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Hoster folgt Kuhlmann

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Von: red Redaktion

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(pm). Zwei Themen dominierten die Vollversammlung der Sportjugend Hessen: Der Sport in Krisenzeiten von Corona und dem Angriffskrieg auf die Ukraine sowie der Wechsel an der Spitze des Vorstandes nach 19 Jahren. Rund 60 Jugendvertreter aus den hessischen Sportkreisen und Verbänden waren kürzlich zur Vollversammlung der Sportjugend Hessen in die Sport- und Bildungsstätte Wetzlar gekommen.

Zum letzten Mal begrüßte Juliane Kuhlmann als Vorsitzende der Sportjugend Hessen die Delegierten und die Ehrengäste aus Politik und Sport. Sie erinnerte erneut daran, dass die Pandemie besonders nachhaltig Spuren bei Kindern und Jugendlichen hinterlassen habe, auch weil die Sportvereine geschlossen waren. »Wir brauchen starke Vereine und unsere erste Aufgabe ist es, unsere Sportvereine zu unterstützen.« Leider müsse durch die militärische Invasion Russlands der organisierte Sport erneut mit Einschränkungen umgehen, da einige Hallen vorrübergehend Flüchtenden als Unterkunft zur Verfügung gestellt werden.

Der scheidende Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, betonte, dass der Sport sich zwar in der Coronazeit als robust erwiesen habe, jedoch seien den Vereinen nicht nur viele Mitglieder verloren gegangen, sondern auch zahlreiche Ehrenamtliche und Übungsleiter*innen. »Um jede*n Einzelne*n müssen wir kämpfen.

Der Hessische Minister des Inneren und für Sport, Peter Beuth, zeigte sich im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine wie alle Redner betroffen, sieht aber das Sportland Hessen angesichts des neuen Zulaufs von Flüchtenden auch dank der Sportjugend Hessen gut aufgestellt. »Die Sportjugend hat eine Vorreiterrolle in der Integrationsarbeit eingenommen.« 2016 war auf Initiative von Juliane Kuhlmann das Förderprogramm »Sport und Flüchtlinge« angestoßen worden, um die integrative Kraft des Sports und die hohe Bereitschaft der Menschen zu nutzen, sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren.

Juliane Kuhlmann stellt sich im Juni 2022 zur Wahl als Präsidentin des Landessportbundes und möchte in neuer Funktion ihr Engagement für starke hessische Sportvereine mit qualifizierten Angeboten fortsetzen. Zur neuen Vorsitzenden wurde einstimmig die 34-jährige Malin Hoster aus Gießen gewählt, die seit 2018 im Vorstand ist und lange Jugendwartin im Lahn-Dillkreis war.

Einstimmig wiedergewählt wurden zudem Sadia Biladama, Max Kunzmann, Andrea Zemke, Lena Herke und Tim Binstadt. Neu im Vorstand sind die 19-jährige Julia Eß aus dem Sportkreis Bergstraße und der 27-jährige Amadeus Itzenhäuser aus der Region Kassel. Hauke Jürgens wurde nach 14 Jahren Vorstandsarbeit mit großem Applaus verabschiedet.

Die Vollversammlung ist das höchste Gremium von Hessens größtem Jugendverband, der die Interessen von rund 800 000 jungen Menschen in hessischen Sportvereinen vertritt. Alle drei Jahre wird hier ein neuer Jugendvorstand gewählt, dieses Mal war die Wahl aufgrund der Corona-Pandemie allerdings um ein Dreivierteljahr verschoben worden.

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