Hüttenbergs Stock ist der "König von Düsseldorf"

(jms) Mit vollem Einsatz rannte Michael Stock auf der verwaisten linken Außenbahn auf das Tor zu. Sein präziser Wurf landete direkt in den Maschen. Alles was danach kam, war Jubel, der bei einem Titelgewinn nicht größer hätte sein können. Stocks "Glückswurf" sorgte dafür, dass Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg gestern Abend mit 24:23 (16:14) beim Aufstiegsfavoriten HSG Düsseldorf gewann.

(jms) Mit vollem Einsatz rannte Michael Stock auf der verwaisten linken Außenbahn auf das Tor zu. Sein präziser Wurf landete direkt in den Maschen. Alles was danach kam, war Jubel, der bei einem Titelgewinn nicht größer hätte sein können. Stocks "Glückswurf" sorgte dafür, dass Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg gestern Abend mit 24:23 (16:14) beim Aufstiegsfavoriten HSG Düsseldorf gewann. "Das war sensationell - und völlig verdient, denn wir haben sehr gut gegen die gegnerische Abwehr gespielt und immer die richtige Lösung gefunden", freute sich der Siegtorschütze über die Tabellenführung. Der TVH bleibt ungeschlagen. 11:1 Punkte nach sechs Spielen: eine sensationelle Quote.

Hochklassig war die Begegnung von Beginn an, denn der TVH schaffte es, dem gut besetzten Gegner von der ersten Minute an den Schneid abzukaufen. Nach dem die Düsseldorfer in der ersten Viertelstunde noch einfacher zu ihren Toren gekommen waren und ihre individuelle Klasse geschickt einzusetzen gewusst hatten, setzten die Hüttenberger immer mehr Akzente im konzentriert vorgetragenen Angriffsspiel. Zuvor hatte Jan-Henrik Behrens nach fünf Minuten zum 3:1 für die HSG getroffen, Valdas Novickis nach zehn Minuten zum 6:4 eingenetzt und dafür gesorgt, dass der Großteil der 750 Zuschauer im Burg-Wächter-Castello auf einen Heimsieg hoffte.

Doch der Gast hatte die Antwort parat und ließ sich vom Favoriten nicht beeindrucken. Die Mittelhessen übernahmen immer mehr die Initiative. Durch ihre wieder einmal sehr gut eingestellte 3:2:1-Deckung und den sich stetig steigernden Keeper Matthias Ritschel kam der TVH zunächst zum Ausgleich durch den sehr starken Michael Stock (8:8) und kurz darauf auch zur ersten Führung durch Spielmacher Florian Laudt (10:9). Düsseldorf war sichtlich beeindruckt und musste sich zur Pause mit einem 14:16-Rückstand auseinandersetzen.

"In der zweiten Halbzeit war das Spiel etwas zerfahren, was auch an den zahlreichen Pfiffen der Schiedsrichter lag. Doch auch das konnte uns nicht beeindrucken", meinte Stock. Zunächst konnte Hüttenberg beim 20:16 (39.) sogar eine beruhigende Führung herstellen. Doch dann kam die HSG! Als Jan Artmann zum 20:21 (49.) traf, stand der Hüttenberger Erfolg auf des Messers Schneide. Vier Minuten später sorgte Florian von Gruchalla sogar für den 22:22-Ausgleich der Hausherren. Hüttenbergs Trainer Jan Gorr reagierte mit einer Auszeit - eine kluge Entscheidung. Denn danach fand sich der Gast wieder: Sven Pauschs Treffer zur erneuten Führung (23:22/55.

) war von einem unschätzbaren Wert. "Das Tor von Sven war sehr wichtig. In der Schlussphase haben wir dann in doppelter Überzahl unseren Sieg sichergestellt. Das ist natürlich ein tolles Gefühl. Wir haben uns das verdient - und auf der Heimfahrt werden wir sicher ein oder zwei Bierchen naschen. Mehr aber nicht, denn am Samstag wollen wir gegen Groß-Bieberau nachlegen", meinte Stock mit dem Weitblick, der den TVH ganz nach oben gebracht hat. "Wir sind sehr zufrieden. Jetzt haben wir einen tollen Saisonstart hingelegt und genießen die Tabellenführung", freute sich auch Coach Jan Gorr, der wieder einmal alles richtig gemacht hatte.

HSG Düsseldorf: Savonis, Puhle; Hegemann (4), Hansen, Fölser, Novickis (4), Brack, Jan Artmann (1), Wernicke (1), Weiß (1), Nils Artmann, von Gruchalla (5), Behrends (7/4).

TV 05/07 Hüttenberg: Ritschel, Redwitz; Andreas Lex, Faulenbach, Laudt (4), Jezewski, Weber (4), Stefan Lex (3), Scholz (2), Fernandes, Langenbach, Billek (5/2), Pausch (2), Stock (3), Schneider (1).

Im Stenogramm: SR: Ribeiro/Fratczak (Geldern/Wagenfeld). - Zuschauer: 750. - Zeitstrafen: 10:10 Minuten. - Siebenmeter: 4/4:3/2.

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