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Kaum ein Durchkommen: Bei der 26:35-Niederlage in Bietigheim bleibt der Hüttenberger Johannes Klein (am Ball) in der Deckung um Nikola Vlahovic (l.) hängen.

Hüttenberg kommt nicht auf Touren

(jsa). Eine Woche ohne Punkte für den TV 05/07 Hüttenberg. Auch beim zweiten Auswärtsspiel der Woche ging der mittelhessische Handball-Zweitligist leer aus. Mit 26:35 (13:17) setzte es eine deutliche Niederlage bei der SG BBM Bietigheim. Defensiv war die Mannschaft von Johannes Wohlrab letztlich chancenlos. »Wir waren in allen Belangen unterlegen«, wurde er deutlich.

Mit zwei Niederlagen geht der TV 05/07 Hüttenberg nun in die Nationalmannschaftspause. Für das Team aus dem Stuttgarter Raum war es dagegen nach drei Niederlagen in Folge der erste Sieg. »Meine Mannschaft hat eine gute Einstellung gezeigt. Ich habe sie diese Woche in aller Deutlichkeit in die Pflicht genommen. Unser Fokus lag mehr auf uns selbst, als auf Hüttenberg, weil wir die Qualität im Kader haben«, sagte SG-Trainer Hannes Jon Jonsson.

90 Sekunden dauerte es bis zum ersten Treffer des Tages durch Jonas Link in den Farben der Hausherren. Tobias Hahn antwortete per Siebenmeter. Bis zum 3:3 waren die Hüttenberger ebenbürtig, dann zogen die Gastgeber davon. Allen voran Bietigheims Topscorer Christian Schäfer war in Torlaune. So brachte er sein Team mit 6:3 in Führung. Beim 8:4 sah Wohlrab sich erstmals gezwungen, die Auszeit zu nehmen. Zahlreich scheiterten seine Spieler an Torwart Edvardsson, der insgesamt 17 Paraden sammelte. Hinten fand der TVH keinerlei Zugriff auf das hohe Tempospiel und die zweite Welle des Gegners. Immer wieder zog Jonas Link zwei Abwehrspieler auf sich und ermöglichte damit das Abräumen auf den freien Christian Schäfer auf Rechtsaußen, der elfmal traf.

Nachdem Dominik Plaue keinen Ball zu fangen bekam, wechselte Wohlrab früh Nikolai Weber ein. Es schien jedoch einfach nicht der Tag des TV Hüttenberg zu sein. Beim 6:13 nach 20 Minuten zog der TVH-Coach bereits seine zweite Auszeit, um irgendwie den Lauf der Gastgeber zu stoppen. Auffallend, dass Hüttenberg nicht zu seinem sonst so starken Kreisspiel fand. So fanden Hendrik Schreiber oder Niklas Theiß hie und da Lösungen zum Torerfolg. Eben Theiß war es, der mit dem Halbzeitpfiff auf 13:17 verkürzte.

Nach Wiederanpfiff funktionierte aber aufseiten der Hessen nicht mehr viel. Nach der liegengelassenen Chance, auf zwei Tore heranzukommen, stellte Bietigheim in Windeseile das Ergebnis auf 22:16 - und es wirkte nicht so, als würde da nochmal ein Comeback der Gäste kommen. Im Hinspiel stand es ähnlich zum gleichen Zeitpunkt und der TVH kam zurück - gestern blieb dieser Effekt aus. Fünf Minuten vor Schluss erhöhte Nikola Vlahovic auf 32:23 und machte es noch deutlicher.

»Wir haben jetzt eine spielfreie Woche, die wir nutzen müssen, um uns zu regenerieren. Die Niederlage geht in der Deutlichkeit in Ordnung. Heute war vieles fehlerhaft, da nehme ich mich selbst auch nicht aus. Gegen Gummersbach müssen wir uns anders präsentieren«, gestand Wohlrab nach der Niederlage ein.

Bietigheim: Lehmann, Edvardsson - Vlahovic (3), Rentschler (1), Claus (4), Öhler (2), Schäfer (11/4), De la Pena, Urban (1), Dahlhaus (2), Link (4), Asmuth (2), Barthe (1), Boschen (2), Marcec, Fischer (2).

Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber - Fuß, Kneer (1), Theiß (4), Fujita, Ian Weber (1), Rompf (1), Lindenstruth, Reichl (2), Mubenzem, Hübscher (2), Hahn (5/5), Klein (2), Jockel, Schreiber (8).

Stenogramm: Zeitstrafen: 2/3. - Schiedsrichter: Schmack/Dinges.

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