bieber war top auf uns eingestellt, clever vorbereitet und bot eine starke Teamleistung", sagte Ulli Will, der von seinem "persönlichen Traumergebnis" sprach: "Wir sind Hessenmeister geworden, und mein Heimatverein Zweiter, ich habe mit beiden Mannschaften gefeiert."

"Im reinen Mittelhessenderby gegen Hungen/Lich gelang es uns leider nicht mehr, an die starke Leistung aus dem Halbfnale anzuknüpfen. Unseren Mädels merkte man doch zu viel Respekt an, und wir haben noch kein Punktspiel gegen Hungen/Lich gewonnen. Leider haben wir in der Abwehr nicht so den Zugriff zu den Rückraumwürfen von Madeleine Nathes und Jana Haas bekommen", bedauerte KSG-Trainerin Lena Klein. Ihr Trainerkollege Thomas Kneissl (ebenfalls Bieber) sprach von "einem Ergebnis, das auch in dieser Höhe in Ordnung geht, wir haben das Finale nicht verloren, sondern Platz zwei gewonnen, wir sind happy und mehr als zufrie-den. Wir sind das zweitbeste Team Hessens".

KSG Bieber: Marina Kneissl, Hellweg; Wagner (1), Matter (1), Lest, Saul (1), Hofmann (2), Kruschek (1), Zalatoriute (1), Lerch (4), Dudenhöfer, Menne (3/3), Schwarze.

HSG Hungen/Lich: Schneider; Lehmann, Nathes (4), Niebergall (1), Lotz (1), Schäfer (3), Nau (1), Haas (9/2), Toews, Haller (1/1), Bodach.

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