Hohe Hürden

  • VonMarc Steinert
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(mgs). Den nächsten Versuch, den ersten Saisonsieg einzufahren, unternehmen die Handballerinnen der HSG Lumdatal in der 3. Frauenhandball-Liga am Wochenende. Dabei wartet in Staffel D am Samstagabend (19.30 Uhr) allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe, denn der kommende Gastgeber 1. FC Köln ist aktuell in der oberen Tabellenhälfte platziert. Doch steht für Trainer Marcel Köhler statt des Blickes auf den Gegner ohnehin der auf die Leistung seiner eigenen Mannschaft im Fokus.

»Das ist natürlich eine sehr schwierige Aufgabe für uns, da müssen wir nicht drumherum reden. Köln hat bislang ausnahmslos gegen Topmannschaften verloren und seine restlichen Spiele gewonnen. Aber wir wollen einfach den nächsten Schritt im Angriff machen, da gab es in den letzten Wochen schon gute Ansätze. Nur wenn es uns gelingt, über 20, 22 Tore zu werfen, kommen wir in den Bereich, in dem wir eine Chance haben«, führt der HSG-Coach aus.

Nach dem Videostudium hat Lumdatals Trainer vom kommenden Gegner eine hohe Meinung. »Obwohl sie körperlich nicht zu den stärksten Mannschaften gehören, verteidigen sie robust, leidenschaftlich und mit einer hohen Aggressivität. Sie gehen hohes Tempo, im Angriff aber auch viel ins Eins-gegen-eins-Spiel«, beschreibt Köhler, der vor allem vor der Halblinken Maria Kottmann und dem Zusammenspiel mit der starken Kreisläuferin Jule Killmer warnt.

»Unser Ziel ist es in diesem Spiel, möglichst lange dranzubleiben und weitere Fortschritte zu machen. Dafür braucht es sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine starke Leistung von uns. Ob es dann für mehr reichen kann, wird das Spiel zeigen«, so Köhler.

Personell sieht es im Lumdataler Lager zumindest etwas besser aus als noch in den letzten Partien. Linkshänderin Carmie Schneider wird aber weiterhin und noch ein paar Wochen ausfallen, Torhüter Julia Olemotz wird diesmal zudem aus privaten Gründen fehlen.

SGK: Viele Ausfälle

Wohl genau zur rechten Zeit kam für die Handballerinnen der HSG Kleenheim-Langgöns das spielfreie Wochenende in der 3. Liga. Nachdem das Team von Trainer Marc Langenbach personell geschwächt im Hessenderby gegen die HSG Rodgau/Nieder-Roden chancenlos geblieben und mit 16:25 unterlegen war, blieb nun nicht nur Zeit, die Wunden zu lecken, sondern den angeschlagenen Spielerinnen auch Zeit zur Regeneration. Am Sonntag sind die Kleebachtalerinnen wieder gefordert, zu ungewohnter Anwurfzeit (14.30 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf.

»Es hilft uns ja nicht, zu jammern oder den Kopf in den Sand zu stecken. Wir müssen die Situation, auch wenn wir wissen, dass sie nicht leicht ist, annehmen. In Düsseldorf erwartet uns eine schwere Aufgabe«, führt Langenbach aus.

Während Kleenheim-Langgöns bereits sechs Spiele absolviert hat, stand das Team aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt bislang erst viermal »auf der Platte«. Dabei kann die Fortuna ein ausgeglichenes Punktekonto (4:4) aufweisen und feierte im Lumdatal (24:20) und im rheinischen Duell gegen den 1. FC Köln Siege.

»Düsseldorf hat dennoch eine richtig gute Mannschaft, einen großen Rückraum und sehr gute Schützinnen, vor allem auf den Halbpositionen. Gegen diese gut zu verteidigen und insgesamt stabil zu stehen, wird extrem wichtig sein. Und darüber in den Konter zu kommen und einfach Tore zu erzielen, würde uns auch sehr helfen«, so Langenbach, der sich zudem von seinen Damen ein geduldiges Angriffsspiel und das Warten auf klare Chancen erhofft.

Vor der Fahrt ins Rheinland bleibt die Ausfallliste bei den Kleenheim-Langgönser Damen aber lang. So werden neben Tanja Schorradt, die schon seit Saisonbeginn fehlt, auch Elena Schuch und Torhüterin Rixa Hahn weiterhin verletzungsbedingt ausfallen. Dazu gesellt sich zu allem SGK-Unglück wohl auch noch Ann-Sophie vom Hagen, die in dieser Woche krankeitsbedingt pausieren musste.

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