Janina Langenbach vom TV Hüttenberg II gelingen sieben Tore. Hier zieht sie gegen die Sindlingenerinnen Jenny Bocklet (l.) und Sibel Dindar (r.) einen Siebenmeter. FOTO: RAS
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Janina Langenbach vom TV Hüttenberg II gelingen sieben Tore. Hier zieht sie gegen die Sindlingenerinnen Jenny Bocklet (l.) und Sibel Dindar (r.) einen Siebenmeter. FOTO: RAS

Hüttenberger Lebenszeichen

  • Markus Konle
    vonMarkus Konle
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(pie/jsg/par/miw). Die TSG Leihgestern marschiert in der Frauenhandball-Landesliga weiter voran und ist dem Aufstieg wieder einen Schritt näher gekommen. Auch die HSG Goldstein/Schwanheim war nur bedingt in der Lage, dem Tabellenführer Paroli zu bieten. So setzte sich die Mannschaft von TSG-Trainerin Jonna Jensen letztlich klar mit 33:24 (16:12) durch und hat nach Berücksichtigung des Punktabzugs wegen Nichterfüllung des Schiedsrichterpflichtsolls vier Zähler Vorsprung vor der HSG Eibelshausen/Ewersbach, die gestern Abend mit 36:30 bei der HSG Wettenberg II gewann. Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II hat durch die 29:33-Niederlage beim TV Idstein wohl die allerletzte realistische Chance auf den Titel verspielt. Im Tabellenkeller landete der TV Hüttenberg II einen Pflichtsieg: Gegen den Tabellenletzten HSG Sindlingen/Zeilsheim setzte sich der TVH mit 30:20 durch. Zwar steht das Team nach wie vor auf einem Abstiegsplatz, rückte aber bis auf drei Zähler an die HSG Kleenheim-Langgöns II und den TSV Griedel heran und hat eine Partie weniger absolviert als dieses Duo. Kleenheim-Langgöns II zeigte am Wochenende in der ersten Hälfte eine indiskutable Leistung, holte aber immerhin noch ein 28:28-Unentschieden gegen die TSG Eddersheim II.

TV Hüttenberg II - HSG Sindlingen/Zeilsheim 30:20 (17:9):Die zweite Mannschaft des TV Hüttenbergs hat sich wichtige Punkte im Abstiegskampf gesichert. Gegen den Tabellenletzten HSG Sindlingen/Zeilsheim setzte sich das Team von Stefan Mappes klar durch. Die Hüttenbergerinnen starteten gut in die Partie und führten schnell mit 3:0. Mit aggressiver und engagierter Spielweise waren die Mittelhessinnen vor allem defensiv auf der Höhe. Die Gastgeberinnen zeigten eine gute Partie und machten klar, dass sie als Gewinnerinnen von der Platte gehen wollten. Immer wieder ließ es Janina Langenbach im Kasten der Frankfurterinnen klingeln. Aus einem konstanten Vorsprung von sechs Toren machte der TVH vor der Pause sogar noch die 17:9-Führung. Die Gäste hatten allerdings den besseren Start in die zweite Hälfte und erzielten die ersten vier Tore. Doch nach einer doppelten HSG-Unterzahl fand Hüttenberg zurück ins Spiel. Dank der tieferen Bank als bei vielen anderen Spielen der Saison kam kein weiterer Bruch ins Spiel der Truppe von Stefan Mappes. Durch das 30:20 stehen die Hüttenbergerinnen auf den drittletzten Tabellenplatz und haben ihre Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. - Hüttenberg: Martin; Klaus, Stroh, Couper (1), Wallenfels (1), Happel (2), Schepp (2), Rüpprich (8/5), Taylor (1), Andermann (4), Stankewitz, Schmidt (4), Langenbach (7/2), Schaffer.

Milena Appel verletzt sich

TSG Leihgestern - HSG Goldstein/Schwanheim 33:24 (16:12):Die TSG setzte sich letztlich klar durch. "Alles in allem war es ein souveräner Sieg, der nicht so reibungslos und schön war, wie er hätte sein können", fand Jensen dennoch einige Ansatzpunkte, die eine Nachbetrachtung erfordern. So konnte sich ihre Truppe zwar schnell auf 5:2 (Olivia Reeh) und 8:3 durch die gut aufgelegte Rechtsaußen Nicole Kunzig in der zwölften Minute absetzen, aber man erlaubte es den Gästen immer wieder, zu verkürzen. "Wir haben oft nicht die richtige oder die beste Entscheidung getroffen, das war insgesamt ein bisschen mühsam." Zudem wurde die Partie von einer Fußverletzung von Milena Appel überschattet, die umknickte und der dabei eine Gegenspielerin unglücklich auf den umgeknickten Fuß gefallen war. So hieß es zur Pause "nur" 16:12 aus Sicht der TSG, die in der zweiten Hälfte die Zügel anzog. Nina Ziegers 21:14 in der 40. Minute folgte in der 48. das 27:17 und damit die erste Zehn-Tore-Führung, die Leihgestern dann unbedrängt ins Ziel schaukelte. "Es waren zwei verdiente Punkte. Wir haben einiges von dem, was wir uns vorgenommen hatten, im Sinne von, einen klaren Sieg einzufahren, umgesetzt und geschafft, aber mit Ecken und Kanten", sagte Jensen. - Leihgestern: Teichner, Weinecker; Zieger (3), Steinhaus (8), Penning (1), Kerdi (1), Walther (1/1), Viebahn (6/3), Appel (2), Reeh (3), Schulz (3), Kunzig (5), Faber.

Punktgewinn nach Comeback

HSG Kleenheim-Langgöns II - TSG Eddersheim II 28:28 (13:20):"Angesichts der ersten Halbzeit war das wahrscheinlich sogar noch ein recht glücklicher Punkt für uns. Man hat hier wirklich zwei ganz unterschiedliche Leistungsbilder des Teams gesehen", kommentierte Christian Manderla, der Trainer der SGK. Auch wenn die Gastgeberinnen in der eigenen Offensive eine weitgehend ordentliche Vorstellung aufs Parkett brachten, so sah es im Abwehrverbund gänzlich anders aus. Die Kleebachtalerinnen fanden überhaupt keinen Zugriff und schauten den Südhessinnen bei ihren Angriffsbemühungen häufig mehr oder minder zu. Daraus folgte ein 10:17-Rückstand in der 24. Spielminute, nachdem Lisa Walter für die Gäste getroffen hatte. "In der Halbzeit habe ich meinen Spielerinnen klar gesagt, dass ich mir das nur noch drei Minuten anschaue", fand Manderla klare Worte hinsichtlich des schwachen Auftritts seiner Akteurinnen. Die deutliche Pausenansprache drang offenbar zu den Gastgeberinnen durch, denn nach dem Wiederanpfiff wurde es spielerisch deutlich besser. In der 54. Minute führten die Grün-Weißen sogar durch einen Siebenmetertreffer von Olivia Pietzner mit 26:24, doch im Anschluss konnten die Eddersheimerinnen noch einmal ausgleichen. Ein Defensivfaktor der zweiten Hälfte war sicherlich auch Tanja Schorradt, die die Abwehr als Aushilfe aus der ersten Mannschaft stabilisieren sollte. "Da wir am Anfang derart harmlos und lethargisch aufgetreten sind, müssen wir mit dem Punkt noch absolut zufrieden sein, auch wenn wir uns das anders vorgestellt hatten", resümierte Manderla. - Kleenheim-Langgöns II: Altenheimer, Bork; Heidt, Barnusch (2), Dietz (2), Bretz, Schorradt (6), Rüspeler (5), Hänsel, Marwald, vom Hagen (5), Wulf, Kleinpell (2), Pietzner (6/3).

TV Idstein - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 33:29 (19:15):"Die Niederlage haben wir uns vollkommen selbst zuzuschreiben", erklärte HSG-Trainer Sebastian Roth konsterniert. Hauptgrund für seinen Frust war die Tatsache, dass seine Mannschaft in den ersten 40 Minuten in der Abwehr keine Einstellung zum Spiel gefunden hatte. "Wir haben versucht, körperlos zu verteidigen." Eine Steilvorlage, die sich das ausgefuchste Idsteiner Team um die erfahrenen Martina Ruchti und Ida Pokoyski nicht entgehenließ. Zwar gelang es der HSG bis zum 14:14 von Lisa Schäfer in der 26. Minute, immer mal wieder den Ausgleich herzustellen, aber der TVI bestrafte die zahlreichen Fehler der Gäste gnadenlos und setzte sich bis zum Wechsel auf 19:15 ab. "In der Pause haben wir die Abwehr von 5:1 auf 6:0 umgestellt, aber das hat erst auch nicht gefruchtet", so Roth. Pokoyski erhöhte in der 40. Minute auf 26:20, und erst danach begann die HSG mit der richtigen Einstellung zur Abwehrarbeit, peu a peu zu verkürzen. Mit Nianca Ottos Doppelpack zum 28:28 (53.) war das erste Unentschieden der zweiten Hälfte hergestellt, das Pulver insgesamt aber verschossen. "Es ist es uns nie gelungen, mal in Führung zu gehen", monierte Roth. Sein Team hatte im gesamten Spiel zu viele Bälle verworfen, um sich einen Punkt in fremder Halle zu verdienen. "Positiv herauszuheben sind Jönna Bender, die hinten wie vorne geackert hat wie keine andere, und Miriam Schmidt", meinte Roth. - Dutenhofen/Münchholzhausen: Pafla, Naß; Otto (1), Klein (2), Miriam Schmidt (10/4), Bender (4), Sina Schmidt, Neul, Kaminski (2), Hahn (1), Schäfer (5), Hels (2), Müller (2/2).

HSG ärgert den Zweiten lange Zeit

HSG Wettenberg II - HSG Eibelshausen/Ewersbach 30:36 (14:18):Wettenbergs Trainer Ralf Schmitz war mit der Leistung seiner Mannschaft keineswegs unzufrieden, erkannte die Gründe für die Niederlage jedoch schnell: "Wir haben uns mehrmals rangekämpft, haben aber leider immer in den Situationen, als wir drauf und dran waren, selbst mal in Führung zu gehen, zu viele Fehler gemacht, und sind deshalb erneut einem Rückstand hinterhergelaufen." Das 1:0 nach knapp zwei Minuten durch die agile Luisa Rückel war die einzige Führung der Gastgeberinnen. Bis zum 4:4 blieben die Teams auf Augenhöhe, ehe sich die individuell starken Spielerinnen der Gäste immer wieder durchsetzen konnten und mit Treffern aus der zweiten Reihe erfolgreich waren. So setzte sich Eibelshausen zwischenzeitlich bis auf sechs Tore ab, dank eines 5:0-Laufs erzielte erneut Rückel beim 14:15 (26.) den Anschluss. Das Auswärts-Team lag in der 38. Minute erneut mit fünf Treffern in Führung, doch die Wettenbergerinnen lieferten den Gästen einen starken Kampf, hatte einige Ballgewinne in der Deckung zu verzeichnen und kamen so zu einfachen Toren im Tempogegenstoß, beim 24:25 betrug der Vorsprung von Eibelshausen/Ewersbach nur noch einen Treffer. Der Tabellenzweite zeigte sich dennoch unbeeindruckt und konnte sich Tor um Tor vorentscheidend absetzen. Bei der Oberliga-Reserve schwanden in dem kräftezehrenden Spiel spürbar die Kräfte, nach einem Acht-Tore-Rückstand betrieb das Team des Trainerduos Schmitz/Schneider gegen Schluss noch etwas Ergebniskosmetik. - Wettenberg: Kraus, Stöhr; Jansche(4), Risse(5/4), Fischermanns(1), Rückel(7), Schäfer, Drommershausen(2), Till(1), Herbert, Simon(2), Rolshausen, Schneider(5), Weise(3/2)

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