"Es war ein hochklassiges Spiel"

(tiv) Martin Hajdu rang auch einen Tag nach dem überraschenden 9:7-Sieg im Lokalduell seiner Turn- und Sportfreunde Heuchelheim gegen den NSC Watzenborn-Steinberg II in der Tischtennis-Verbandsliga nach den richtigen Worten. Zu sehr begeisterte den Spielführer die tags zuvor erlebte Partie gegen den ambitionierten Aufstiegskandidaten aus Pohlheim.

(tiv) Martin Hajdu rang auch einen Tag nach dem überraschenden 9:7-Sieg im Lokalduell seiner Turn- und Sportfreunde Heuchelheim gegen den NSC Watzenborn-Steinberg II in der Tischtennis-Verbandsliga nach den richtigen Worten. Zu sehr begeisterte den Spielführer die tags zuvor erlebte Partie gegen den ambitionierten Aufstiegskandidaten aus Pohlheim.

"Ich habe selten so ein hochklassiges Spiel gesehen, in dem wirklich alle zwölf Akteure eine super Leistung abgerufen haben", berichtete Hajdu enthusiastisch.

Auf Grund der dritten Saisonniederlage betrachtete Hajdus Pendant auf Watzenborner Seite, Tim Wytrykusch, das Derby etwas nüchterner, obwohl auch er nicht mit lobenden Worten für Spiel und Gegner sparte: "Heuchelheim hat sich stark präsentiert. Doch bereits im Vorfeld stand für uns fest, dass das kein leichtes Unterfangen sein wird, denn die TSF haben nach der Hinrunde einige Umstellungen innerhalb der Paarkreuze vorgenommen, die sich überaus positiv für sie ausgewirkt haben. Auch die restlichen Teams in dieser Klasse werden in dieser Formation Probleme mit ihnen bekommen."

Dass für Wytrykusch "die eigene Doppelschwäche ein weiterer ausschlaggebender Faktor für die Pleite" war, dokumentierten die Ergebnisse der ersten drei Matches, denn sowohl das NSC-Duo Michael Wagner/Thomas Domicke (1:3 gegen Ralf Neul/Bernd Wingefeld) als auch die Familienpaarung Nico und Walter Grohmann (1:3 gegen Hajdu/Peter Neul) zeigten sich zunächst unterlegen, ehe Wytrykusch/Andreas Schmalz glatt in drei Sätzen den ersten Zähler einfuhren. "In den anschließenden Einzeln liefen wir diesem Rückstand permanent hinterher, was zur Folge hat, dass wir unter der Woche gezieltes Doppel-Training veranstalten werden, um diese Schwäche auszubügeln", so der NSC-Mannschaftsführer.

Zunächst besiegte Ralf Neul Wagner knapp in fünf Sätzen, bevor Wytrykusch gegen Thorsten Budde punktete. Wingefeld bezwang Schmalz mit 3:2. Nachdem Hajdu in vier Durchgängen gegen Nico Grohmann den Kürzeren zog, holten im hinteren Paarkreuz jeweils beide Parteien einen Zähler.

Im zweiten Abschnitt wiesen Ralf Neul sowie Budde die Watzenborner Spitzenspieler Wytrykusch und Wagner, der nach Angaben des NSC-Kapitäns einen "rabenschwarzen Tag erwischte", in die Schranken und bauten die Führung des Außenseiters auf 7:4 aus. Doch im Gegenzug konnte die Pohlheimer Mitte durch Nico Grohmann, der zum ersten Mal in der Mitte aufgestellt wurde und sogleich ein Sonderlob von Wytrykusch erhielt ("Eine super Leistung"), sowie Schmalz ebenfalls doppelt punkten. Peter Neul siegte dann gegen Walter Grohmann, ehe sich der Heuchelheimer "Wintereinkauf", Michael Feiling (kam vom TV Wetzlar), bei der 0:3-Niederlage gegen Domicke chancenlos präsentierte. Beim Stand von 8:7 musste folglich die Entscheidung im Verlängerungsdoppel fallen. Wieder machte sich die NSC-Schwäche bemerkbar, denn das Heuchel- heimer Einserdoppel Ralf Neul/Bernd Wingefeld gewann mit 11:8, 9:11, 11:9 und 11:3 gegen Wytrykusch/Schmalz und holte sich somit etwas überraschend den Derbysieg.

Die TSF rücken somit erstmals wieder auf einen Nichtabstiegsplatz (8.) vor, während Watzenborn-Steinberg Tabellenplatz zwei gegenüber dem SV Uttrichshausen einbüßte und nun auf Rang drei steht.

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