Hüttenberg rutscht aus

Die Fahrt nach Erlangen war kein Problem. Sicher kamen der Zweitliga-Spitzenreiter TV 05/07 Hüttenberg in Mittelfranken an. Doch auf dem Parkett lief es diesmal nicht so rund wie in den letzten Wochen. In der mit 1050 Fans gut gefüllten Karl-Heinz-Hiersemann-Halle geriet das Topteam gehörig ins Schleudern und musste schließlich die zweite Saisonniederlage hinnehmen. Nach einer schwachen Leistung unterlagen die Mittelhessen am Mittwoch zum Rückrundenstart beim HC Erlangen mit 20:25 (8:15).

(jms) Die Fahrt nach Erlangen war kein Problem. Sicher kamen der Zweitliga-Spitzenreiter TV 05/07 Hüttenberg in Mittelfranken an. Doch auf dem Parkett lief es diesmal nicht so rund wie in den letzten Wochen. In der mit 1050 Fans gut gefüllten Karl-Heinz-Hiersemann-Halle geriet das Topteam gehörig ins Schleudern und musste schließlich die zweite Saisonniederlage hinnehmen. Nach einer schwachen Leistung unterlagen die Mittelhessen am Mittwoch zum Rückrundenstart beim HC Erlangen mit 20:25 (8:15).

"Diesmal ist es uns unterm Strich nicht gelungen, im Angriff gut zu spielen. Vor allem haben wir in der ersten Halbzeit schwach gespielt", blieb TVH-Trainer Jan Gorr auch nach dem verpatzten Rückrundenstart gelassen. Die Niederlage zeichnete sich schon in der Anfangsphase ab. Der TVH geriet nach sieben Minuten klar mit 1:5 in Rückstand, als Hannes Münch aus dem Rückraum traf. Im Gegensatz zu den letzten Wochen, als die Hüttenberger mit tollem und frischem Kombinationsspiel überzeugten, schien diesmal der Akku leer zu sein. Die Gastgeber gingen vor lautstarker Kulisse motiviert zu Werke und sorgten gleich für klare Verhältnisse.

Nachdem Georg Münch und Christoph Nienhaus das 7:2 (10.) für Erlangen erzielten, war Gorr ziemlich sauer: "Erlangen war von Anfang enorm kampfstark und hat eine sehr starke Leistung gezeigt. Das müssen wir dann auch mal anerkennen. Wir sind nicht reingekommen und haben es nicht geschafft, die nötige Aggressivität reinzubringen. Es war schon so, dass wir uns zu Beginn den Schneid haben abkaufen lassen."

Hüttenbergs Trainer nahm nach dem Nienhaus-Treffer eine Auszeit. Eine Maßnahme, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Timm Schneider schaffte sogar in der 18. Minute den 7:9-Anschluss. Hüttenberg war wieder dran. Doch just in dieser Phase zeigte das Bergemann-Team die richtige Reaktion und einen größeren Willen. Schneider kassierte eine Zeitstrafe und Erlangen zog durch Daniel Pankofer und wiederum durch den guten Nienhaus auf 12:7 (23.) davon. Mit 8:15 war die Hypothek der Hüttenberger schon zur Pause zu hoch und die Niederlage im Prinzip besiegelt. Schneider (2) und Scholz verkürzten bis zur 36. Minute auf 11:15. Trainer Gorr sah nun die Mannschaft, die er aus den letzten Wochen kannte: "Wir haben in der zweiten Hälfte viel besser gespielt und auch wesentlich aggressiver gedeckt. Das war schon sehr gut. Aber letztlich nicht mehr aufzuholen."

Diesmal blieb die große Aufholjagd aus. Auch weil Sven Pausch kurz nach dem Anschluss einen Siebenmeter verwarf. Die nächsten Nackenschläge gab es für den Spitzenreiter in der 43. und 44. Minute. Zunächst verballerte Florian Billek beim Stande von 12:17 den nächsten Siebenmeter und dann sah Timm Schneider wegen eines Fouls die Rote Karte.

"Das begann schon in der ersten Halbzeit, als Tomasz Jezewski nach einem Zusammenprall mit einer Gehirnerschütterung raus musste. Timm hat dann noch Rot bekommen, als er bei einem Abwehrversuch seinen Gegenspieler im Gesicht getroffen hat", erklärte Trainer Gorr. Der Tabellenführer konnte so viele Nackenschläge nicht wegstecken. Als Daniel Pankofer zum 21:15 (51.) einnetzte, war die Partie endgültig gelaufen.

Vor der WM-Pause im Januar haben die Gorr-Schützlinge noch die Chance zur Wiedergutmachung. Am kommenden Donnerstag kommt der Bergische HC in die Sporthalle Hüttenberg.

HC Erlangen: Bayerschmidt, Schmidtke; Müller (1), Schwandner (4), Georg Münch (2), Hannes Münch (5), Wannenmacher, Eisenträger, Nienhaus (5), Zapf, Schneck, Pankofer (7/2), Schmidtke, Stumpf (1).

TV 05/07 Hüttenberg: Ritschel, Redwitz; Andreas Lex, Faulenbach, Laudt (3), Jezewski, Weber (2), Scholz (3), Fernandes, Schneider (3), Langenbach, Billek (7/2), Pausch (2/2), Stock.

Im Stenogramm / SR.: Knapp/ Puchinger (Birkenau/ Fürth).- Zus.: 1050.- Zeitstrafen: 6:6 Minuten.- Rote Karte: Timm Schneider (44./ gr. Foulspiel). - Siebenmeter: 2/2:5/3.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare