Höhere Effizienz im Angriff

(jsa). Es geht nahtlos weiter für den TV 05/07 Hüttenberg. 72 Stunden nach dem verlorenen Zweitliga-Auswärtsspiel in Lübeck steht bei der SG BBM Bietigheim heute um 19:30 Uhr die nächste Punktepartie an. Die ärgerliche Niederlage vom Dienstag will das Team von Trainer Johannes Wohlrab vergessen machen.

Viel Zeit zum ärgern blieb der Mannschaft und den Verantwortlichen des TV 05/07 Hüttenberg nach der 22:25-Niederlage beim VfL Lübeck-Bad Schwartau nicht. Schon heute Abend trifft Hüttenberg auf den Tabellennachbar SG BBM Bietigheim.

Die Tabellenposition des ehemaligen Bundesligisten spiegelt allerdings keineswegs die Qualität des Kaders wider. Im Anschluss an das Hinspiel gegen Hüttenberg, welches Bietigheim am 17. Oktober mit 22:20 gewann, musste die Mannschaft in Corona-Quarantäne. Ein Monat lang hatte das Team aus dem Stuttgarter Raum kein Pflichtspiel und folgend mächtige Probleme, in den Rhythmus zu kommen. Zu Beginn noch als Aufstiegskandidat gehandelt, war mit vier Niederlagen aus fünf Spielen die Thematik schnell ad acta gelegt.

Mit der Zeit der Erholung fing sich das Team von Trainer Hannes Jón Jónsson und kämpfte sich aus dem Tabellenkeller heraus. Mit bislang 17 absolvierten Spielen rangiert die SG einen Punkt hinter dem TVH und hat dabei allerdings drei Spiele weniger auf dem Konto.

»Ich glaube, sie stehen schon unter ihren Möglichkeiten. Es ist definitiv eine Top-Mannschaft, auf die wir da treffen«, weiß TVH-Coach Johannes Wohlrab um die Qualität des kommenden Gegners. Diese Qualität brachten Topscorer Christian Schäfer (105 Tore) und seine Kollegen zuletzt nicht mehr in ihrer Konsequenz aufs Feld. Drei Niederlagen in Folge gegen Dresden, Hamburg und Dormagen zuletzt sind Jónsson ein Dorn im Auge: »In Dormagen brechen wir nach einem Vorsprung ein. Ich vermisse aktuell die kämpferische Einstellung meiner Mannschaft, die uns von Hüttenberger Seite erwarten wird. Da bin ich derzeit schon sehr enttäuscht, ehrlich gesagt.« Er hat dabei auch im Kopf, was auf seine Truppe zukommt. »Hüttenberg spielt mit viel Mut, ganz jungen Spielern und einem sehr sehr guten Kreisläufer. Da werden wir bereit sein, müssen den Kampf anzunehmen.«

Wohlrab: In jedem Spiel eine Chance.

Johannes Wohlrab hofft auf die Unberechenbarkeit der Liga und glaubt an die Chance des TVH in der altehrwürdigen Sporthalle am Viadukt. »Man hat jetzt mit dem Auswärtsspiel in Bad Schwartau gesehen, dass wir in jedem Spiel eine Chance haben.« Um diese realistisch zu bekommen muss seine junge Mannschaft vor allem ihre Effizienz im Angriff wieder hochschrauben. Am Dienstag ließen Ian Weber & Co. entscheidende, freie Würfe liegen, weshalb es am Ende zu keinem Punktgewinn reichte. Möglicherweise führt der Ärger darüber aber zu einer Trotzreaktion, die sein Team in ein positives Erlebnis umwandeln.

Dann könnte die Platzierung im Tabellenmittelfeld erstmal gefestigt und mit in die Länderspielpause genommen werden.

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