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Joao Ferraz von der HSG Wetzlar ist hochgestiegen – das beobachten (v. l.) Chris Grundmann (HSG Pohlheim), Jannik Kohlbacher, Lucas Kammer, Andreas Lex und Florian Niklas. (ov)

HSG-Trainer Wandschneider: Es hat Spaß gemacht

(pie) In einem munteren Testspiel setzte sich Handball-Bundesligist HSG Wetzlar gegen den Oberligisten HSG Pohlheim mit 32:23 (16:11) durch. Als Anlass dienten in dem mit 400 Zuschauern ausverkauften Sportzentrum Laguna Aßlar die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Handball-Abteilung des TV Aßlar.

Die neu formierte Mannschaft von Wetzlars Trainer Kai Wandschneider präsentierte sich erstmals seinen Fans. Nach sechs Trainingstagen fanden sich 17 Spieler auf dem übervollen Spielberichtsbogen wieder, die alle ihre Spielanteile erhielten und sich in die Torschützenliste eintragen konnten. Einzig die Torhüter Till Klimpke, Benjamin Buric und Nikolai Weber gingen leer aus.

Pohlheim warf sich mit dem gleichen Engagement in die Partie, wie tags zuvor gegen den HSC 2000 Coburg. Mit langen, auf den Punkt gespielten, Angriffen versuchte die Mannschaft von Coach Tomasz Jezewski, Lücken in die Abwehr des Gegners zu reißen. Die dabei produzierten Ballverluste führten aber nicht zwangsläufig zu schnellen Gegentoren. Denn das Rückzugsverhalten der Blauen stimmte, und sie hatten mit Jan Wüst einen gut aufgelegten Keeper zwischen den Pfosten. Der nahm den Profis den einen oder anderen freien Ball weg und sorgte so mit dafür, dass es nach elf Minuten erst 3:3 stand. In der Folge nahm Wetzlar Fahrt auf, ging fünf Minuten später durch Evars Klasniks mit 7:3 in Führung und mit 16:11 in die Pause.

Wandschneider probierte verschiedene Formationen in Angriff wie Abwehr, die allesamt gute Ansätze zeigten, in dieser Phase der Vorbereitung aber natürlicherweise noch Schwächen aufwiesen. "Das war das erste Spiel für uns – und es hat Spaß gemacht hier in Aßlar", so Wandschneider, der sich vor allem mit seiner 6:0-Abwehr zufrieden zeigte. "Aber wir brauchen mehr Konzentration bei den Pässen nach vorne und in den Abschlüssen." Denn auch in der zweiten Halbzeit produzierten seine Männer zu viele Fehlwürfe. Zudem bereiteten die Pohlheimer mit ihrer 3:2:1-Abwehr den Profis zeitweilig erhebliche Probleme. "Das zeigt mir, woran wir arbeiten müssen. Für mich ist das eine wichtige Arbeitsgrundlage für die nächste Woche."

Vladan Lipovina sorgte für das 20:12 (38.), doch Pohlheim robbte sich noch mal auf 21:25 heran, ehe Wetzlar in den letzten Minuten den Sack zumachte. Jubel brandete auf, als die Nachwuchskräfte Till Klimpke (20.) und Lukas Gümbel (56.) das Feld betraten, zumal als Letztgenannter den 31. Treffer für seine Farben beisteuern konnte. Der Oberligist trotzte den Profis dennoch ein einstelliges Ergebnis ab, und so war Jezewski mit der Leistung seiner Truppe zufrieden.

"Das war schon ein anderes Kaliber als Coburg, unsere 3:2:1-Abwehr sieht schon ganz gut aus. Wir sind gut dabei. Jetzt heißt es: weiter daran arbeiten." –Tore Wetzlar: Gümbel (1), Kneer (1), Lipovina (2), Björnsen (2), Pöter (1), Ferraz (1), Mirkulovski (1), Weber (7/2), Holst (6/1), Kraft (3), Hahn (2), Klesniks (2), Lindskog (1), Kohlbacher (2). / Tore Pohlheim: Weisel (2), Pausch (1), Schuster (5), Erdmann (1), Lex (3), Ohrisch (6), Träger (1), Grundmann (4/1).

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