Michel Wingefeld (rechts/Wettenberg II) kann von Fabian Exner (Wettertal) nicht an seinem Treffer gehindert werden. FOTO: RAS
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Michel Wingefeld (rechts/Wettenberg II) kann von Fabian Exner (Wettertal) nicht an seinem Treffer gehindert werden. FOTO: RAS

HSG Hungen/Lich belohnt sich

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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(se). Rückrundenauftakt in der Handball-Bezirksoberliga der Männer. Der erste Spieltag im neuen Jahr brachte nicht völlig unerwartet einen Wechsel an der Tabellenspitze. Neuer Erster ist die HSG Hungen/Lich, die sich mit einem 28:24-Erfolg gegen die HSG Linden II an die Spitze hievte und davon profitierte, dass der bisherige Spitzenreiter HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III bei der HSG Dilltal eine 24:27-Niederlage bezog. Hungen/Lich hat 22:6 Punkte auf dem Konto, Dutenhofen/M. III nunmehr 21:7. Dahinter folgt eine aus drei Mannschaften bestehende Verfolgergruppe mit jeweils 20:8 Punkten. Dieser gehören neben der HSG Dilltal die HSG Wettenberg II (29:23 über die HSG Wettertal) und die HSG Kleenheim/Langgöns II (30:28 über die HSG Großen-Buseck/Beuern) an. Schlusslicht TV Wetzlar (0:28) bleibt punktlos.

HSG Hungen/Lich - HSG Linden II 28:24 (13:14):Carsten Schäfer ist ein Stein vom Herzen gefallen, wie der Trainer der Gastgeber nach der Partie sagte: "Wir hatten sieben Ausfälle", berichtete er und hatte angesichts dieses Umstands vor der Partie ein ungutes Gefühl. "50 Minuten lang verlief die Partie ausgeglichen." Danach zog seine Mannschaft unaufhaltsam davon und kam noch zu einem relativ klaren Sieg, der mit der Tabellenführung belohnt wurde.

Auch Lindens Coach Conrad Melle war nicht unzufrieden. "Wir haben eine gute Leistung abgeliefert. Diese Vorstellung macht Mut für die anstehenden Aufgaben. Positiv ist zudem zu bewerten, dass einige Langzeitverletzte wieder zurück sind."

Die Lindener kamen besser aus den Startlöchern und lagen nach sieben Minuten mit 5:2 vorn. Zunächst ist es den Gästen gelungen, den Kontrahenten auf Distanz zu halten. Nach 20 Minuten führte Linden II mit 12:8, doch dann kämpfte sich Hungen/Lich heran. Durch Treffer von Timo Metzger, Luca Macht (je 2) und Marvin Schmied drehten die Gastgeber binnen sechs Minuten den Spieß zur 13:12-Führung um, ehe Nils Brockmann und Moritz Rühl im ihren Treffern die Lindener bis zur Pause wieder in Führung brachten. Nach Wiederbeginn verlief die Partie weitgehend ausgeglichen, ehe Hungen/Lich nach dem 20:20 (47.) binnen zwei Minuten drei Tore hintereinander gelangen. Durch zwei Treffer von Nikolas Adamczyk stellte Linden II bis zur 52. Minute den 22:23-Anschluss her, doch in der verbleibenden Zeit dominierte Hungen/Lich und warf noch einen Sieg mit vier Treffern Differenz heraus.

Tore, Hungen/Lich: Macht (9), Metzger (7), Schmied (4), Kümpel (2/1), Kreß, Hahn, Menges (je 2). - Linden II: Adamczyk (7/1), Hirzmann (4), Rühl, Brockmann (je 3), Zammert, Walter, Mastenbroek (je 2), Weisbrod (1).

HSG Wettenberg II - HSG Wettertal 29:23 (17:12):"Wettenberg war viel cleverer und disziplinierter", nannte Gästetrainer Sven Tauber einen gravierenden Unterschied zu seiner Mannschaft. Sein Kollege aufseiten der Wettenberger, Dragan Nenad, war mit gemischten Gefühlen in die Partie gegangen. "Wir haben nur dreimal richtig trainieren können", wirft er einen Blick zurück auf die letzten Trainingswochen. Dass sich seine Mannschaft am Ende so klar durchsetzte, führte Nenad auch auf das Zusammenspiel zwischen Torwart ("Julian Ruppert hat gut gehalten") und der Deckung zurück. "Unser Angriff war nicht spritzig genug", bemerkte dazu Sven Tauber, dessen Mannschaft nicht so recht ins Spiel fand.

Nach acht Minuten lagen die Gastgeber mit 5:0 vorn, ehe dem Wettertaler Bardo Raab der erste Treffer für seine Mannschaft gelang. Nun lief es besser bei den Gästen, die den Rückstand bis zur 18. Minute auf 7:9 verkürzten. 11:9 hieß es nach 20 Minuten, ehe die Wettenberger bis zum Wechsel wieder auf fünf Tore davonzogen. Bis zur 36. Minute bauten die Hausherren den Vorsprung auf 20:13 aus, mussten Wettertal auf 20:16 herankommen lassen. Doch dann gaben die Gastgeber wieder richtig Gas. Die Folge: Bis zur 45. Minute zogen sie auf 25:18 davon und brachten den Vorsprung dann über die Runden.

Tore, Wettenberg II: Schmitz (9/2), Michel Wingefeld, Weidner (je 4), Henkel (3), Schulcz, Sascha Kreutz, Quurck (je 2), Stroh, Simon Wingefeld, Gerlisch (je 1). - Wettertal: Metzger (5/4), Yannick Kreuzer (5), Raab (4), Kielich, Zimmer, Andreas Boller, Hendrischke (je 2), Landvogt (1).

HSG Kleenheim/Langgöns II - HSG Großen-Buseck/Beuern 30:28 (16:15):Trotz der Niederlage war Sven Hohaus bei seinem Einstand als Trainer der HSG Großen-Buseck/Beuern nicht völlig unzufrieden. "Die Mannschaft hat ganz gut gespielt und auch einiges umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten." Allerdings, in puncto Kaltblütigkeit und Effektivität hatten in den Augen des Gästetrainers die Hausherren ein leichtes Plus.

Das Spiel stand über weite Strecken auf des Messers Schneide. Die Busecker lagen zwar nach sieben Minuten mit 2:6 im Hintertreffen, doch durch Tore von zweimal Andre (Avemann und Biedenkapp) sowie Lukas Stein, Pascal Schüler und erneut Avemann wendeten die Gäste das Blatt zur eigenen 7:6-Führung. Nach einer Viertelstunde lagen die Busecker sogar mit 10:7 vorn. Die Kleenheimer "Zweite" ließ sich aber nicht abschütteln und kam in der 25. Minute durch Philipp Schäfer zum 13:13-Ausgleich. Bei Seitenwechsel lagen die Hausherren mit einem Tor vorn, mussten nach Wiederbeginn mehrfach den Ausgleich zulassen, ohne aber auch nur noch einmal in Rückstand zu geraten. Elf Minuten vor dem Ende traf Leon Dilges zum 25:22 für Kleenheim, aber sechs Minuten später hatten die Busecker zum 25:25 ausgeglichen. Danach aber hatten die Gastgeber mehr Reserven und warfen einen Zwei-Tore-Sieg heraus.

Tore, Kleenheim/Langgöns II: Dilges (8/3), Philipp Schäfer (7), Faatz (5), Keller, Henze (je 4), Hanika, Drubig (je 1). - Großen-Buseck/Beuern: Biedenkapp (9), Stein (7/2), Foos (5), Avemann (4), Schüler, Hirschmann, Funk (je 1).

TV Wetzlar - SG Rechtenbach 20:26 (10:13):Auch der Turniersieg in Aßlar brachte den Wetzlarern keine Sicherheit. Obwohl die Gastgeber zumindest vor der Pause über weite Strecken gleichwertig waren, lagen sie nach 30 Minuten mit 10:13 im Hintertreffen. Bis zum 10:10 in der 26. Minute verlief die Partie ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte mit mehr als einem Tor in Führung gehen.

"Wenn man 15, 16 Minuten kein Tor erzielt, kann man kein Spiel gewinnen", nimmt Wetzlars Trainer Marco Schmidt Bezug auf eine Phase zur Beginn der zweiten Halbzeit, in der die Rechtenbacher von 14:11 auf 19:11 davonzogen und damit die Entscheidung in dieser Partie herbeiführten. Nachdem Maximilian Menger den TVW in der 26. Minute mit 10:9 in Front gebracht hatte, sorgten die Rechtenbacher Joshua Diehl (2), Bastian Schmidt und Yannik Reitz für eine 13:10-Pausenführung ihrer Mannschaft.

Nach dem 11:14 war erst einmal Sendepause beim TVW, der erst dann wieder mit dem Torewerfen einsetzte, als die Partie bereits zu seinem Ungunsten entschieden war. "Eine geschlossene Mannschaftsleistung gepaart mit einer hohen taktischen Disziplin waren am Ende der Schlüssel zum Erfolg", freute sich SGR-Trainer Christian Kunz über diesen Sieg. "Wir hatten über das gesamte Spiel keine einzige Schwächephase und mit (Schlussmann) Luca Wallendorf in der zweiten Halbzeit den Sieggaranten in unseren Reihen. Er hat zwischen der 30. und 50. Minute das Tor einfach vernagelt."

Tore, Wetzlar: Menger (8/2), Schmidt (3/1), Michael Schetzkens, Johannes Schetzkens (je 3), Felix Breitfelder, Lindenstruth, Reitz (je 1). - Rechtenbach: Viehmann (7), Frosch (5/4), Schmidt, Böhm, Thrun (je 3), Molling, Diehl (je 2), Bepperling (1).

HSG Dilltal - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 27:24 (14:10):"Uns hat es gutgetan, mir hat es gefallen", freute sich Trainer Peter Küster über diesen Erfolg, der seiner HSG Dilltal den Weg weiter nach oben frei machen kann. "Die ganze Mannschaft hat richtig gut gespielt", verteilte er ein Gesamtlob an die Spieler. "Wir haben in der Abwehr gut gestanden und sicherlich auch das Torhüterduell gewonnen", ergänzte der Coach der Gastgeber. In der Vorrunde hatten die Dilltaler in Münchholzhausen lediglich 13 Treffer erzielt. Diesmal waren es mehr als doppelt so viel. "Jetzt ist unser Angriff auch eingespielt", nennt Küster den Grund für die Steigerung.

"Wir haben Nico Rußmann warm geworfen", stellte Gästetrainer Torben Wegner fest. Der Dilltaler Torhüter habe insgesamt 20 Paraden gezeigt und damit die gegnerischen Schützen immer wieder vor Probleme gestellt. "Die Leistung in der ersten Viertelstunde war aber in Ordnung", berichtete Wegner.

Spielstand zu diesem Zeitpunkt: 5:5. Bis zum 9:9 in der 25. Minute war noch kein Trend erkennbar. In den folgenden vier Minuten zogen die Gastgeber durch Tore von Dirk Pöchmann, Yannick Weiß, Mario Kohlmei und Patrick Müller auf 13:9 davon und sollten im weiteren Verlauf der Partie die Führung nicht mehr aus der Hand geben. Nach dem 18:14 (42.) kamen die Gäste durch Tore von Luca Weimer und Dennis Agel noch einmal auf 16:18 heran, doch die Dilltaler Mannschaft ließ sich dadurch nicht mehr aus dem Konzept bringen. Zehn Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber mit 23:20 vorn, ließen in der Folgezeit die Dutenhofener nicht näher als auf zwei Toren heran und gewannen am Ende hochverdient. "Die Luft war draußen, die Spieler waren platt", berichtete Torben Wegner, dem mehrere Spieler nicht zur Verfügung standen, sodass einige Plätze auf der Auswechselbank frei bleiben mussten.

Tore, Dilltal: Funke (8/1), Christoph Ulm (4), Pöchmann, Heer, Weiß (je 3), Müller, Malo (je 2), Sebastian Ulm, Kohlmei (je 1). - Dutenhofen/Münchholzhausen III: Dennis Agel (7), Wenzel (5), Becker (4), Lukas Wallwaey, Luca Kaiser (je 3), Weimer (2).

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