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Sonntagssieg in Stuttgart: Lenny Rubin und seine HSG Wetzlar setzen ihre starke Saison fort und siegen am Sonntag auch in Stuttgart.

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar: Sonntagssieg in Stuttgart

  • Daniela Pieth
    VonDaniela Pieth
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Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hebt weitere Schätze und überzeugt beim nächsten Erfolg in Stuttgart. 26:22 Zähler und Platz acht sind die Belohnung für das Team von Trainer Kai Wandschneider.

(pie). Die HSG Wetzlar hat ihre positive Punktebilanz in der Handball-Bundesliga weiter aufpoliert. Nach dem 31:24 (18:12)-Sieg beim TVB Stuttgart findet sich die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider nach 24 von 38 Spieltagen mit 26:22 Zählern auf dem achten Tabellenplatz wieder. Und das, obwohl die Partie mit dem Ausfall von Alexander Feld und vor allem Ole Forsell Schefvert unter keinem guten Stern stand.

Doch die Mittelhessen zeigten wieder einmal, was in ihnen steckt. Genau so, wie es ihr Trainer Kai Wandschneider im Vorgespräch angedeutet hatte: »Das was hinter uns liegt und das was vor uns liegt ist nichts im Vergleich zu dem was in uns liegt. Es gilt, alles rauszuholen, die Schätze zu heben, die die Mannschaft noch zu bieten hat.«

Spieler durften in neue Rollen schlüpfen und haben diese hervorragend ausgefüllt. Philipp Henningsson war neben Anton Lindskog im Mittelblock gefragt - gemeinsam arbeitete das neue Duo vieles weg, was sich ihm in den Weg stellte. Patrick Gempp findet sich am Kreis immer besser mit den Gegebenheiten der ersten Liga zurecht, stand auch in der Abwehr seinen Mann und belohnte sich mit vier Treffern.

Lenny Rubin zeigte einmal mehr, was in ihm steckt. Vor allem in der ersten Halbzeit profitierte er von der laschen Abwehr der Stuttgarter, erkannte seine Chancen und netzte fünf Mal ein. So war er neben Stefan Cavor, der acht Mal traf, der beste Schütze der ersten Hälfte.

Im zweiten Durchgang wurden beide von der deutlich aggressiveren Stuttgarter Defensive weggearbeitet, wodurch sich allerdings andere Spielfelder ergaben. So profitierte neben Gempp auch Kristian Björnsen, der von der rechten Seite vier Mal sicher einnetzte.

»Der Angriff war überragend«, lobte Lindskog bei Sky. »Auch die Abwehr und die Torhüterleistung waren sehr stark. Die erste Halbzeit war überragend.«

Es war auch das Spiel von Tibor Ivanisevic, der, wie im Hinspiel, die TVB-Angreifer reihenweise zur Verzweiflung brachte. Mit 15 Paraden hatte er einen maßgeblichen Anteil am Erfolg.

»Für uns war die erste Hälfte spielentscheidend«, musste auch TVB-Coach Jürgen Schweikardt zu Protokoll geben. »Die ersten Minuten waren noch in Ordnung aber dann als Samuel Röthlisberger weggebrochen ist, haben wir zu lange gebraucht, unser Abwehrspiel wieder zu finden.«

Bis zum 4:4 von Max Häfner gestalteten die Hausherren das Spiel ausgeglichen. Erst in der Folge schwammen den Schwaben die Felle weg. Vier Mal Rubin und je ein Treffer von Cavor und Lindskog trieben Schweikardt nach einer Viertelstunde beim 5:10 in seine erste Auszeit.

Die Wetzlarer entschieden fast jeden Zweikampf für sich und drückten die TVB-Abwehr mit ihren Kreuzungen und Zügen in die Lücken tief an den Torraum.

Doch Stuttgart kam konzentriert aus der Pause, packte in der Defensive ordentlich zu und setzte die HSG-Angreifer gezielt unter Druck. Die technischen Fehler der Wetzlarer erlaubten es dem TVB innerhalb von vier Minuten auf 15:18 heranzukommen.

Wandschneider nutzte seine erste Auszeit und spielte fortan mit dem siebenten Feldspieler. Es dauerte eine Viertelstunde, bis die Gäste endgültig aus der Kabine zurück waren. »Unser Spiel war nicht mehr flüssig und die Stuttgarter Abwehr war sehr aggressiv. Wir werfen neben das Tor und dann kann das schnell kippen«, wusste Wandschneider.

Drei Paraden von Ivanisevic und eine konzentriertere grün-weiße Abwehr sorgten in der Schlussphase dann für Ruhe.

Die Kirsche auf der Wetzlarer Torte war das 30:23 mit einem wuchtigen Schlagwurf in der 58. Minute von Youngster Ole Klimpke. »Wir haben uns zurückgekämpft und gute Moral bewiesen«, lobte Wandschneider. Seine Spieler hatten wieder ein paar der Schätze gehoben, die die Mannschaft zu bieten hat.

TVB Stuttgart: Prost, Lehmann; Häfner (1), Weiss (2), Lönn (3), Schulze (1), Röthlisberger, Nicolaus (1), Zieker (3), Müller (5), Pfattheicher (1), Peshevski (2), Kristjansson (4/1), Wieling (1).

HSG Wetzlar: Till Klimpke, Ivanisevic; Srsen, Henningsson, Björnsen (5), Ole Klimpke (1), Mirkulovski, Weissgerber, Holst (1/1), Fredriksen (1), Gempp (4), Mellegard, Rubin (5), Lindskog (5), Cavor (9).

Im Stenogramm: SR: Hurst/Krag (Berlin/Frankfurt). - Z: keine. - Zeitstrafen: 8:6 Min. - Siebenmeter: 3/1:2/1.

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