Hüttenberg erwartet Friesenheim

(jms) »Ich bin froh, dass es endlich losgeht«, sagt Heiko Karrer, neuer Trainer des Handball-Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg. Am Freitag (20.15 Uhr) trifft er mit seiner neuen Mannschaft im DHB-Pokal in eigener Halle auf den Ligakonkurrenten TSG Friesenheim.

»Wir sind in den letzten Wochen immer stabiler geworden, haben aber hier und da noch kleinere Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr und im Angriff«, erklärt Karrer den derzeitigen Stand nach einer achtwöchigen Vorbereitungszeit.

»Es war schon ganz schön hart, aber wir haben gerade im letzten Test gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind«, sagte Hüttenbergs Rückraumspieler Stefan Lex nach dem Erfolg am Dienstag über den Drittligisten TV Groß-Umstadt: »Ich denke, dass wir gut vorbereitet in die Saison starten werden.« Die Mittelhessen sind also gerüstet für das erste Pflichtspiel der Saison, wobei Karrer den Fokus klar auf die Meisterschaft legen möchte: »Das hat natürlich Priorität. Uns kommt das Pokalspiel gerade recht, denn es ist so etwas wie ein finaler Test. Wenn wir das gespielt haben, wissen wir, wo wir stehen.«

Die »Eulen« kommen mit einem hoch aufgeschossenen Mittelblock nach Hüttenberg. »Die sind da ja alle um die zwei Meter groß. Der Kleinste in der Mannschaft ist 1,87 Meter«, weiß Karrer zu berichten. Die Pfälzer machten jedoch nach dem Bundesligaabstieg schwierige Zeiten in der eingleisigen zweiten Liga durch und hatten mit sehr viel Verletzungspech zu kämpfen. Deswegen war für Trainer Thomas König der sichere zehnte Tabellenplatz bereits als Erfolg zu werten. Große Hoffnungen setzt König auf seinen Spielmacher Andrej Kogut, der vielen Hüttenbergern sicher noch aus seiner Zeit bei der HSG Düsseldorf in Erinnerung ist: »Andrej ist nach seiner Verletzung wieder schmerzfrei. Das freut uns sehr.« Zudem hat der technisch versierte Mittelmann, der mit seinen 24 Jahren immer noch Entwicklungspotenzial hat, seinen Vertrag bei den Pfälzern um ein weiteres Jahr verlängert. Ähnlich wie seine Kollegen in Hüttenberg setzt auch TSG-Geschäftsführer Werner Fischer auf eine homogene Mannschaft aus jungen Spielern, die etwas erreichen wollen. Da passt es ins Bild, dass sich Friesenheim bei den Abgängen der etablierten Spieler Alexander Becker (zum TV Neuhausen) und Steffen Bühler (zum TV Großwallstadt) in erster Linie mit erfolgshungrigen Nachwuchskräften verstärkt hat.

Eine Ausnahme bildet da der Isländer Arni Thor Sigtryggsson, der aus Bittenfeld kam und im rechten Rückraum wirbeln soll. Durch die Abgänge von Becker und Bühler ist am Kreis eine Lücke entstanden. Diese soll in erster Linie Christian Klimek – ein Eigengewächs – schließen. Neben dem 22-Jährigen, der aus der Wormser Jugend nach Friesenheim gewechselt war, steht nur noch Erik Schmidt als Kreisläufer zur Verfügung. Der 20-Jährige kam vom TV Groß-Umstadt in die Pfalz und muss sich wahrscheinlich erst einmal an die raue Luft der zweiten Liga gewöhnen.

Das gilt auch für die Hüttenberger, die keinerlei Verletzungssorgen plagen. Vor allem steht morgen deshalb Tomasz Jezewski im Vordergrund. Nach seinen schweren Knieproblemen feiert der Pole sein Pflichtspielcomeback nach einer mehr als einjährigen Pause.

»Tomek ist soweit fit. Er wird aber in erster Linie in der Abwehr eingesetzt werden«, sagt Karrer, der großen Respekt vor dem morgigen Gegner hat: »Friesenheim spielt einen schnellen Ball aus der Abwehr heraus und hat eine gute Truppe beisammen. Aber natürlich wollen wir eine Runde weiterkommen und unserem Publikum ein gutes Spiel liefern.«

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