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Mitte Februar setzen sich die Wetzlarer Anton Lindskog (l.), Philip Henningsson (r.) und Torwart Till Klimpke gegen TSV Hannover-Burgdorf mit 26:24 im ersten Spiel des Jahres 2021 durch. Am heutigen Abend kommt es für die Mittelhessen in der ZAG Arena in Hannover zum Wiedersehen mit Alfred Jönsson (18).

Handball / Bundesliga

HSG Wetzlar vor schwerem Gang nach Hannover

  • Oliver Vogler
    VonOliver Vogler
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Die Mannschaften in der Handball-Bundesliga rücken zusammen. Vor allem ab Platz 14 wird es richtig eng. Dort steht die TSV Hannover-Burgdorf, die heute Abend die HSG Wetzlar empfängt.

Die HSG Wetzlar hat sich mit vier Siegen, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen in diesem Jahr auf insgesamt 28:22 Punkte gesteigert. Rang sieben und losgelöst aller Abstiegssorgen, für die Truppe um Trainer Kai Wandschneider ist das aber kein Grund, sich hängen zu lassen. Heute um 19 Uhr ist die HSG bei der TSV Hannover-Burgdorf gefordert.

Ausblick: Die Mittelhessen wollen weiter an einer überragenden Gesamtbilanz basteln. Wandschneider ist es wieder einmal gelungen, eine Mannschaft zu formen, in die sich fünf Neuzugänge spielerisch wie auch persönlich schnell integrieren konnten. So wird der Ausfall von einzelnen Leistungsträgern fast übergangslos gemeistert, übernehmen Spieler die Verantwortung, die sonst nur wenig oder punktuell zum Einsatz kamen. “Die letzten drei Spiele waren sehr gut von uns. Insofern können wir mit Rückenwind nach Hannover fahren. Wichtig wird sein, wieder eine starke Abwehr zu stellen und in der Zweikampfbilanz gut abzuschneiden„, sagt Wandschneider im Vorfeld.

Personelles: Alexander Feld fällt weiterhin mit einer Schambeinentzündung aus. Olle Forsell Schefvert wird in Hannover das letzte Mal in dieser Saison spielen können. Er fliegt danach nach Schweden, um sich einer Operation am Knie zu unterziehen. Somit muss die HSG insgesamt 14 Spiele ohne ihren Stamm-Mittelblocker und Rückraumlinken auskommen. In Hannover dürften wieder alle Spieler aus der Quarantäne entlassen sein und der gesamte Kader zur Verfügung stehen.

Rückschau auf das Hinspiel: Erst am 18. Februar standen sich beide Teams in der Rittal Arena gegenüber. Zum Einstieg ins Jahr 2021 setzten sich die Grün-Weißen nach einer umkämpften Partie mit 26:24 durch. In einem Spiel auf Augenhöhe, in dem Hannover komplett angetreten war, waren vor allem eine starke Wetzlarer Abwehr, gepaart mit einer guten Torwartleistung, die Garanten für den Heimsieg.

Gastgeber Hannover: Die TSV verfügt über eine technisch sehr gut ausgebildete Mannschaft, der das Trainergespann Carlos Ortega und Iker Romero den Stempel der spanischen Handballschule aufgedrückt hat. “Ich finde, die spielen einen richtig guten Handball, unglaublich diszipliniert„, kommt Wandschneider fast ins Schwärmen. “Die vielen Jugendspieler, die zum Teil von Iker Romero ausgebildet wurden wie Veit Mävers oder Martin Hanne, spielen richtig gut. Die sind in der 1. Bundesliga angekommen.„ Mit Hanne, Mävers, Petar Juric und Malte Donker integrierte Ortega in den letzten Spielen insgesamt vier Eigengewächse. Dazu stehen mit Koray Ayar, Matteo Ehlers und Felix Wernlein drei Spieler aus dem Perspektivkader Gewehr bei Fuß. Hannover steht momentan gewaltig unter Druck, da sie mit nur 18 Punkten den Erwartungen weit hinterherhinken. Das liegt vor allem am Verletzungspech in der Hinrunde, die Quarantäne der letzten Wochen machte die Situation nicht einfacher. Das gesamte Team musste sich am 25. März bis zum 7. April in Quarantäne begeben, einige Spieler waren sogar noch länger isoliert. “Die Tabellenstände haben in diesen Zeiten für mich keine Aussagekraft. Ich glaube, dass das Spiel gegen uns für Hannover ein Schlüsselspiel ist. Wir können erwarten, dass sie mit allem, was sie haben, dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen„, schätzt Wandschneider die Lage ein.

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