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Platz ohne Ende. Hüttenbergs Sebastian Roth verlädt einmal mehr Philipp Baier vom TV Kirchzell (r.) und trifft. (Foto: ras)

Hüttenberg rutscht nicht aus

Handball-Drittligist TV 05/07 Hüttenberg ist auch schneller als das Glatteis. Bevor das gestern Abend angekündigte Unwetter vielleicht noch für Unbehagen sorgen konnte, hatte der Tabellenführer der Ost-Staffel den TV Kirchzell mit 27:18 (16:8) abgefertigt und mit einem gelungenen Start in das Jahr seine Punkteausbeute auf 34:0 erhöht.

So sah es auch Rückraumspieler Sebastian Roth nach dem Schlusspfiff. "Es ist immer schwer nach einer Pause. Aber wir haben von Anfang an die nötigen Tugenden gezeigt und sind die Aufgabe konzentriert angegangen." Er selbst hatte speziell am Anfang großen Anteil daran, dass die Hausherren keine Zweifel am Erfolg aufkommen ließen. Trotz ungünstiger personeller Vorzeichen – neben dem Langzeitverletzten Maximilian Kraushaar fehlten noch weiterhin Tomáš Sklenák und Markus Semmelroth, Sven Pausch war angeschlagen – startete der TVH wie die Feuerwehr. Roth, Kreisläufer Mario Fernandes mit einem artistischen Treffer, erneut Roth und Ragnar Jóhannsson aus der zweiten Welle zwangen Gäste-Trainer Gottfried Kunz beim 4:0 bereits in der sechsten Minute zur Auszeit.

Hüttenberg zeigte sich aber weiter hoch konzentriert und bestens auf den Gegner eingestellt, den Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson beim Sieg gegen HC Elbflorenz vor Wochenfrist genauestens beobachtet hatte. In der Abwehr aggressiv arbeitend, ließ man dem Kirchzeller Angriff kaum Luft zum Atmen. Da man zudem im Angriff mit geringer Fehlerquote agierte, konnte abermals Jóhannsson mit einem seiner starken Schlagwürfe in der 17.

Minute in Unterzahl bereits auf 11:5 erhöhen. Als danach Fabian Schomburg von der Bank kommend sowohl einen Siebenmeter als auch den Nachwurf von Andreas Kunz parierte, bedeutete der fünfte Tagestreffer des Isländischen Halbrechten schon das 16:7, ehe Kunz mit dem Pausenpfiff noch einmal erfolgreich war.

"In den knapp zehn Minuten nach der Pause hat man gesehen, dass man in dieser Liga nie nachlässig werden darf", beschrieb Roth die Phase direkt nach Wiederbeginn, als Kirchzell mit einem 4:0-Lauf auf 12:16 verkürzte. Zu phlegmatisch im Angriff und auch in der Abwehr ohne die letzte Konsequenz, ermöglichte man den Odenwäldern zu verkürzen. Doch als der bereits mit zwei Zeitstrafen belastete Moritz Lambrecht wieder die Deckung stabilisierte, war diese kurze Durststrecke schnell beendet.

Erneut die Rückraumkanoniere Jóhannsson und Roth sowie ein ebenso treffsicherer Tom Warnke, unter anderem mit einer fehlerfreien Siebenmeter-Quote, erhöhten auf 20:13 nach 40 Minuten. Da sich die Haus-herren auch weiterhin auf ihr starkes Torhütergespann Matthias Ritschel und in der Endphase Fabian Schomburg (zusammen 17 Paraden) verlassen konnten, verhinderte einzig eine im zweiten Abschnitt doch etwas fahrlässige Chancenverwertung einen noch deutlicheren Sieg. So konnte Dominik Mappes erst fünf Minuten vor dem Schlusspfiff mit dem Treffer zum 26:16 die einzige Zehn-Tore-Führung erzielen. Den Schlusspunkt zum souveränen 27:18-Endstand setzte dann an einem gelungen Abend passenderweise der erneut die Personalnot lindernde Routinier Andreas Scholz.

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Lambrecht, Chalepo, Wernig (2), Wagner, Scholz (1), Warnke (7/4), Fernandes (2), Jóhannsson (7), Roth (5), Mappes (3), Hofmann, Pausch.

Kirchzell: Jörg, Friedrich, Vöhringer; Baier (1), Polixenidis (1), Klimmer (2), Bauer (3), Gläser, Kunz (9/5), Orlovský (1), Corak, Göpfert (1).

Stenogramm / SR: Becker/Nickel (Pfungstadt/Zwingenberg). – Zuschauer: 813. – Zeitstrafen: 6:4 Minuten. - Siebenmeter: 4/4:7/5.

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