HSG Wetzlar

HSG Wetzlar im Achtelfinale

  • Ralf Waldschmidt
    VonRalf Waldschmidt
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Mit einem hart erkämpften 29:25 (13;14)-Sieg beim Zweitligisten ThSV Eisenach ist Handball-Bundesligist HSG Wetzlar in das DHB-Pokal-Achtelfinale eingezogen.

(ra). Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat mit einem 29:25 (13:14)-Erfolg beim Zweitligisten ThSV Eisenach das Achtelfinale im DHB-Pokal erreicht. Nach einer durchwachsenen Leistung setzten sich die Mittelhessen erst mit Hilfe einer Steigerung in den letzten 20 Minuten der Partie beim Traditionsklub aus Thüringen durch. Die entscheidende Wende am Mittwochabend vor 825 Zuschauern gelang zwischen der 34. und 48. Minute, als das Team von Trainer Benjamin Matschke einen 14:17-Rückstand in eine 25:20-Führung verwandelte.

Die berühmt-berüchtigte Werner-Assmann-Halle »An der Katzenaue«, die historisch schon mehrere brisante Handball-Duelle zwischen ThSV und HSG erlebt hatte, wurde vor allem im ersten Abschnitt ihrem Ruf gerecht. Erstligist Wetzlar kam erst schlecht aus den Startlöchern, lag beim 3:4 (12.) nach einem Treffer von Ivan Snajder erstmals in Rückstand und fand auch in der Folge nicht in seinen Spielrhythmus. Ergo wurden die Seiten mit einem von den 825 Zuschauern bejubelten 14:13 für die gastgebenden Eisenacher durch Alexander Saul gewechselt.

Nach dem Punktspiel-Desaster eine Woche zuvor beim HSV Hamburg zeigte die HSG-Mannschaft von Trainer Benjamin Matschke die ersten 30 Minuten erneut ihr aktuelles, noch sieg- und gar punktloses Auswärtsgesicht der Saison. Im Tor bekam Till Klimpke kaum eine Hand an den Ball, im Rückraum gelangte Lenny Rubin zu keinem erfolgreichen Abschluss, die Flügel blieben lahm. Zur Halbzeit drohte den Grün-Weißen ernsthaft das erneute vorzeitige Pokal-Aus.

Der Start in die zweite Hälfte verlief aus mittelhessischer Sicht zunächst noch schmerzhafter als der zu Beginn der Partie. Die Cavor, Forsell-Schefvert und Co. ließen den im unteren Tabellendrittel der 2. Liga angesiedelten ThSV sogar auf 17:14 (34., Saul) enteilen. Wann endlich würden die Grün-Weißen aufwachen und ihrer Favoritenrolle gerecht?

Zwei, drei Paraden von Till Klimpke und zwei, drei Treffer von Lenny Rubin später war es endlich soweit. Die HSG Wetzlar nahm das Heft des Handelns in die Hand, glich nach dem 14:17 (34.) in der 38. Minute zum 17:17 aus und hatte nur zehn Minuten später das Blatt gewendet. Und zwar deutlich. Das 25:20 von Kreisläufer Adam Nyfjäll in der 48. Minute bedeutete die Vorentscheidung in dem über drei Viertel der Distanz engen Pokal-Match.

Der Rest war schließlich ein reiner Verwaltungsakt der Wetzlarer Erstliga-Handballer, die mit dem 28:22 vom im zweiten Abschnitt förmlich explodierenden Lenny Rubin (55.) längst auf der Siegerstraße waren. Der Schweizer erzielte alle seine sechs Treffer in den zweiten 30 Minuten und traf zusammen mit seinem halbrechten Pendant Stefan Cavor 13 mal.

Trainer Ben Matschke zeigte sich trotz des Holperstartes zufrieden: »Ich bin super froh, dass wir diese Aufgabe gelöst haben. Für einen Erstligist ist es auswärts schwer und man braucht sehr viel Geduld. Wir haben aber unserem Plan festgehalten und der 9:2-Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit war der Grundstein zum Erfolg.«

ThSV Eisenach: Eichberger, Jepsen; Iffert, Wöhler (3/2), Potisk (1), Hangstein (5/3), Walz (1), Hideg (1), Tokic (4), Sousa, Dicker (2), Donker, Schneibel, Snajder (2), Weyhrauch (1), Saul (5).

HSG Wetzlar: Suljakovic, Klimpke; Srsen, Nyfjäll (5), Kusan (1), Mirkulovski, Danner (1), Weissgerber (2), Holst (3/3), Fredriksen (2), Forsell-Schefvert, Mellegard (1), Rubin (6), Novak (1), Cavor (7).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Schneider/Hartmann (Magdeburg). - Zuschauer: 825. - Zeitstrafen: 8:4 Minuten. - Siebenmeter: 3/5:3/3.

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