Groß ist die Freude beim TV 05/07 Hüttenberg nach dem nächsten Coup, dem 30:28-Sieg gegen Hamm. FOTO: THÜRMER
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Groß ist die Freude beim TV 05/07 Hüttenberg nach dem nächsten Coup, dem 30:28-Sieg gegen Hamm. FOTO: THÜRMER

Handball

TV Hüttenberg setzt erneut ein Ausrufezeichen

Der TV 05/07 Hüttenberg feiert am Vorweihnachtsabend gegen den Aufstiegsaspiranten ASV Hamm-Westfalen einen 30:28 (14:15)-Erfolg. Die mannschaftliche Geschlossenheit beeindruckt.

Der erfolgreiche Weg des TVH in der 2. Handball-Bundesliga geht also weiter mit einem Überraschungserfolg gegen den hoch gehandelten ASV Hamm-Westfalen, der sich zeitweise an der Hüttenberger Deckung die Zähne ausbiss. "Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Das war kämpferisch eine ganz starke Leistung", sagte TVH-Coach Johannes Wohlrab.

Von Beginn an war es kein temporeiches Spiel. Beide Mannschaften bewegten sich gemächlich im kontrollierten Positionsangriff. Ian Weber packte nach 90 Sekunden den ersten Tagestreffer aus, Hamms überragender Akteur Martin Orlowski antwortete allerdings sofort. Dominik Plaue im TVH-Tor auf der einen, Felix Storbeck auf der anderen Seite, durften sich bereits früh mehrfach auszeichnen. Bis zum 6:5 durch Hendrik Schreiber in der zwölften Spielminute behielt der TVH die Führung inne. Orlowski, Fernandez und Genz legten dann für die Gäste einen Zwischenspurt ein, der zum 8:6-Vorsprung führte. Deshalb zog Wohlrab sofort seine erste Auszeit. Seiner Mannschaft fehlte die anfängliche Klarheit im Angriff und die Galligkeit in der Abwehr. Vorne brachte er dann eine neue Angriffsreihe mit Mubenzem, Theiß und Schreiber, während hinten nun Stefan Kneer die zentrale Abwehrrolle übernahm.

Anschließend leistete sich auch Hamm Fehler im Angriffsspiel an, was Robin Hübscher mit dem 10:10-Ausgleich bestrafte. (22.) Die Teams schenkten sich nichts, immer wieder waren es Nuancen, die über den Ausgang der jeweiligen Situation entschieden. Hamm nutzte eine Überzahl, um wieder in Führung zu gehen (15:14) und nahm diese mit in die Halbzeitpause. "Ich war mit der ersten Halbzeit vor allem defensiv nicht zufrieden. Da waren wir oftmals zu passiv und haben das in der Pause angesprochen", sagte Wohlrab nach dem Spiel.

Die Worte nahm sich seine junge Mannschaft offenbar zu Herzen. Die zweite Halbzeit war das vielleicht Beste, was der TV Hüttenberg bislang in dieser Saison gezeigt hat. Kneer und Merlin Fuß liefen vorne zur Hochform auf und stellten auf 18:15. Hinten hielt nun Nikolai Weber den Kasten dicht. Es war eine bärenstarke Phase der Mittelhessen. Wohlrab wechselte durch, ohne dass ein Bruch ins Spiel kam. Hamm hingegen wirkte entnervt ob des verpatzten Starts in den zweiten Abschnitt.

In Überzahl kämpften sich der ASV wieder zurück und verkürzte auf 21:22 (46.) Durch etliche Zeitstrafen auf beiden Seiten litt nun der Spielfluss etwas. Hamm versuchte als letzte Lösung, stets über Kreisläufer Brosch zu gehen, den Vit Reichl dauerhaft bearbeitete. Ein glänzender Kneer legte die nächste Galavorstellung hin und führte den TVH zur 25:21-Führung zehn Minuten vor Schluss. Inzwischen hatten Genz (Hamm) und Klein (Hüttenberg) beide mit der dritten Zeitstrafe und Rot das Feld verlassen müssen. Sie sahen, wie der Gast noch einmal auf 26:28 verkürzte, das Spiel aber nicht mehr drehen konnte. "Unser Fokus geht heute noch auf Schwartau. Da geht es für uns weiter und wir wollen die aktuelle Welle so lange wie möglich reiten", freute sich Wohlrab.

Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber; Fuß (4), Schwarz, Kneer (7), Theiß, Fujita (1), Ian Weber (2/1), Rompf, Reichl (5), Mubenzem, Hübscher (5), Hahn (2/2), Klein (1), Jockel, Schreiber (3).

Hamm-Westfalen: Storbeck, Wesemann; Genz (4), Brosch (5), Fuchs, Spiekermann (2), Rubino Fernandez (3), Krause (2), Krings (1), Pretzewofsky (1), Orlowski (9/5), Eigenbrodt, Franke (1), von Boenigk.

Im Stenogramm: SR: Frank/Bona. - Zeitstrafen: 16:12 Min. - Rote Karten: Klein (/54.) - Genz (57.).

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