Philipp Horvath punktet am Wochenende kräftig für den TV Großen-Linden. Archivfoto: ras
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Philipp Horvath punktet am Wochenende kräftig für den TV Großen-Linden. Archivfoto: ras

Mit Horvath zum ersten Sieg

  • vonRichard Albrecht
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(ria). Eins aus vier - so lautet die Bilanz der heimischen Hessenligisten im Tischtennis am vergangenen Wochenende. Der TV Großen-Linden, zweimal im Einsatz, siegte als einziges Team, kam zudem zu einem Remis.

Auch der TSV Allendorf/Lumda nahm aus seiner Partie einen Zähler mit, während der Gießener SV II auch nach seiner bereits dritten Partie mit noch leeren Händen am Tabellenende steht.

SC Niestetal - TV Großen-Linden 5:7:"Drei Punkte sind für das erste Wochenende erst einmal o. k. Es ist für alle neu", war Uwe Schreiber mit dem ersten Auftritt seines Teams zufrieden. Auf dem glatten Boden in der ungewohnt kleinen Halle tat sich Großen-Linden schwer. Die ersten acht Partien entwickelten sich zum offenen Schlagabtausch. Die Niestetaler Nummer eins spielte stark auf und bezwang Domingo Cordero in drei Sätzen, Andrisu Preidzius glich in ebenfalls drei Sätzen aus. Carsten Jung glich einen 0:2-Satzrückstand aus, unterlag aber im Entscheidungssatz, während Roland Fritsch sich in drei Sätzen behauptete.

Nach Schreibers 1:3 in vier knappen Sätzen folgte bei Philipp Horvath eine Achterbahnfahrt, der nach 2:0-Satzführung noch in den Entscheidungssatz musste und es dort "mit 11:9 noch hinbog" (Schreiber). Preidzius unterlag im Spitzeneinzel, Cordero sorgte für den vierten Ausgleich. Dann schlug die Lindener Mitte zu. Fritsch und Jung sorgten mit Dreisatzerfolgen für die Vorentscheidung, Horvath machte den Sack zu.

TTC Lüdersdorf - TSV Allendorf/Lumda 6:6:"Lüdersdorf ist zuletzt mehrfach aufgestiegen und besteht vorwiegend aus Eigengewächsen. Die Halle ist beengt, aber gegen diese Mannschaft ist es sehr angenehm zu spielen", erklärte Ulrich Bandt. "Das Remis war leistungsgerecht."

Oliver Welt unterlag in fünf Sätzen, Marco Grohmann glich im Schnelldurchgang aus, ehe im mittleren Paarkreuz Manfred Krupenkow und Slawomir Karwatka mit Fünfsatzsiegen für eine 3:1-Führung sorgten. Nach Niederlagen von Bandt und Arvid Volkmann ging es mit einem 3:3 in die zweite Einzelrunde, die Grohmann mit einem 3:1 eröffnete, ehe Welt den ersten Einzelsieg für seinen neuen Verein einfuhr. Karwatka unterlag, Krupenkow baute die Führung wieder aus auf 6:4. doch Volkmann unterlag in fünf Sätzen. Das 1:3 von Bandt besiegelte die Punkteteilung. "Das 0:4 hinten war zu wenig, daher hat es nur zum Remis gereicht", meinte Bandt.

Gießener SV II SC Niestetal 5:7:Erneut musste der Hessenligaaufsteiger eine knappe Niederlage quittieren. "Es ist wieder blöd gelaufen, wir sind eben noch in der Phase der Annäherung", trauerte Jürgen Boldt einer verpassten Chance nach einem 4:4-Zwischenstand nach. Die Partie begann für die Gastgeber mit zwei Niederlagen für Timo Geier (0:3) und Jürgen Boldt (1:3). Thomas Möhl verkürzte mit seinem 3:1, ehe Christian Schmirler in fünf Sätzen unterlag. Nach Viersatzsiegen von Tim Birkenhauer und Luis Frettlöh im dritten Paarkreuz ging es mit einem Gleichstand in die zweite Einzelrunde. Das Spitzeneinzel ging in fünf Sätzen an die Niestetaler Nummer eins, Boldt stellte in fünf Sätzen den Gleichstand wieder her. Dann kippte das Match, die Mitte (Möhl 1:3, Schmirler 0:3) ging an die Gäste und das 2:3 besiegelte die dritte Niederlage der Gießener. Frettlöh machte es mit seinem Viersatzsieg noch etwas knapper. "Wir spielen ohne Star und Legionär, unser Kader ist entsprechend jung und unerfahren. Trotz der drei Niederlagen möchte ich behaupten: Was wir vorhatten, funktioniert." Am Doppelheimspieltag in eigener Halle soll nun aus dem Annähern ein Ankommen werden.

Uwe Schreiber mit Selbstkritik

TTC Höchst/Nidder TV Großen-Linden 6:6:Gegen die routinierten Gastgeber endeten alle Paarkreuze in beiden Einzeldurchgängen pari. Cordero unterlag in drei Sätzen, Preidzius gewann genauso glatt. Im mittleren Paarkreuz folgten umkämpfte Fünfsatzmatches. Der Niederlage von Jung folgte ein Sieg von Fritsch, nach Schreibers 1:3 glich Horvath in vier Sätzen aus. Preidzius entschied das Spitzeneinzel für sich, Cordero und Fritsch unterlagen.

Nach Jungs Viersatzsieg öffnete Horvath die Tür weit für den zweiten Saisonsieg, den das 1:3 von Schreiber verhinderte. "Cordero Domingo und ich haben nicht die gewünschte Form gezeigt", ärgerte sich Uwe Schreiber über die 0:4-Bilanz dieser beiden Spieler und hob im Gegensatz dazu die Leistung des an diesem Wochenende ungeschlagenen Philipp Horvath hervor.

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