Hoffen auf bessere Zeiten

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(dpa). Handball-Bundesligist Füchse Berlin richtet sich nach drei Monaten des Bangens auf eine geregelte Zukunft ein. "Das ist die schwierigste Zeit der letzten 16 Jahre, durch die ich den Verein gerade durchbringen muss", sagte Füchse-Manager Bob Hanning der Berliner Morgenpost. Der 52-Jährige fühlte sich "sieben Wochen lang auf Treibsand unterwegs", geht jetzt aber davon aus, "den Turnaround zum Überleben" zu schaffen.

Durch den Abbruch der Saison entfielen nicht nur eingeplante Zuschauereinnahmen und TV-Gelder, sondern auch einkalkulierte 200 000 Euro aus dem EHF-Final-Turnier, das in Berlin stattfinden sollte. Hinzu wurden rund 700 000 Euro an Sponsorengeldern gekündigt, sodass etwa 13 Prozent des geschätzten Saisonetats in den Kassen fehlten. Hinzukommen drei zusätzliche teure Verpflichtungen inklusive Trainer Michael Roth, die aufgrund des Saisonabbruchs aber kaum zum Einsatz kamen.

Für Hanning ergaben sich nach dem Saisonabbruch und dem Verpassen der europäischen Startplätze drei Szenarien: Planinsolvenz, Fortsetzung des Spielbetriebs mit der zweiten Mannschaft oder der Erhalt des Status quo. "Das war immer unser größter Wunsch", sagte Hanning. Durch die Trennung von drei Spielern sowie dem Gehaltsverzicht der Akteure und auch der finanziellen Zusage zahlreicher Partner hofft Hanning nun auf bessere Zeiten in der neuen Saison.

Dank einer Wildcard des europäischen Handball-Verbandes starten die Füchse doch wieder international und werden sich erneut um die Austragung des Finalturniers bewerben.

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