Hüttenberger Paukenschlag beim BHC

(mac) Der TV 05/07 Hüttenberg hat das erste Ausrufezeichen gesetzt und eindrucksvoll bewiesen, dass auch in der neuen Saison in der 2. Handball-Bundesliga Süd kein Weg an den Männern von Trainer Jan Gorr vorbeiführt. Als Tomasz Jezewski in der Bayer-Halle in Wuppertal 30 Sekunden vor dem Ende den Ball zum 30:29 (13:12)-Endstand für den TVH in den Kasten des Bergischen HC drosch, glich dies einem Paukenschlag, der noch lange bei allen Vereinen der Südstaffel nachhallen dürfte.

(mac) Der TV 05/07 Hüttenberg hat das erste Ausrufezeichen gesetzt und eindrucksvoll bewiesen, dass auch in der neuen Saison in der 2. Handball-Bundesliga Süd kein Weg an den Männern von Trainer Jan Gorr vorbeiführt. Als Tomasz Jezewski in der Bayer-Halle in Wuppertal 30 Sekunden vor dem Ende den Ball zum 30:29 (13:12)-Endstand für den TVH in den Kasten des Bergischen HC drosch, glich dies einem Paukenschlag, der noch lange bei allen Vereinen der Südstaffel nachhallen dürfte. "Wenn es auch ein knapper Sieg war, so war es auf jeden Fall ein verdienter", freute sich Hüttenbergs Trainer Gorr über den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Seine Mannschaft hatte in dieser Partie bei einem der Topfavoriten auf den Titel nur zweimal im Hintertreffen gelegen und überstand in der Endphase sogar in Unterzahl eine brenzlige Phase, in der das Spiel eigentlich hätte kippen müssen.

Knapp vier Minuten waren noch zu spielen, als der TVH zum zweiten Mal in Rückstand geraten war. Der Norweger David Kris Moen Kleven brachte die "Löwen" mit 29:28 in Führung und zog gleichzeitig eine Zeitstrafe gegen Sebastian Weber, so dass die Hüttenberger in der "Crunch-Time" mit einem Spieler weniger auf dem Feld standen. Doch statt die Nerven zu verlieren, als die BHC-Fans auf den Rängen die Halle plötzlich zum Beben brachten, besann sich der TVH auf seine Stärken und agierte clever und abgezockt. In Unterzahl holten die Gäste einen Siebenmeter, den Sven Pausch in der 57. Minute eiskalt zum 29:29-Ausgleich verwandelte und so schnell wieder für Ruhe im Karton sorgte, ehe Jezewski 72 Sekunden vor dem Ende zu einem lauten Paukenschlag ansetzte. Den Hausherren fiel in den verbleibenden Sekunden kein Mittel mehr ein, mit dem die Deckung des TVH noch mal auseinandergenommen hätte werden können. Schluss. Aus. Der Coup war perfekt.

Leidenschaftlich und engagiert waren die Gorr-Schützlinge in die Partie gestartet und hatten den BHC in den ersten vier Minuten beim 4:0 regelrecht überlaufen. "Wir haben sehr entschlossen begonnen und jeden Ballgewinn zu einem Konter genutzt", freute sich TVH-Coach Gorr über die gelungene Anfangsphase, die BHC-Trainer HaDe Schmitz sofort zu einer Auszeit zwang. "Es war klar, dass es so nicht weitergehen konnte", hatte Gorr später Verständnis dafür, dass der Bergische HC in der zehnten Minute durch Tim Henkel wieder zum 3:4-Anschluss gekommen war.

In der Folge entwickelte sich die erwartete spannende Partie - mit leichten Vorteilen beim TVH, der mit dem gefürchteten Tempospiel der Gastgeber locker mithalten konnte, es über 60 Minuten verstand, die massive 6:0-Deckung der Hausherren zu bedrohen und zudem selbst eine 3:2:1-Deckung stellte, die sich sehen lassen konnte. "Diese drei spielentscheidenden Faktoren haben wir sehr gut gelöst", lobte auch Trainer Gorr seine Mannschaft, die in der 23. Minute nach einem Siebenmetertreffer von Florian Billek wieder mit drei Toren in Führung lag (12:9).

Im zweiten Durchgang gelang es dem BHC immer wieder, die gute Deckung der Hüttenberger auszuspielen. Dafür mussten die Gastgeber aber phasenweise an ihre Grenzen gehen und bewegten sich oft vor einem Zeitspielpfiff. Gestützt auf einen guten Matthias Ritschel im Tor konnte der TVH in der 39. Minute durch Sebastian Weber aber dennoch mit 20:17 in Führung gehen, hatte auch beim 23:20 (44.) durch Andreas Scholz noch deutlich Vorteile und konnte in der brenzligen Endphase, als das Spiel zu kippen drohte sogar noch eine Schippe drauflegen. "Wer diese Situation übersteht, gewinnt verdient", unterstrich der Coach schlussendlich noch einmal, warum am TVH in dieser Saison erneut kein Weg vorbeiführt.

Bergischer HC: Huhnstock, Stochl; Behr (1), Klev (2), Moen Kleven (2), Oelze (6/3), Hoße (5/2), Reinarz (6/3), Henkel (1), Kluge, Hinze, Pekeler (5), Quade (1).

TV 05/07 Hüttenberg: Redwitz, Ritschel; Jezewski (6), Laudt (2), Pausch (1/1), Stefan Lex, Scholz (6), Andreas Lex (1), Stock (3), Billek (8/2), Langenbach, Fernandes, Weber (3), Schneider.

Im Stenogramm: SR: Dinges/Kirsch (Eggenstein). - Zuschauer: 1550. - Zeitstrafen: 4:6 Minuten. - Siebenmeter: 11/8:4/3.

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