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Thomas Turgut, der neue Trainer des Fußball-Verbandsligisten FC Gießen II, gibt die Richtung vor.

Hohe Fluktuation

  • VonPeter Froese
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(fro). Das Auf und Ab im Verein ist auch an der Regionalliga-Reserve des FC Gießen in der vergangenen Spielzeit nicht spurlos vorübergegangen. Die nach einem Internetaufruf zusammengewürfelte Truppe war in der Verbandsliga Mitte nicht wettbewerbsfähig und zierte weit abgeschlagen das Tabellenende. Eine echte Besserung scheint angesichts der begrenzten finanziellen Rahmenbedingungen nicht in Sicht.

Dennoch gibt sich Neu-Trainer Thomas Turgut optimistisch, das schlingernde Schiff der zweiten Mannschaft beim FC Gießen wieder auf Kurs zu bringen.

Aktuelle Situation: Der FC Gießen II lag zum Zeitpunkt des Abbruchs mit drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und profitierte von der Regelung, dass es nach dem coronabedingten Abbruch keine Absteiger . Nach der Trennung von Roger Reitschmidt und dem kurzzeitigen Engagement von Benjamin Höfer soll Thomas Turgut nun die Regionalliga-Reserve auf Kurs bringen.

Kommen/Gehen: Vom letztjährigen Kader stehen mit Shamil Mazitov, Ruben Enobore, Erik Wiegel, Timur Ögretmen, Yannick Schwabe und Fabian Wenig lediglich noch sechs Spieler zur Verfügung. Tim Diz, der aus seiner Zeit beim MTV 1846 Gießen über Gruppenliga-Erfahrung verfügt, wurde als Torwart verpflichtet, während Nico Siguda den Sprung vom A-Ligisten TSV Rödgen in die Verbandsliga wagen möchte. »Darüber hinaus wollen wir unsere eigenen Nachwuchsspieler fördern und entwickeln«, sagt Turgut, der in Kontakt mit Daniyel Cimen stehe und auf den einen oder anderen Spieler aus dem Regionalliga-Kader hofft.

Stärken/Schwächen: »Wir sind eine läuferisch überragende Mannschaft, die aber aufgrund ihres Alters noch etwas grün hinter den Ohren ist. Aufgrund ihrer guten Ausbildung sollten sich die Spieler im kalten Wasser, in das wir sie schmeißen, schnell freischwimmen können«, hofft Turgut.

Trainer/Umfeld: »Ich habe selbst in der Jugend des VfB 1900 Gießen gespielt und habe den Kontakt zum Verein nie abreißen lassen. Ich wollte als Trainer den nächsten Schritt nach vorne machen und habe daher die Herausforderung, mit vielen jungen Leuten arbeiten zu können, gerne angenommen«, berichtet Turgut.

Prognose: Die Saison 2020/21 soll in negativer Hinsicht eine einmalige Angelegenheit gewesen sein. »Wir sind nicht so schwach, um im Tabellenkeller rumzugurken. Unser Ziel ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld«, gibt sich Turgut ambitioniert. Erste Testspielergebnisse gegen die Ligakonkurrenten FC Turabdin/Babylon (2:8) und SC Waldgirmes II (2:3) brachten beim Mister-Hair-Turnier in Großen-Buseck allerdings zunächst ernüchternde Ergebnisse.

Zu-/Abgänge: Zugänge: Nico Siguda (TSV Rödgen), Tim Diz. - Abgänge: Nico Mohr (SG Kinzenbach), Eduardo Dursun (FC Turabdin/Babylon), McCain Nkrumah (SV Bauerbach), Felix Lau (TSF Heuchelheim), Joel Iduh (RSV Büblingshausen), Luis Böttcher, Glodi Bebe (beide SC Waldgirmes), Erik Reich (FSV Braunfels), Pedram Afrooghi, Levin Haag (beide Eintracht Wetzlar).

Kader: Tim Diz, Mehmet Pektas, Fabian Wenig, Yannick Schwabe, Timur Ögretmen, Gabriel Gülec, Luca Schneider, Shamil Mazitov, Ruben Enobore, Nico Siguda, Abdul Simsek, Leon Messik, Bakin Montanes, Gabriel Birol, Erik Wiegel, Leon Messik, Vincent Schiel.

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