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Arbeit an der Seitenlinie - Wetzlars Trainer Benjamin Matschke auf der Höhe seiner Handball-Bundesligaspieler.

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar: Trainer Matschke freut sich über die Bereitschaft des Teams

  • Oliver Vogler
    VonOliver Vogler
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Gelungener Auftakt der HSG Wetzlar in der Vorbereitung auf die neue Saison. Neu-Trainer Benjamin Matschke wollte gutes Rückzugsverhalten und viel Kommunikation seiner Mannschaft sehen. Doch auch spielerisch zeigte sein Team, dass es Bock auf Handball hat.

Mit einem anstrengenden Wochenende endeten die ersten zwei Wochen Vorbereitung für den Handball-Erstligisten HSG Wetzlar. Am Samstag setzten sich die Mittelhessen mit 30:18 (16:10) gegen den HC Kriens-Luzern durch. Zweitligist TSV Bayer Dormagen war am Sonntag zu Gast und wurde mit 34:27 (17:13) nach Hause geschickt.

HSG Wetzlar - HC Kriens-Luzern 30:18 (16:10): In der Partie gegen Kriens Luzern präsentierten sich die »Neue n« der Wetzlarer erstmals offiziell im Trikot der Grün-Weißen. Nach zwei Vorbereitungswochen wollte Trainer Benjamin Matschke von seiner Sieben vor allem eines sehen: ein gutes Rückzugsverhalten. »Für mich war die Bereitschaft, nach hinten zu arbeiten, elementar. Da haben wir die meisten Tore letztes Jahr bekommen. Deshalb war mir wichtig, dass wir da von Anfang an Bewusstsein haben.« So ließ seine Mannschaft nach Ballverlusten wenig zu und brachte den Luzerner Angriff etwa 20-mal ins Zeitspiel. Und das, obwohl Matschke den Mittelblock alle zehn Minuten umbaute. »Ich hatte am Anfang einen schwedischen, dann mal mit Lenny Rubin und Felix Danner, dann mal mit Felix und Adam Nyfjäll. Es hat wirklich jeder mit jedem im Mittelblock gedeckt.«

Die Gäste stemmten sich vor allem in der Anfangsviertelstunde gut dagegen, hatten dem Wetzlarer Bollwerk aber nur wenig entgegenzusetzen. Im Angriff spulte die HSG bewährte Spielformen ab, kam viel über den Kreis, sodass sich die neuen HSG-Spieler Nyfjäll (3) und Danner (1) in die Torschützenliste eintrugen. Auch der dritte Neuzugang, Domen Novak, war von außen fünfmal erfolgreich. Einsatzzeiten bekam auch Youngster Ole Klimpke, der in der Woche im Training der Profis mit von der Partie war. »Das war so besprochen. Ich wollte ihn gern sehen und ihm etwas mitgeben«, so Matschke.

Nach der 16:10-Pausenführung vergrößerten die Hausherren auch im zweiten Durchgang die Führung kontinuierlich. Die Wetzlarer ließen sich vom erhöhten Tempo der Luzerner kaum beeindrucken und schlossen den ersten Test mit 30:18 ab. »Wir haben sehr stabil gedeckt. Die Mannschaft hatte große Lust und Freude am Spiel. Das hat mich sehr gefreut«, erklärte Matschke.

HSG Wetzlar: T. Klimpke (1), Suljakovic (n.e); Srsen (1), Nyfjäll (3), Henningsson, O. Klimpke (1), Mirkulovski (2), Danner (1), Weissgerber (5/4), Gempp (2), Mellegard (2/1), Rubin (3), Novak (5), Cavor (2).

HSG Wetzlar - TSV Bayer Dormagen 34:27 (17:13): Gegen Zweitligist Dormagen tat sich die Mannschaft von Matschke zu Beginn schwer. »Man hat schon gemerkt, dass die Jungs etwas müder waren als am Samstag.« Nachdem Dormagen in der Anfangsphase in Führung gelegen hat, gelang Rubin mit einem Dreierpack beim 10:10 der erste Ausgleich. Die HSG drückte bis zur Pause aufs Tempo und ging mit einer 17:13-Führung in die Kabine. An diesem Tag bekam auch Ian Weber seine Einsatzzeiten, der beim TV 05/07 Hüttenberg ein Doppelspielrecht besitzt.

Wetzlar knüpfte bei Wiederanpfiff nahtlos an das Vorherige und setzte durch Lars Weissgerber und Nyfjäll zum 19:13 nach. Dormagen hielt dagegen, schaffte es aber kaum, nennenswert auf Tuchfühlung zu gehen. Besonders sehenswert aufseiten der Gastgeber war der Treffer zum 27:20 in der 43. Minute, bei dem Weissgerber sein Pendant auf der anderen Seite Emil Mellegard per Kempatrick in Szene setzte. Mit aufmerksamer Abwehrarbeit und konzentriertem Angriffsspiel distanzierte Wetzlar die Gäste bis zum Schlusspfiff auf 34:27.

Matschke musste lediglich auf Olympia-Fahrer Magnus Fredriksen und die Rekonvaleszenten Olle Forsell Schefvert, Alexander Feld und Maximilian Holst verzichten. »Nach zwei intensiven Wochen bin ich mit den Ergebnissen wirklich sehr zufrieden«, lobte Matschke. »Für mich war der Rückzug und die Kommunikation besonders wichtig. Dass die beiden Spiele so laufen, hätte ich nicht erwartet - und wir freuen uns jetzt auf die weiteren Aufgaben der Vorbereitung.«

HSG Wetzlar: T. Klimpke (n.e), Suljakovic; Srsen (4), Nyfjäll (3), Henningsson (2), Mirkulovski, Weber (2), Danner (3), Weissgerber (7/2), Gempp, Mellegard (5), Rubin (6), Novak (3/1), Cavor.

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